Sarsaparilla: Mit Stechwinde gegen Harnwegsinfektionen

Redaktion PraxisVITA

Sarsaparilla ist ein homöopathisches Mittel, das vor allem bei Erkrankungen der Harnwege Anwendung findet. Es wird aus der Wurzelrinde der Stechwinde gewonnen. Was man bei der Anwendung beachten muss?

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Sarsaparilla wird von Homöopathen auch bei Hautkrankheiten genutzt Foto:  iStock/mirzamlk
Inhalt
  1. Sarsaparilla: Was ist das?
  2. Gegen welche Beschwerden wird Sarsaparilla angewandt?
  3. Wie wird Sarsaparilla dosiert und angewendet?
  4. Sarsaparilla für Baby und Kind?
 

Sarsaparilla: Was ist das?

Sarsaparilla ist der wissenschaftliche Name der Stechwinde, einer Pflanze, die auch unter dem Namen Steckweide bekannt ist. Hauptverbreitungsgebiete sind Südamerika und die Karibik. Die Pflanze gehört zu den Liliengewächsen und hat große, herzförmige Blätter. Ihre Wurzeln können mehrere Meter lang werden, sodass sich die Pflanze mit ihnen quasi an Felsvorsprüngen festklammern kann. Für die Herstellung homöopathischer Mittel wird die Wurzelrinde verwendet, und zwar in verdünnter Form (potenziert).

 

Gegen welche Beschwerden wird Sarsaparilla angewandt?

Eines der wichtigsten Anwendungsgebiete von Sarsaparilla sind Krankheiten der Harnwege. Aber auch bei Hautproblemen sowie bei Muskel- und Gelenkbeschwerden soll die Stechwinde helfen können.

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Homöopathen nutzen Sarsaparilla typischerweise bei folgenden Krankheiten und Zuständen des Körpers:

Beschwerden und Symptome, die auf Sarsaparilla als passendes Mittel hindeuten, bessern sich im Stehen und verschlimmern sich im Winter und Frühling, bei frischer Luft sowie nachts und morgens.

 

Wie wird Sarsaparilla dosiert und angewendet?

Sarsaparilla gibt es, wie die meisten homöopathische Mittel, in verschiedenen Darreichungsformen: Streukügelchen (Globuli), Tabletten oder Tropfen. In der Selbstbehandlung kommen meist die Potenzen C12, D6 und D12 zum Einsatz. Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte empfiehlt für die Selbstbehandlung bis zu viermal täglich eine Gabe (zwei bis drei Stück) Globuli der Potenz C12.

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Bei akuten Beschwerden, vor allem der Harnwege, kommen auch die genannten D-Potenzen zum Einsatz. Bei chronischen Krankheiten, beispielsweise bei Schuppenflechte, Rheuma oder Gicht werden höhere Potenzen empfohlen, deren genaue Dosierung mit einem erfahrenen Homöopathen abgesprochen werden sollte.

 

Sarsaparilla für Baby und Kind?

Sarsaparilla eignet sich bei den genannten Krankheiten und Beschwerden auch für Babys und Kleinkinder. Treten Harnwegsinfekte in Kombination mit Fieber oder starken Schmerzen auf, ist der Gang zum Kinderarzt jedoch zwingend notwendig. Er kann eine schulmedizinische Behandlung einleiten und gegebenenfalls Sarsaparilla als unterstützendes Mittel empfehlen.

Auch Hautkrankheiten wie Milchschorf oder Ekzeme sollte man dem Kinderarzt zeigen, bevor man diese mit Sarsaparilla behandelt. Wenn er homöopathisch geschult ist, kann er zur korrekten Anwendung, der richtigen Potenz und Dosierung beraten. Andernfalls lässt sich die Behandlung nach einem Besuch bei einem Heilpraktiker erweitern.

Hinweis: Die spezifische Wirksamkeit von Homöopathie wird in der Wissenschaft diskutiert. Dennoch ist Homöopathie als sanfte Heilmethode sehr beliebt.

Quellen:

  • Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte, in: dvzhae.de
  • Sommer, S. (2015): Homöopathie. Alltagsbeschwerden selbst behandeln. Gräfe und Unzer Verlag, München
  • Stumpf, W. (2015): Homöopathie für Kinder. Gräfe und Unzer Verlag, München
  • Wiesenauer, M. & Kirschner-Brouns, S. (2007): Homöopathie – Das große Handbuch. Gräfe und Unter Verlag, München
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