Rotlicht: Behandlung von Gerstenkörnern, Erkältungen und Akne

Redaktion PraxisVITA
Rotlicht hilft bei einem Gerstenkorn
Eine Sitzung mit Rotlicht kann ein Gerstenkorn am Auge heilen © Fotolia

Rotlicht war lange Zeit vergessen. Dabei haben ihre warmen Strahlen bei Beschwerden wie Erkältungen, Gerstenkorn und Muskelverspannung eine heilsame Wirkung. Warum Rotlicht so wirkungsvoll ist, lesen Sie hier.

Kaum ein deutscher Haushalt, in dem nicht eine Rotlichtlampe im Schrank steht. Früher hat man sie bei Erkältungen oft herausgeholt, dann geriet sie bei vielen von uns ein wenig in Vergessenheit. Dabei ist das Gerät mit dem wärmenden Rotlicht ist nach wie vor äußerst nützlich.

Kleine Modelle gibt es schon ab etwa 10 Euro im Kaufhaus. Größere, mit stärkerer Leistung und Funktionen wie Abschaltautomatik und Überhitzungsschutz, kosten etwas mehr: Es gibt sie ab ca. 50 Euro.

 

Was ist Rotlicht?

Infrarotstrahlen bilden einen Teil des natürlichen Lichtspektrums der Sonne. Sie sind für das menschliche Auge nicht sichtbar, spüren können wir sie trotzdem. Denn diese Strahlen sind es, die uns Sonnenlicht als warm empfinden lassen. Die Wärmeabstrahlung macht auch den Effekt der Lampen aus. Die erzeugte Wärme vom Rotlicht dringt ins Gewebe und beschleunigt die lokale Durchblutung und den Gewebestoffwechsel. Das setzt Heilprozesse in Gang.

 

Rotlicht: Wobei hilft die Lampe?

Sie kann vielfältig verwendet werden, besonders oft kommt sie bei Erkältungen zum Einsatz. Gerade bei Schnupfen oder vereiterten Nasenneben- oder Stirnhöhlen hilft die Lampe sehr gut. Das Rotlicht verflüssigt das festsitzende Sekret, lässt die Nasenschleimhaut abschwellen und wirkt entzündungshemmend. Außerdem wirkt die Infrarot-Sitzung wie eine Schwitzkur und kurbelt so die Selbstheilungskräfte an.

Besonders gut ist die Infrarot-Behandlung auch bei Muskelverspannungen. Weil die Durchblutung angeregt wird und Schlackenstoffe abtransportiert werden, lösen sich die Muskelverhärtungen. Die Wärme dringt wenige Millimeter in die Haut und wird von dort in tiefere Gewebeschichten weitergeleitet. Auch bei Rheuma, Gelenk- oder Nervenschmerzen hilft das heilende Licht. Ein weiterer Bereich sind Hauterkrankungen wie etwa Akne oder ein Gerstenkorn am Auge.

 

Rotlich: Wie wendet man es an?

Da die Strahlen die Augen verletzen können oder bei zu langer Anwendung bzw. zu geringem Abstand Verbrennungen verursachen können, sind gewisse Vorsichtsmaßnahmen nötig. Halten Sie beim Benutzen von Rotlicht immer einen Abstand von ca. 30 bis 80 cm zum Strahler (Herstellerangaben beachten). Schließen Sie die Augen und tragen Sie am besten zusätzlich eine spezielle Schutzbrille, wie sie auch in Solarien benutzt wird (Sanitätsfachhandel).

Je nach Beschwerde richten Sie die Lampe direkt auf den zu behandelnden Bereich. Therapiert wird mit kurzen Sitzungen (maximal 15 Minuten) und bis zu dreimal täglich. Ein Gerstenkorn bestrahlen Sie z. B. dreimal täglich ca. 10 Minuten. Wer akut Schmerzmittel einnimmt, sollte die Lampe nicht verwenden, weil dann die Verbrennungsgefahr erhöht ist. Während und direkt nach dem Benutzen die Lampe nicht anfassen, da sie sehr heiß wird.

 

Schutz für empfindliche Haut

Wie UV-A-Strahlen kann auch Infrarot der Haut schaden, sie altern lassen. Wird Rotlicht ab und zu benutzt, ist das zu vernachlässigen. Wer aber oft in die Infrarot-Sauna geht oder die Lampe regelmäßig nutzt, kann Cremes mit Infrarot-Schutz verwenden.

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