Scheidenflora aufbauen: Die 5 besten Tipps für eine gesunde Vagina

Miriam Mueller-Stahl Medizinredakteurin

Ob durch die Einnahme von Antibiotika, Sex oder hormonelle Veränderungen – die Vagina reagiert sehr empfindlich und ihr Milieu kann schnell aus dem Gleichgewicht geraten. Mit diesen Tipps können Sie die Scheidenflora aufbauen.

Inhalt
  1. Lebensmittel mit Milchsäurebakterien: Essen für eine gesunde Vagina
  2. Wasser zum Aufbau der Scheidenflora
  3. Auf Zucker verzichten gegen Scheidenpilz
  4. Künstliche Hormone vermeiden zur Regeneration der Scheidenflora
  5. Sanfte Intimpflege hilft beim Aufbau der Scheidenflora

Die Scheidenflora besteht aus zahlreichen Mikroorganismen, vor allem Milchsäurebakterien. Diese sorgen dafür, dass sich keine gefährlichen Bakterien und Keime niederlassen. Das Milieu der Vagina liegt im Normalfall bei einem pH-Wert zwischen 3,8 und 4,4. Durch Faktoren, wie Einnahme von Antibiotika, Sex oder hormonelle Veränderungen kann es jedoch schnell aus dem Gleichgewicht geraten. 

 

Lebensmittel mit Milchsäurebakterien: Essen für eine gesunde Vagina

Wenn das Milieu der Vagina nicht mehr in seiner natürlichen Balance ist, hilft es, Milchsäurebakterien über die Nahrung zu sich zu nehmen. Denn diese halten die Scheidenflora im Gleichgewicht. Vor allem Kombucha und griechischer Joghurt sollten auf dem Speiseplan stehen, da diese Lebensmittel besonders viele Milchsäurebakterien enthalten.

Achtung: Es existiert der Mythos, dass ein in Joghurt getränkter Tampon hilft, die Scheidenflora aufzubauen. Das hilft jedoch nicht und kann sogar schädlich sein.

 

Wasser zum Aufbau der Scheidenflora

Ausreichend Wasser zu trinken, ist die einfachste Methode für eine gesunde Vagina. Es schwemmt Krankheitserreger und Bakterien aus. So ist es möglich, Blasenentzündungen und anderen Krankheiten im Intimbereich vorzubeugen. Zudem sorgt eine ausreichende Flüssigkeit dafür, dass die Scheide feucht bleibt und nicht austrocknet. Auch eine unangenehme Geruchsbildung wird durch die Flüssigkeitszufuhr vermieden.

 

Auf Zucker verzichten gegen Scheidenpilz

Wer häufig unter einer Pilzinfektion leidet, sollte möglichst wenig Zucker zu sich nehmen. Pilze ernähren sich von Zucker und breiten sich durch die Aufnahme immer weiter im Körper aus. Vor allem in einer akuten Krankheitsphase ist es daher wichtig, auf zuckerhaltige Nahrungsmittel zu verzichten.

 

Künstliche Hormone vermeiden zur Regeneration der Scheidenflora

Künstlich zugeführte Hormone können das empfindliche Milieu angreifen. Das gilt vor allem für hormonelle Verhütungsmittel.

Wer häufig unter einer angegriffenen Scheidenflora leidet, sollte daher in Betracht ziehen, eine Alternative zu hormonellen Verhütungsmethoden zu suchen.

Doch auch über die Nahrung können fremde Hormone in den Körper gelangen. Wer Fleisch und Milchprodukte aus Massentierhaltung isst, nimmt zeitgleich zahlreiche Hormone zu sich. Daher lieber auf tierische Produkte aus biologischem Anbau zurückgreifen.

 

Sanfte Intimpflege hilft beim Aufbau der Scheidenflora

Aggressive Waschlotionen zerstören das natürliche Milieu der Vagina.

Um den pH-Wert zu bewahren, ist es daher wichtig, milde Pflegeprodukte zu verwenden. Am besten ist es sogar, die Vagina lediglich mit warmem Wasser zu reinigen. So können Sie ganz einfach die Scheidenflora wieder aufbauen.

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