Sanfte Hilfe gegen juckende Haut

Redaktion PraxisVITA
Johanniskraut gegen Schuppenflechte
Mit Johanniskraut-Extrakt wird die chronisch-entzündliche Schuppenflechte über verschiedene Mechanismen besänftigt © istock

Bisher waren cortisonhaltige Präparate oft die einzige Möglichkeit, juckende Hautkrankheiten wie Schuppenflechte, Neurodermitis und Ekzeme zu lindern – mit nur kurzem Effekt, aber zahlreichen Nebenwirkungen. Eine neue Therapie verspricht Betroffenen endlich die lang ersehnte Hilfe auf natürliche Weise.

Sie ist weit mehr als eine Hauterkrankung, denn nicht nur das unerträgliche Jucken und Kribbeln plagt die Betroffenen: Untersuchungen haben ergeben, dass Schuppenflechte-Patienten fast doppelt so häufig an Depressionen erkranken wie gesunde Menschen.

Die Erkrankten sind stets auf der Suche nach neuen, möglichst schonenden Behandlungsmöglichkeiten. Jetzt haben Forscher erstmals den Einfluss von Johanniskraut auf die chronische Hautkrankheit untersucht. Kann auch die Naturheilkunde bei Schuppenflechte helfen?

 

Johanniskraut lindert Schuppenflechte

Die topische Behandlung mit Johanniskraut-Extrakt verbesserte bei Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis) nicht nur äußerlich sichtbare Verletzungen der Haut, sondern verringerte auch den Gehalt des Botenstoffs im psoriatrischen Gewebe, der an nahezu allen Entzündungsreaktionen beteiligt ist.

An der Studie nahmen 20 Patienten mit leichter bis mittelschwerer Psoriasis teil. Unter Johanniskraut-Extrakt wurde ein deutlicher Rückgang von Rötung, Schuppung und sogenannter Plaque-Dicke (verdickte, schuppige Hautstellen) beobachtet.

Zur Wirksamkeit und Verträglichkeit der topischen Anwendung von Johanniskraut-Zubereitungen liegen bereits einige klinische Studien vor, z. B. zur Anwendung bei Wundheilung, Neurodermitis, Schuppenflechte und Herpes simplex-Infektionen.

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