Rückruf-Aktion: Finger weg von diesem Tee!

Carolin Banser Medizinredakteurin
Herzrasen oder Übelkeit drohen: Rossmann hat den Rückruf eines Pfefferminz-Tees gestartet
Herzrasen oder Übelkeit drohen: Rossmann hat den Rückruf eines Pfefferminz-Tees gestartet © Alamy

Passionierte Tee-Trinker aufgepasst: Die Drogeriemarkt-Kette Rossmann ruft den „King’s Crown“ Kräutertee in der Geschmacksrichtung Pfefferminze zurück. Lesen Sie hier alles zu den Hintergründen.

Kalorienfrei, gesund und lecker: Das ist Tee in all seinen Varianten. Die Kräuter in den verschiedenen Sorten regen den Stoffwechsel an, beruhigen die Nerven und sind das Mittel der Wahl bei Erkältungen. Doch von einem ganz bestimmten Tee sollten Sie jetzt besser Abstand halten.

Schadstoffe im Pfefferminz-Tee

Wer den Pfefferminz-Tee der Marke „King's Crown“ von Rossmann zu Hause hat, sollte umgehend die Produktnummer überprüfen. Der Grund: In dem Kräutertee wurden sogenannte Tropanalkaloide festgestellt. Das Unternehmen weist darauf hin, dass alle Packungen mit der Aufschrift „L-Nr. 4516-02578“, „L-Nr. 5016-02578“ und „L-Nr. 0317-03675“ nicht mehr verwendet werden sollten und an die Drogeriekette Rossmann zurückgebracht werden können. Die Nummer finden Sie auf der Rückseite des Artikels. Der Kaufpreis wird erstattet. Die Filialen selbst haben das Produkt bereits aus dem Handel genommen.

Weitere Informationen erhalten Bürger beim Rossmann-Kundenservice unter der Rufnummer 0800/76 77 62 66.

Kräutertee „King’s Crown“ in der Geschmacksrichtung Pfefferminze
Der Kräutertee „King’s Crown“ in der Geschmacksrichtung Pfefferminze enthält Pflanzengifte, die gesundheitliche Schäden hervorrufen können©  Dirk Rossmann GmbH

So gefährlich sind Tropanalkaloide

Tropanalkaloide sind natürliche Inhaltsstoffe bestimmter Pflanzen, wie z.B. der Tollkirsche, Bildenkraut und dem Stechapfel. Da diese auf Getreidefeldern angebaut werden, kann es zu einer Verunreinigung der Ernte kommen. Das Unternehmen gibt an, dass versehentlich mitgeerntete Beikräuter in den Verarbeitungsprozess gelangt sind.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung betont, dass Tropanalkaloide bereits in nied­riger Dosierung die Herz­frequenz beeinflussen und dem zentralen Nerven­system schaden können. Typische Folgen: erweiterte Pupillen, schneller Puls, Verwirrtheit, Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen, Übelkeit und Herzrhythmusstörungen.

Pfefferminze selbst anbauen

Viele Fertig-Tee-Mischungen enthalten bedenklich hohe Schadstoff-Konzentrationen. Wer seine Pfefferminze selbst anbaut, kann sicher sein, dass keine giftigen Pflanzenstoffe mit in den Tee gelangen. Wie das funktioniert und was bei der Zubereitung des beliebten Heißgetränks zu beachten ist, erfahren Sie hier.

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