Schafgarbe - natürliche Hilfe bei Magen-Darm-Problemen

Die Schafgarbe enthält viele Bitterstoffe und lindert Appetitlosigkeit sowie Verdauungsstörungen. Sie wirkt antibakteriell, adstringierend, krampflösend und fördert Ausscheidungen der Galle.

Schafgarbe auf einer Wiese
Die Blüten der Schafgarbe werden als Bitter-Tonika bei Verdauungsstörungen und Koliken eingesetzt© Fotolia
 

Schafgarbe: Anwendung und Heilwirkung

Definition Schafgarbe

Bezeichnung: Achillea millefolium Familie: Korbblütler (Asteraceae) Art: Gemeine Schafgarbe

Die Schafgarbe enthält reichlich Bitterstoffe und kommt so hauptsächlich bei Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen zur Anwendung. Die medizinische Überprüfung durch die Kommission E (BfArM/BGA) ergab eine Wirksamkeit für das Kraut und die Blüten der Pflanze. Sie wirken antibakteriell, adstringierend, krampflösend und fördern Ausscheidungen der Galle.

Schafgarbe hilft bei Appetitlosigkeit sowie leichten Magen-Darm-Krämpfen. Als Sitzbad soll sie bei Vaginalinfekten mit Juckreiz, Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden Linderung verschaffen.

 

In der Schafgarbe enthaltene Wirkstoffe

Alkaloide (Bitterstoffe), Ätherisches Öl, Cumarine, Flavonoide, Gerbstoffe, , Polyine, Salicylsäure, Triterpene

 

Verbreitung

Die Schafgarbe kommt in ganz Europa und Nordasien vor. Sie wächst auf Weiden, Wiesen und an Wegrändern.

 

Botanik

Blüte der Schafgarbe
Die Blüten der Schafgarbe werden in Dampfbädern zur Pflege der Gesichtshaut eingesetzt© Fotolia

Die Blätter der Schafgarbe sind fiederteilig bis ganzrandig. Die Blüten der Schafgarbe sind klein und weiß oder gelb. Der Hauptschirm der Pflanze hat einen Durchmesser von vier bis 15 Zentimetern.

 

Andere Namen für die Schafgarbe

Gemeine Schafgarbe, Gewöhnliche Schafgarbe, Bauchwehkraut, Achilleskraut, Kachel, Schafzunge, Schafrippe, Tausendblatt, Blutstillkraut, Wundkraut

Wissenswertes über Schafgarbe

Die Schafgarbe war Deutschlands Heilpflanze des Jahres 2004 (Heilkräuterfreunde Deutschlands).

Ihren wissenschaftlichen Namen verdankt die Pflanze der griechischen Sagenwelt. Demnach soll der Halbgott Achilles die Wunden seiner Krieger, der Myrmidonen, mit Schafgarbe behandelt haben. Der deutsche Name rührt daher, dass die Pflanze eine der Leib- und Magenspeisen von Schafen ist.

Auch in anderen Bereichen ist Schafgarbe immer wieder einmal zu finden. So kommen ihre Extrakte manchmal in Anti-Schuppenshampoos zum Einsatz. Eher selten, und nur regional ist die Verwendung als Gewürz oder Salatbestandteil.

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