Schilddrüsenunterfunktion-Ursachen: nicht immer liegen sie in der Schilddrüse

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Es gibt diverse Schilddrüseunterfunktion-Ursachen. Mediziner unterscheiden sowohl angeborene als auch erworbene Formen einer Unterfunktion.

Eine Schilddrüsenunterfunktion-Ursache kann angeboren sein: Hierbei ist die Schilddrüse fehlerhaft (Schilddrüsendysplasie) oder überhaupt nicht (Athyreose) angelegt. Manchmal befindet sich die Schilddrüse auch an der falschen Stelle im Körper (Schilddrüsenektopie) und arbeitet deswegen nicht richtig. Auch Fehler bei der Hormonproduktion oder der Signalweiterleitung können zu einer angeborenen Schilddrüsenunterfunktion führen.

 

Schilddrüsenunterfunktion-Ursache: drei Formen

Bei der erworbenen Schilddrüsenunterfunktion lassen sich je nach Ursachen drei verschiedene Formen unterscheiden:

  • primäre Hypothyreose
  • sekundäre Hypothyreose
  • tertiäre Hypothyreose
Schilddrüsenunterfunktion-Ursache Jodmangel
Die Schilddrüsenunterfunktion-Ursache kann in der Ernährung liegen, etwa wenn ein Jodmangel vorherrscht© Fotolia
 

Schilddrüsenunterfunktion-Ursache: eine Autoimmunerkrankung kann Beschwerden auslösen

Bei einer primären Schilddrüsenunterfunktion liegen die Ursachen direkt in der Schilddrüse. Am häufigsten ist eine Autoimmunerkrankung – die Hashimoto-Thyreoiditis – der Grund für eine primäre Hypothyreose. Dabei greift das körpereigene Abwehrsystem die Schilddrüse an. Diese entzündet sich und die Schilddrüsenzellen sterben nach und nach ab. Stattdessen wächst Bindegewebe nach, das keine Schilddrüsenhormone bilden kann.

 

Vielfach stecken Medikamente hinter der Schilddrüsenunterfunktion-Ursache

Auch bestimmte Medikamente können das Schilddrüsengewebe schädigen und eine primäre Hypothyreose hervorrufen. Dazu gehören zum Beispiel Medikamente, die radioaktives Jod enthalten (Radiojodtherapie). Die Ernährung hat ebenfalls einen Einfluss auf die Schilddrüse. So kann ein sehr schwerer Jodmangel, aber auch eine extrem hohe Jodaufnahme zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen.

 

Schilddrüsenunterfunktion-Ursache: Das Gehirn produziert fehlerhafte Signale

Bei der sekundären und der tertiären Hypothyreose liegen die Ursachen außerhalb der Schilddrüse. Bei beiden Formen der Schilddrüsenunterfunktion sind die Ursachen im Gehirn zu finden: Das sogenannte Hypothalamus-Hypophysen-System steuert unter anderem die Hormonproduktion in den Drüsen, auch in der Schilddrüse. Die beiden Hirnbereiche produzieren selbst verschiedene Hormone, die auf die Drüsen einwirken und die Hormonproduktion ankurbeln oder hemmen. Produziert die Hypophyse (Hirnanhangdrüse) – genauer gesagt der Hypophysen-Vorderlappen – nicht die entsprechenden Signalstoffe für die Schilddrüse, tritt eine sekundäre Schilddrüsenunterfunktion auf. Liegt die Störung im Hypothalamus, sprechen Mediziner von einer tertiären Schilddrüsenunterfunktion. Beide Hypothyreose-Formen kommen sehr selten vor.

Symptome
Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.