Rote Flecken am Hals: Ursachen und Behandlung

Redaktion PraxisVITA

Ob eine Allergie, eine Infektion oder einfach nur Aufregung: Rote Flecken am Hals haben zahlreiche Auslöser. Meist klingen die Hauterscheinungen von allein wieder ab, in manchen Fällen ist jedoch ein Arztbesuch notwendig.

Frau hat rote Flecken am Hals
Rote Flecken am Hals können u.a. auf eine Kontaktallergie hinweisen Foto:  iStock/Thiago-Santos
Inhalt
  1. Was sind häufige Gründe für rote Flecken am Hals?
  2. Rote Flecken am Hals: Bei welchen Symptomen sollte man zum Arzt gehen?
  3. Behandlung von roten Flecken am Hals: Was macht der Arzt?
 

Was sind häufige Gründe für rote Flecken am Hals?

Rote Flecken, die sich ausschließlich oder vorwiegend am Hals zeigen, können diverse Ursachen haben, zum Beispiel:

  • Kontaktallergie: Wenn die Haut mit bestimmten Stoffen in Kontakt kommt, kann eine allergische Reaktion die Folge sein. Hinter roten Flecken am Hals kann zum Beispiel eine Allergie gegen Schmuckbestandteile oder Parfüm stecken.
  • Emotionen: Viele Menschen entwickeln bei Stress, Scham oder Aufregung Rötungen an Wangen, Hals und Dekolleté. Je nach Ausprägung und Situation können die Flecken sehr belastend sein – etwa, wenn die Person vor Publikum sprechen muss.
  • Sonnenbrand, Sonnenallergie & Co: Nach starker Sonneneinstrahlung ohne ausreichenden Schutz kann schnell ein Sonnenbrand entstehen. Bei einer Sonnenallergie reagiert die Haut überempfindlich auf hohe UV-Strahlung, was zu Hautrötungen, Juckreiz und Schmerzen führen kann. Auch sogenannte Hitzepickel können am Hals entstehen: Dies sind kleine Hautrötungen, die sich durch Überhitzung bilden.

Weitere mögliche Gründe für rote Flecken am Hals sind Krankheitserreger. Oder die roten Flecken sind Teil eines Ausschlags, der den gesamten Körper betrifft, etwa im Rahmen einer Arzneimittelallergie. Darüber hinaus können rote Flecken am Hals Teil eines Ausschlags sein, der den gesamten Körper betrifft – etwa im Rahmen einer Arzneimittelallergie oder einer Kinderkrankheit wie Ringelröteln.

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Rote Flecken am Hals: Bei welchen Symptomen sollte man zum Arzt gehen?

Wenn am Hals oder Dekolleté plötzlich ein oder mehrere rote Flecken sichtbar werden, sind diese Beschwerden zunächst kein Grund zur Beunruhigung. Werden die Flecken jedoch größer, klingen nicht ab oder breiten sich auf andere Körperregionen aus, sollte man zur Sicherheit den Arzt aufsuchen. Das gilt auch, wenn aus den Flecken Pusteln, Quaddeln oder Papeln werden, die sich nicht zurückbilden und wenn weitere Symptome hinzutreten. Dazu zählen etwa:

  • starker Juckreiz,
  • Schmerzen,
  • Schwellungen,
  • Fieber,
  • Krankheitsgefühl,
  • Atemnot oder
  • Husten.
 

Behandlung von roten Flecken am Hals: Was macht der Arzt?

Welche Behandlung bei roten Flecken am Hals infrage kommt, ist vor allem von der Ursache abhängig:

Bei einer Kontaktallergie gilt es, die auslösenden Substanzen zu meiden und gegebenenfalls durch andere zu ersetzen – etwa, indem man statt nickelhaltigem Schmuck auf silberhaltiges Material zurückgreift. Bei entzündeten Hautstellen helfen Antiallergika (Antihistaminika) oder kortisonhaltige Mittel (Glukokortikoide). Diese werden als Salben oder Cremes auf die Haut aufgetragen. Nur in schweren Fällen ist eine Behandlung mit Tabletten nötig.

Werden die Flecken durch starke Emotionen oder Stress hervorgerufen, kann eine Entspannungstechnik hilfreich sein, etwa die Progressive Muskelentspannung. Für langfristige Effekte sollten Entspannungsmethoden regelmäßig angewandt werden. Fühlt sich die Person durch die Flecken sehr belastet, kommt eine Psychotherapie infrage. Treten die Flecken vor Scham auf, kann es Ziel der Psychotherapie sein, das Selbstbewusstsein entsprechend zu stärken.

Sind die Flecken Folge eines Sonnenbrands oder einer Sonnenallergie, gilt: Raus aus der Sonne und künftig den Bereich durch Sonnenschutzmittel oder Kleidung vor der UV-Strahlung bewahren. Nach einem Sonnenbrand verschaffen kühle, feuchte Umschläge und Lotionen mit einem hohen Feuchtigkeitsgehalt Linderung. Bei akuten Beschwerden durch Sonnenallergie helfen kortisonhaltige Mittel zum Auftragen und Antihistaminika.

Quellen:

Altmeyers Enzyklopädie, in: enzyklopaedie-dermatologie.de

Altmeyer, P. (2007): Dermatologische Differenzialdiagnose: Der Weg zur klinischen Diagnose. Springer, Heidelberg

Battegay, E. (2017): Differenzialdiagnose innerer Krankheiten. Thieme, Stuttgart

Füeßl, H., Middeke, M.: Duale Reihe Anamnese und klinische Untersuchung. Thieme, Stuttgart 2018

Pschyrembel Online, in: pschyrembel.de

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