Rückenschmerzen: Wann ist es ein Bandscheibenvorfall?

Ein Indiz für einen Bandscheibenvorfall sind starke Rückenschmerzen
Ein Indiz für einen Bandscheibenvorfall sind starke Rückenschmerzen © shutterstock

Wenn Sie unter besonders starken Rückenschmerzen leiden, kann dies ein Indiz für einen Bandscheibenvorfall sein und Sie sollten sich von einem Arzt untersuchen lassen. Durch welche konkreten Symptome sich ein Bandscheibenvorfall äußert, erklärt Praxisvita.

 

Bandscheibenvorfall: Das sind die Symptome

Ein Bandscheibenvorfall äußert sich häufig durch starke Rückenschmerzen, die in die Arme und Beine ausstrahlen und die Bewegungsfähigkeit einschränken. Spätestens wenn Sie Symptome wie Taubheitsgefühle in den Extremitäten haben, unter massiv bewegungseingeschränkenden Rückenschmerzen leiden und gleichzeitig Schwierigkeiten beim Atmen auftreten, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

 

Konservative Therapie

In den meisten Fällen lässt sich ein Bandscheibenvorfall durch eine konservative Therapie erfolgreich behandeln. Diese setzt sich aus zwei Säulen zusammen: Schmerzen lindern und Rückenmuskulatur normalisieren. Zu Beginn der Therapie kommen schmerz- und entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz. Sind die Schmerzen sehr stark, kann der Arzt im Einzelfall auch örtlich Kortison oder betäubende Mittel spritzen. Gleichzeitig kann auch Wärme, beispielsweise in Form von Rotlicht-Bestrahlung, helfen. Sie regt die Durchblutung in der Haut an und lockert die versteifte Rückenmuskulatur. Durch die konservative Therapie sollten sich die Beschwerden spätestens nach sechs bis acht Wochen deutlich bessern oder ganz verschwinden.

 

Rückenmuskulatur stärken

Bettruhe und schonende Maßnahmen sind bei einem Bandscheibenvorfall nur in seltenen Fällen angebracht. Stattdessen sollten Sie mit einer Physiotherapie beginnen, die bei konsequenter Ausführung Ihre Wirbelsäule entlastet. Auch Bewegung kann die Heilungschancen verbessern, allerdings sollten Sie geeignete Sportarten mit ihrem Arzt absprechen. Des Weiteren können auch Massagen, Entspannungsübungen und spezielle Bewegungstherapien wie beispielsweise Aqua-Gymnastik helfen.

 

Operation als letzter Ausweg

Die Operation eines Bandscheibenvorfalls kommt nur dann infrage, wenn die konservative Therapie nicht anschlägt oder er Lähmungen hervorruft. Auch bei besonders schweren Formen von Bandscheibenvorfällen, die sich durch Symptome wie Blasen- und Stuhlinkontinenz sowie Taubheitsgefühle im Genital- und Analbereich äußern, muss operiert werden.

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