Heilpflanzenlexikon

Safran – seine Inhaltsstoffe wirken krampflösend

Safran ist eine Krokus-Art, die im Herbst lila blüht. Er aber ist nicht nur schön anzusehen, sondern wird auch zur Behandlung von Krämpfen oder Asthma eingesetzt.

Safranblüte
Safran blüht einmal im Jahr. Die Narbenäste der Blüte stellen das spätere Safran-Gewürz dar© shutterstoc
 

 

 

Safran: Anwendung und Heilwirkung

Verwendeter Pflanzenteil sind die getrockneten Stempelfäden der Blüte. Die volksmedizinischen Anwendungsbereiche von Safran sind Krämpfe, Asthma sowie als Nervenberuhigungsmittel. Allerdings ist eine entsprechende Wirksamkeit bislang nicht nachgewiesen, weshalb die Kommission E (BGA/BfArM) eine entsprechende Verwendung auch negativ bewertet. Safran ist giftig, jedoch sind die zum Würzen und Färben von Speisen gebräuchlichen Mengen in der Regel unbedenklich. Eine Tagesdosis von bis zu 1,5 Gramm ist vertretbar. Ab 5 g kann Safran abortiv wirken. Deswegen sollte Safran in der Schwangerschaft generell gemieden werden. Eine Dosis von 20 Gramm gilt bereits als tödlich.

Definition SafranBezeichnung: Crocus sativusFamilie: Schwertiliengewächse (Iridaceae)Gattung: Krokusse (Crocus)Art: Safran

 

In Safran enthaltene Wirkstoffe

Ätherisches Öl (v.a. Picrocrocin, durch Trocknung Safranal), Terpene, Carotinoide (Crocine)

 

Botanik

Der Safran ist eine mehrjährige Knollenpflanze. Seine Blätter sind schmal und haben einen weißen Mittelstreifen. Der Safran blüht im Herbst für etwa 2 Wochen violett. Die Blüten besitzen einen Griffel, der sich in drei etwa 2-3 cm lange rote Narbenschenkel verzweigt und damit die Stempelfäden bildet. Safran kann nur über Knollenteilung vermehrt werden.

Safranfäden
Um ein Kilogramm Safran zu gewinnen, benötigt man etwa 150.000 bis 200.000 Blüten© shutterstoc
 

Verbreitung

Safran ist eine Kulturpflanze. Anbaugebiete sind Iran, die Kaschmirregion, Türkei und der Mittelmeerraum mit Griechenland, Italien, Südfrankreich, Spanien und Marokko. Kleine Anbaugebiete gibt es auch in Österreich und in der Schweiz.

 

Andere Namen für Safran

Echter Safran

Wissenswertes über Safran

In der Antike war die medizinische Anwendung von Safran bei Griechen und Römer zur Behandlung von gynäkologischen Beschwerden bekannt. Vermutlich stand jedoch auch damals der Einsatz als Gewürz und Farbstoff im Vordergrund. Im Mittelalter färbte man mit Safran auch Textilien. So ist aus der Republik Venedig überliefert, dass Juden einen mit Safran gefärbten Hut zu tragen hatten.

Heute findet Safran in erster Linie als Gewürz oder Lebensmittelfarbe Verwendung. Vor allem die aufwendige Ernte von Hand macht Safran nach wie vor zu einem der teuersten Gewürze der Welt.

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