Information

Rückruf: Diese Atemschutzmasken schützen nicht vor Corona

Luise Bergelt

Die europäische Komission ruft Atemschutzmasken zurück, da sie nicht ausreichend geprüft wurden. Um diese Produkte handelt es sich.

Inhalt
  1. Warnung vor gefälschten FFP2-Masken
  2. Welche Masken sind betroffen?
  3. Grund der Warnung
  4. Wie können mangelnde Masken vermieden werden?

Eine Mund-Nasen-Bedeckung dient in Zeiten der Corona-Pandemie als Schutz für sich selbst und vor allem zum Schutz seiner Mitmenschen. Doch der Schein der Schutzmaske kann trügen. Diese Atemschutzmasken wurden jetzt wegen mangelnder Prüfung zurückgerufen.

 

Warnung vor gefälschten FFP2-Masken

Das Schnellwarnsystem für gefährliche Non-Food-Produkte der Europäischen Union (RAPEX) warnt vor bereits in Europa vertriebenen Masken ohne Zertifizierung als Schutzausrüstung. Die Einfuhr der „falschen“ Masken, die dem gekennzeichnetem Schutz nicht gerecht werden, wurde bereits gestoppt. Die Masken wurden bereits in Malta, Estland, Polen und Belgien aufgefunden.

 

Welche Masken sind betroffen?

  • Maskentyp: FFP2 Atemschutzmaske
  • Marke: HANVICO und INUAN
  • Kennzeichnung: KN95 / FFP2
  • Firma: KSL
 

Grund der Warnung

Die betroffene Maske sei mit der CE-Kennzeichnung ausgezeichnet. Diese besagt, dass das gekennzeichnete Produkt allen geltenden europäischen Vorschriften entspricht und von den vorgeschriebenen Konformitätsbewertungsverfahren geprüft wurde. Doch genau dies ist nicht der Fall: die Masken wurde nicht geprüft und wurden nicht als Schutzausrüstung zertifiziert. Es besteht also die Möglichkeit, dass die europäischen Gesundheits- und Sicherheitsanforderung von der Maske nicht erfüllt werden und die Masken daher nicht ausreichend schützen. 

Selbst genähte Atemschutzmasken liegen auf einem Waschbecken
Krankheiten & Behandlung Atemschutzmasken gegen Corona: Virologe erklärt, welche wirklich schützen

 

Wie können mangelnde Masken vermieden werden?

Beim Kauf einer FFP2/KN95 Maske sollten Sie immer nach der entsprechenden Zertifizierung fragen, denn oft verkaufen sogar selbst Apotheken Schutzmasken mit ungültigen oder unechten Zertifikaten wie ECM (CE1282) oder ICR (CE2703) und diversen anderen nichtssagenden Zertifikaten. Orientieren sie sich daher ausschließlich an dem Zertifikat der europäischen Norm EN149. Zudem muss bei einer genehmigten FFP2 Maske auch immer ein Schnelltest und eine behördliche Genehmigung einsehbar sein. Fehlt eine CE-Kennzeichnung mit vierstelliger Nummer der zertifizierten Stelle, so ist das Produkt keine echte FFP2-Maske. Bei Verdacht auf eine Fälschung der Zertifizierung sollte unbedingt die Marktaufsichtsbehörde informiert werden.

Sesambagel und Kümmelkäse
Service Rückruf von Käse und Backware: Gefahr von Fremdkörpern und Pestiziden

Quelle:

Safety Gate: Rapid Alert System for dangerous non-food products - most recent alerts, in: Europäische Komission

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2020 praxisvita.de. All rights reserved.