Röteln sind kein Kinderkram!

Viel Schlafen bei Röteln
Um bei Röteln wieder gesund zu werden, ist ausreichend Schlaf notwendig, genügend zu trinken und bei Bedarf fiebersenkende Medikamente einzunehmen © Fotolia

Bei Krankheiten wie Masern, Mumps oder Röteln ist es wichtig rechtzeitig eine Behandlung durchzuführen. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen dazu.

Das Durchschnittsalter von Keuchhusten-Patienten liegt laut Robert-Koch-Institut bei 42 Jahren. Wer hätte das vermutet? Und nicht nur das: Die Zahl Erwachsener mit vermeintlichen Kinderkrankheiten steigt. Warum? Weil Impfungen fehlen oder nicht aufgefrischt werden, denn nur wenigen Menschen sind die Risiken von Masern oder Windpocken bewusst. Dabei werden gerade Kinderkrankheiten für den Körper mit steigendem Alter immer belastender und nehmen zum Teil schwere Verläufe. Der beste Schutz: Lassen Sie Ihren Impfstatus beim Hausarzt überprüfen und sich gegebenenfalls nachimpfen.

 

Röteln – gefährlich für Ungeborene

Die Symptome: Roter Ausschlag (einzeln stehende kleine Flecke),leichtes Fieber, geschwollene Lymphknoten.

Die Gefahr: Röteln verlaufen in der Regel ohne Komplikationen. Gefährlich ist das Virus nur für Ungeborene. Hat die Mutter keine Antikörper, kann es in den Kreislauf des Fötus gelangen, was zu Behinderungen führen kann.

Das hilft: Ruhe, Flüssigkeit und gegebenenfalls schmerz- und fiebersenkende Mittel.

 

Keuchhusten – der unerkannte Dauerhusten

Die Symptome: Erste Anzeichen ähneln einem grippalen Infekt. Klingt das Fieber ab, bleibt ein trockener Husten, der über Wochen und Monate andauern kann.

Die Gefahr: Die Infektion wächst sich bei Erwachsenen oft zu einer Lungen- oder Mittelohrentzündung aus. Noch schlimmer: Weil sie häufig unerkannt bleibt, infizieren Betroffene sehr leicht nicht geimpfte Kleinkinder. Für sie ist die Krankheit tatsächlich lebensgefährlich.

Das hilft akut: Zum Arzt. Dann Antibiotika, Hustenblocker, Inhalation, Ruhe.

 

Windpocken – oft schwere Komplikationen

Die Symptome: Mit klarer Flüssigkeit gefüllte, stark juckende, linsengroße Bläschen, Kopfschmerzen, hohes Fieber. Wenn Sie als Kind bereits die Windpocken hatten, können die im Körper schlummernden Viren später bei Stress oder schwachem Immunsystem aufflammen und zu einer Gürtelrose führen – mit schmerzhaftem Ausschlag.

Die Gefahr: Oft kommt es zu Folge-Komplikationen wie Lungen- oder Gehirnentzündung. Erwachsene mit Gürtelrose können wiederum andere Menschen mit Windpocken anstecken.

Das hilft: Juckreizstillende Cremes, fiebersenkende Mittel (kein Aspirin).

 

Masern – Hautausschlag am ganzen Körper

Die Symptome: Fieber, Husten, Schnupfen, Bindehautentzündung und Flecke an der Mundschleimhaut, die kleinen weißen Sandkörnchen ähneln sind die Vorboten. Danach beginnt das Hauptstadium mit fleckigem Ausschlag am ganzen Körper und Fieber-Anstieg.

Die Gefahr: Masern sind hochansteckend und können bei Erwachsenen zu Lungen- oder Gehirnhautentzündungen führen. Masern sind meldepflichtig.

Das hilft: Ruhe, Flüssigkeit, fiebersenkende Mittel und ggf. Antibiotika.

 

Mumps – typisch sind „Hamsterbacken"

Die Symptome: Beginnt mit Fieber, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Nach zwei Tagen schwillt eine Ohrspeicheldrüse an, danach folgt die andere, wodurch es zu den typischen Hamsterbäckchen kommt. Hört sich lustig an, tut aber sehr weh! Damit geht hohes Fieber einher. Betroffenen bereitet das Kauen und Schlucken große Beschwerden.

Die Gefahr: Mumps-Viren können Eierstöcke oder Hoden befallen und im schlimmsten Fall unfruchtbar machen.

Das hilft: Schmerz- und fiebersenkende Mittel, Ruhe, warme oder kalte Wickel an den Wangen, Wadenwickel, püriertes Essen und Suppen.

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