Schilddrüsenunterfunktion-Vorbeugung – geht das?

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Schilddrüsenunterfunktion-Vorbeugung funktioniert nur bedingt. Wer sich ausreichend mit Jod versorgt, kann einer durch Jodmangel hervorgerufenen Schilddrüsenunterfunktion vorbeugen.

Zur Schilddrüsenunterfunktion-Vorbeugung geben Mediziner folgende Tipps: Erwachsene sollten pro Tag durchschnittlich etwa 200 µg Jod verzehren, ab 50 Jahren sind noch etwa 180 µg notwendig. Schwangere haben mit 230 µg und Stillende mit 260 µg pro Tag einen erhöhten Bedarf. Ein bis zwei Portionen Seefisch pro Woche liefern einen guten Beitrag zur Jodversorgung. Auch jodiertes Speisesalz trägt dazu bei, Jodmangel und eine daraus resultierende Schilddrüsenunterfunktion sowie einen Kropf zu vermeiden.

In den letzten Jahren hat sich auch Milch zu einer möglichen Jodquelle entwickelt, denn die Kühe erhalten häufig mit dem Futter eine Mineralstoffmischung, um die Milch anzureichern. Allerdings schwanken die Jodgehalt in Milch stark zwischen mindestens 20 µg pro Liter in Biomilch und maximal 200 µg pro Liter in konventionell erzeugter Milch.

Milchprodukte als Jodquelle
Milch und Milchprodukte sind neben Fisch und mit Jodsalz hergestellten Lebensmittel eine der Hauptquellen für Jod in unserer Ernährung© Fotolia
 

Schilddrüsenunterfunktion-Vorbeugung: wann gibt es keine Möglichkeiten?

Einer Schilddrüsenunterfunktion, die auf andere Ursachen als einen Jodmangel zurückgehen, zum Beispiel Fehlbildungen der Schilddrüse, Störungen im Gehirn oder autoimmunbedingten Schilddrüsenerkrankungen, können Sie dagegen nicht vorbeugen.

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