Rücken- oder Gelenkschmerzen: Mehr als die Hälfte der Erwachsenen betroffen

Glückliches Paar
Ein entspannter und glücklicher Alltag? Das ist für viele Menschen mit Gelenkschmerzen kaum möglich © Fotolia

Eine internationale Umfrage zeigt, dass in Deutschland mehr als die Hälfte der Erwachsenen mindestens einmal pro Woche unter körperlichen Schmerzen leidet. Jeder fünfte Betroffene bezeichnet seine Schmerzen dabei als schwer.

Damit befindet sich Deutschland auf Platz 6 von 14 Ländern, die für den „Global Pain Index“(GPI) untersucht wurden. Für die internationale Umfrage hat GSK Consumer Healthcare mehr als 7.000 Personen über 18 Jahren befragt.

 

Schmerzen gehen über das Leben der Betroffenen hinaus

Die Untersuchung zum Einfluss von körperlichen Schmerzen auf Betroffene und ihre soziale Umgebung verdeutlicht: Das Erleben von Schmerzen ist nicht nur subjektiv und daher individuell unterschiedlich. Es hat auch weitreichende Folgen. Diese Einschätzung teilt auch Schmerzexpertin Dr. Ariane Burtscher, Chefärztin des Zentrums für Schmerztherapie der Schön Klinik Harthausen: „Die Umfrage verdeutlicht, dass die Mehrheit der Deutschen an körperlichen Schmerzen leidet. Beunruhigend ist dabei, dass 78 Prozent der Betroffenen aufgrund ihrer Schmerzen sogar gezwungen sind, ihre tägliche Routine zu ändern. Schmerzen hindern sie einfach daran, sich mühelos und frei zu bewegen und den Tag zu genießen. Sie schränken aber auch die Fähigkeit der Betroffenen ein, mit anderen zu interagieren.“

 

Schmerzen belasten das Liebesleben

Schmerzen werfen auch im Alltag Schatten auf unser Gefühls- und Liebesleben: Jeder zweite betroffene Deutsche (50 Prozent) gibt an, dass sein Liebesleben durch Beschwerden wie Rückenschmerzen, einen steifen Nacken oder Knieschmerzen beeinträchtigt wird. Ursache dafür sind nicht nur die Schmerzen, sondern auch ihre indirekten Folgen: 41 Prozent der betroffenen Deutschen empfinden sich aufgrund körperlicher Schmerzen als weniger attraktiv.

 

Das Sozialleben leidet unter den Schmerzen

Doch körperliche Schmerzen beeinträchtigen nicht nur das Verhältnis zum Lebenspartner. Fast zwei Drittel aller Betroffenen (62 Prozent) glauben, dass Schmerzen auch die eigene Familie und Freunde belasten. Fast die Hälfte der Schmerzleidenden (45 Prozent) wird daran gehindert, auszugehen, und rund ein Drittel der Betroffenen (30 Prozent) glaubt sogar, dass Schmerzen sie daran hindert, Freundschaften aufrechtzuerhalten.

 

Was hilft bei Schmerzen?

Bei schmerzenden Gelenken – etwa beim Knie – nehmen Betroffene oft eine sogenannte Schonhaltung ein. Sie vermeiden Bewegung. Dadurch werden die Beschwerden jedoch nur noch schlimmer. Besser ist, sich leicht zu bewegen und sanfte Übungen zu machen. Dadurch wird der Gelenkknorpel mit Nährstoffen versorgt – das kann  Schmerzen verhindern, bevor sie entstehen. Hinzu kommt: Wer sich regelmäßig bewegt oder kontinuierlich trainiert, der ist auch in seiner restlichen Freizeit unternehmungslustiger und bewertet seine Lebensqualität positiver als jemand, der sich wenig bewegt.

Spezielle Cremes oder Gele mit dem entzündungs- und schmerzhemmenden Wirkstoff Diclofenac (z. B. in Voltaren Schmerzgel, Apotheke) können Betroffenen helfen, die Bewegung in den Alltag einzubauen. Schon drei bis vier Anwendungen täglich mit dem Gel genügen. Betroffene mit regelmäßig wiederkehrenden oder andauernden körperlichen Schmerzen sollten in jedem Fall einen Arzt aufsuchen, um die Ursache der Schmerzen festzustellen.

Hamburg, 25. Februar 2016

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