Die Rose als Heilpflanze

Bekannt ist die Rose für ihre Schönheit. Doch schon Karl der Große schätzte sie als Heilpflanze. Sie lindert Entzündungen, Verbrennungen und Infekte.

Schon Karl der Große sah Rosen als wichtiges Heilmittel
Schon Karl der Große sah Rosen als wichtiges Heilmittel. Darum ließ es sie in allen Klöstern anpflanzen© Fotolia
 

Rose: Anwendung und Heilwirkung

Rose Definition

Bezeichnung: Rosa Damaszener Familie: Rosengewächse Gattung: Rosa

Das aus den Rosenblüten gewonnene Rosenöl hat entsprechend der Kommission E Monographie (BGA/BfArM) eine adstringierende Wirkung. Als Anwendungsgebiete werden leichtere Entzündungen im Bereich der Mund- und Rachenschleimhaut aufgeführt. Darüber hinaus soll das Öl der Rose eine beruhigende, wundheilende und entzündungshemmende Wirkung haben.

Die Anwendung erfolgt in Form von Tee, als Mundspülung sowie – bei Anspannung  – als Badezusatz. Umschläge und Waschungen mit Rosentee können äußerlich bei Wunden und leichten Verbrennungen helfen. Die positive Wirkung auf Schleimhäute macht sich die Frauenheilkunde zunutze bei der lokalen Behandlung bei Vaginalinfekten.

 

In der Rose enthaltene Wirkstoffe

Ätherisches Öl: Rosenöl u.a. mit Geraniol, Phenylethylalkohol, Eugenol, Nerol

 

Vorkommen

Ein Fußbad entspannt
Ein Fußbad kühlt und erfrischt zusätzlich den ganzen Körper. Schüssel mit kaltem oder lauwarmem Wasser füllen, ein paar Tropfen Rosenöl dazugeben und die Füße mindestens 10 Minuten eintauchen© Fotolia

Die Heimat der Damaszener Rose ist Kleinasien. Schon um 1000 v. Chr. war sie auf der Insel Samos bekannt. Die Kreuzritter brachten die Rosenart im 13. Jahrhundert über Frankreich nach Europa. Heute befindet sich das größte Anbaugebiet der Damaszener Rose in Bulgarien.

 

Botanik

Vielfältige Wuchsformen sind charakteristisch für die Rose. Neben kniehohen Arten gibt es sie auch in Form kleiner Büsche oder als meterlange Kletterpflanzen. Die Dornen der Rose sind sprichwörtlich. Die Damaszener Rose ist bekannt für ihren schweren, betörenden Duft. Neben einer Sommer blühenden Sorte gibt es auch eine zweimal blühende »Herbst-Damaszener-Rose«. Ihre Blütenfarbe reicht von Weiß-rot bis Rosa.

 

Andere Namen der Rose

Damaszener Rose

Wissenswertes über die Rose

Die Damaszener Rose ist die Heilpflanze des Jahres 2013 (NHV Theophrastus).

Als Duftstoff in der Kosmetikindustrie wird häufig das preiswertere Rosenwasser, ein Nebenprodukt der Ölgewinnung, verwendet. In der Türkei ist Rosenwasser auch ein beliebtes Aroma für Konfitüren oder Süßspeisen.

Rosengärten gab es schon vor Tausenden Jahren in China und Persien. Überlieferungen zufolge war die Rose in Ägypten seit dem 13. Jahrhundert v. Chr. bekannt. Über Kleinasien vermutlich hielt die Rose Einzug in Griechenland. In der Ilias von Homer wird Rosenöl schon erwähnt: Aphrodite salbt damit den toten Hektor. Im anbrechenden Mittelalter befiehlt Karl der Große den Anbau der Rose in allen Heilpflanzengärten seines Reiches.

Die Rose gilt seit jeher als Symbol der Liebe. Schon den Griechen galt die Rose als den Liebesgöttern Aphrodite und Eros sowie dem Dionysios, dem Gott des Weines und des Rausches, geweiht. Für die Römer war die Rose ein Symbol der Verschwiegenheit. Was »sub rosa«, also unter der Rose, besprochen wurde, galt als streng vertraulich.

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