RKI gibt Entwarnung: Keine Engpässe im Gesundheitssystem erwartet

Mona Eichler Health-Redakteurin

Laut Robert Koch-Institut ist die erste Welle der Corona-Pandemie eingedämmt. Zu Engpässen im Gesundheitssystem soll es deswegen nicht mehr kommen.

Leere Betten in einer Krankenhausstation
Entspannt sich die Krisensituation in Deutschland? Foto:  iStock / wilpunt

Das Robert Koch-Institut wies am Dienstag (14. April) in Berlin auf "einige positive Tendenzen" im Kampf gegen das Coronavirus hin: In Deutschland sei die erste Welle der Pandemie eingedämmt.

Illustration eines Virus über einer steigenden Kurve
Service Corona-Epidemie: Zweite Welle droht

 

Aufatmen im Gesundheitssystem

Die Zahl der Erkrankten gehe aktuell zurück, teilte das RKI mit: Anfang/Mitte April hätte die Zahl der Neu-Infizierten die der Genesenen nicht mehr überstiegen. Für den 14. April meldete das RKI 2.082 neue Infektionen bei einer geschätzten Zahl von 3600 Genesenen.
In der Folge erwarten RKI-Präsident Lothar Wieler und sein Team eine leichte Entspannung im Gesundheitssystem: Die Kapazitäten an Intensivbetten und Beatmungsgeräten reichen angesichts der langsameren Ausbreitung der Epidemie aktuell aus. 
"Bei der derzeitigen Dynamik werden keine Engpässe prognostiziert", betonte Wieler.

Frau mit Mundschutz steht im Supermarkt
Service Corona-Verbote im Supermarkt: So greifen Edeka und Co. jetzt durch

 

Eine Verlangsamung, keine Eindämmung 

Von einem Sieg gegen das Coronavirus könne in Deutschland trotz der positiven Tendenzen noch keine Rede sein. 
"Wir können noch nicht von einer Eindämmung sprechen. Wir sehen eine Verlangsamung", machte Wieler deutlich und ergänzte: "Die Disziplin, die wir in den letzten Wochen gehalten haben, die sollten wir weiter halten."

In seinem aktuellen Lagebericht schlüsselte das RKI die derzeitige Situation in Deutschland wie folgt auf: 
Bis zum 14. April 2020 wurden 125.098 laborbestätigte COVID-19-Fälle an das RKI übermittelt, darunter 2.969 Todesfälle. 68 Prozent der COVID-19-Fälle sind zwischen 15 und 59 Jahre alt. Insgesamt sind Männer und Frauen mit 48 Prozent bzw. 52 Prozent praktisch gleich häufig betroffen. 86 Prozent der Todesfälle und 17 Prozent aller Fälle sind 70 Jahre oder älter.

Quelle: 
Täglicher Lagebericht des RKI zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) vom 14. April 2020, in: rki.de

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2020 praxisvita.de. All rights reserved.