Scharlach–Symptome: Von Fieber bis zur „Himbeerzunge“

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Die Scharlach-Symptome ähneln anfangs meistens jenen einer Hals- oder Mandelentzündung. Praxisvita erklärt, welche Symptome auf die Krankheit hinweisen und was hilft.

Bei Scharlach ähneln die Symptome anfangs meistens jenen einer Hals- oder Mandelentzündung, innerhalb weniger Tage entwickelt sich allerdings das typische Krankheitsbild. Die Inkubationszeit – also die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch von Scharlach – liegt bei zwei bis vier Tagen. Danach setzen die ersten Scharlach-Symptome relativ plötzlich ein.

 

Erste Scharlach-Symptome

Die Mund- und Rachenschleimhaut ist bei Scharlach dunkelrot gefärbt, die Zunge zunächst belegt. Nach einigen Tagen löst der Belag sich jedoch ab und die Zungenoberfläche sieht leuchtend rot aus. Diese so genannte Himbeerzunge ist eines der klassischen Scharlach-Symptome.

Die sogenannte „Himbeerzunge“ ist ein typisches Symptom für Scharlach
Die sogenannte „Himbeerzunge“ ist ein typisches Symptom für Scharlach© Corbis
 

Scharlach-Symptome auf der Haut

Nach ein bis zwei Tagen entwickelt sich ein Ausschlag mit vielen kleinen roten Pünktchen, die leicht erhaben sind. Teilweise fühlt die Haut sich wie Sandpapier an. Der typische Scharlach-Ausschlag breitet sich bei Kindern meist von der Leisten- und Oberschenkelgegend über den restlichen Körper aus, bei Erwachsenen beginnt er auch häufig am Oberkörper. Besonders stark sind meist die Achseln, die Innenseite der Oberschenkel und die Wangen betroffen. Die Handflächen und Fußsohlen hingegen bleiben bei Scharlach meist frei vom Ausschlag, ebenso der Bereich um den Mund herum. Gerade im Kontrast zu den roten Wangen wirkt die Mundgegend oft sehr blass, weshalb dieses Scharlach-Symptom auch als „Milchbart“ bezeichnet wird.

Nach ungefähr einer Woche klingt der Hautausschlag bei Scharlach wieder ab. Dafür beginnt die Haut nun, sich zu schuppen: zuerst im Gesicht, dann an Oberkörper, Armen und Beinen. Zuletzt – und oft besonders stark – schuppt sich die Haut an Händen und Füßen. Allerdings entwickelt nicht jeder Betroffene diese Scharlach-Symptome der Haut gleichermaßen.

 

Mögliche Komplikationen bei Scharlach

Eine Mittelohrentzündung oder eine Nasennebenhöhlenentzündung können entstehen, wenn die Streptokokken sich vom Hals aus in diese Regionen ausbreiten. Das rheumatische Fieber und die Glomerulonephritis hingegen sind Spätfolgen, die sich erst entwickeln, nachdem die Scharlach-Symptome längst abgeklungen sind. In den westlichen Ländern kommen diese Komplikationen durch die gute medizinische Versorgung heute nur noch selten vor.

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