Rote Flecken im Gesicht: Ursachen und Behandlung

Redaktion PraxisVITA

Gerade im Gesicht fallen rote Flecken schnell auf. Alles über die vielfältigen Ursachen und die Behandlung des Hautausschlags.

Rote Flecken im Gesicht können unterschiedliche Ursachen haben.
Rote Flecken im Gesicht können ganz unterschiedliche Ursachen haben Foto:  iStock/Wpadington
Inhalt
  1. Häufige Ursachen von roten Flecken im Gesicht
  2. Welche Symptome können noch auftreten?
  3. Behandlung von roten Flecken im Gesicht

Rote Flecken im Gesicht sind häufig harmlos. Bestehen sie jedoch länger oder nehmen sie an Zahl oder Größe zu, ist ein Arztbesuch fällig. Dieser kann die Ursachen klären und die richtige Behandlung festlegen. Das gilt auch, wenn sich die Flecken zu Pusteln, Papeln oder Schuppen entwickeln, sie sehr ausgeprägt sind oder wenn Symptome wie Fieber, Schmerzen oder Atemnot hinzukommen.

 

Häufige Ursachen von roten Flecken im Gesicht

Plötzliche rote Flecken im Gesicht können zahlreiche Ursachen haben, etwa. Die häufigsten Gründe des Hautausschlags sind:

  1. Hautschäden oder -irritationen durch Sonne: Rote Flecken im Gesicht können durch UV-Licht ausgelöst werden. Beispiele: Beim Sonnenbrand entsteht eine leichte Verbrennung der Haut, die zu Rötungen, Schmerzen und Juckreiz führt. Die Sonnenallergie zeigt sich dort, wo die Haut der Sonne ausgesetzt war – meist im Gesicht, am Hals oder an Armen und Beinen. Typisch sind Juckreiz, Hautrötungen und Schmerzen.
  2. chronisch-entzündliche Hauterkrankungen: Bei einigen Erkrankungen bleiben die Flecken im Gesicht länger bestehen oder sie treten immer wieder auf. Beispiele:
  3. Mundrose: Die Haut reagiert auf Pflegeprodukte mit Rötungen, Bläschen und Knötchen in der Mundregion.
  4. Rosazea: Die Erkrankung Rosazea geht mit Rötungen, Pusteln und sichtbaren Blutgefäßen an Stirn, Nase, Wangen und Kinn einher.
  5. Neurodermitis (atopisches Ekzem): Die chronische Entzündung führt zu schuppenden, juckenden Ekzemen.
  6. Aufregung oder Scham: Psychischer Stress kann bei empfindlichen Personen dazu führen, dass sich die Gefäße vorübergehend weiten. Die Folge sind rote Flecken im Gesicht, die nach einiger Zeit wieder abklingen.
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Weitere mögliche Ursachen von roten Flecken im Gesicht sind:

  • Allergien/Unverträglichkeiten, etwa auf Arzneimittel
  • Reizungen, zum Beispiel durch Kälte, Hitze oder Kosmetika
  • Infektionskrankheiten, z. B. Ringelröteln bei Kindern
  • Muttermale
  • systemischer Lupus Erythematodes, eine Autoimmunerkrankung
  • Herzschwäche
 

Welche Symptome können noch auftreten?

Anhand der Form, Größe, Anzahl und Verteilung der Flecken kann der Arzt die möglichen Gründe eingrenzen. Wichtig für die Diagnose ist, ob die roten Flecken nur im Gesicht oder auch an anderen Körperstellen vorkommen. Je nach Ursache können weitere Symptome auftreten wie:

  • Juckreiz
  • Schmerzen
  • Schwellungen
  • Fieber
  • Husten
  • geschwollene Lymphknoten

Zudem können sich im weiteren Verlauf Symptome wie Pusteln, Papeln oder ähnliche Hauterscheinungen bilden.

 

Behandlung von roten Flecken im Gesicht

Die Behandlung von roten Flecken im Gesicht richtet sich nach der Ursache.

Bei Hautschäden oder -irritationen durch UV-Strahlung gilt: Bis die Beschwerden abgeklungen ist, sollten Betroffene die Sonne meiden. Hat ein Sonnenbrand die Flecken ausgelöst, können Feuchtigkeitsgele sowie entzündungs- und schmerzlindernde Mittel Linderung verschaffen. In schweren Fällen muss der Betroffene entzündungshemmende Medikamente einnehmen. Bei einer Sonnenallergie helfen kortisonhaltige Präparate zum Auftragen und Antihistaminika in Tablettenform.

Die Therapie von Flecken durch chronisch-entzündliche Hauterkrankungen richtet sich nach dem Auslöser. Bei einer Mundrose gilt es beispielsweise vor allem, die Haut von fettenden Kosmetika zu entwöhnen und vorübergehend nur mit Wasser zu reinigen. Bei Röschenflechte helfen unter anderem Gele mit dem Wirkstoff Brimonidin oder entzündungshemmende Cremes.

Haben starke Emotionen oder Stress die roten Flecken ausgelöst, kann gegebenenfalls eine regelmäßig angewandte Entspannungsmethode hilfreich sein. Wenn der Leidensdruck sehr hoch ist, kann eine Psychotherapie infrage kommen. 

Auch wenn rote Flecken im Gesicht nicht gefährlich sind, sollte bei länger andauernden Hautrötungen ein Arzt zurate gezogen werden.

Quellen:

  • Altmeyer, P. (2007): Dermatologische Differenzialdiagnose: Der Weg zur klinischen Diagnose. Springer, Heidelberg
  • Battegay, E. (2017): Differenzialdiagnose innerer Krankheiten. Thieme, Stuttgart
  • Was steckt eigentlich hinter Hautrötungen mit Fieber?  in: Deutsche Apotheker Zeitung
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