Röteln: Die Ursache ist ein Virus

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Die Röteln haben ihre Ursache in einer Infektion mit dem Röteln-Virus, das Ärzte auch als Rubella-Virus bezeichnen. Es ist weltweit verbreitet und wird ausschließlich durch den Menschen übertragen.

 

Ursache der Röteln

Das Röteln-Virus verbreitet sich über eine Tröpfcheninfektion, also über winzige Flüssigkeitströpfchen, die aus den Atemwegen stammen und beim Husten, Niesen oder Sprechen aus Mund oder Nase in die Luft gelangen. Andere Menschen atmen die Virus-haltigen Tröpfchen ein. Auf diese Weise gelangt das Virus zunächst auf die Schleimhäute, in die es eindringt und von denen aus es die lymphatischen Gewebe besiedelt. Hier vermehrt sich das Röteln-Virus stark und breitet sich nach einiger Zeit über das Blut im ganzen Körper aus. Auf diesem Weg kann es sich über die Mutter auch auf das ungeborene Kind übertragen. Das Röteln-Virus ist die Ursache für eine schwere Schädigung des ungeborenen Kindes, die Ärzte als kongenitales Röteln-Syndrom bezeichnen.

Außerhalb des menschlichen Körpers ist das Röteln-Virus nur für sehr kurze Zeit lebensfähig. Die Röteln sind deshalb wesentlich weniger ansteckend als viele andere Kinderkrankheiten, zum Beispiel die Masern oder die Windpocken. In den meisten Fällen kommt es nur bei engem Körperkontakt zu einer Ansteckung. Die Inkubationszeit, also die Zeit, die zwischen der Infektion und dem Auftreten der ersten Symptome vergeht, beträgt bei Röteln zwei bis drei Wochen und ist damit relativ lang. Problematisch ist vor allen Dingen, dass die Ansteckungsgefahr bereits eine Woche vor dem Erscheinen des typischen Hautausschlags besteht, wenn es noch keine Hinweise auf eine Röteln-Erkrankung gibt. Auch nachdem der Hautauschlag bereits abgeklungen ist, bleiben infizierte Menschen noch für ungefähr eine Woche ansteckend. Nach einer überstandenen Röteln-Infektion sind Kinder und Erwachsene für den Rest ihres Lebens vor einer weiteren Infektion geschützt (immun).

Symptome
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