Risikofaktor Nasenspray?

Trick gegen Nasenspray-Abhängigkeit
Gegen eine Abhängigkeit gibt es einen Trick – das Mittel nur noch in ein Nasenloch zu sprühen, bis das andere sich erholt hat: Das erleichtert die Entwöhnung © Fotolia

Nasenspray macht abhängig! Finden Sie hier heraus, ob an diesem Gerücht etwas dran ist, wie das Spray gegen Niesreiz hilft und wie Naseputzen richtig geht.

 

Ist es überhaupt sinnvoll, ein Spray zu nehmen?

Aber ja. Ein dicker Schnupfen behindert die Belüftung der Nasennebenhöhlen. Das fördert Entzündungen. Mit einem Spray wieder für „Durchzug" zu sorgen beugt dem vor.

Außerdem: Mit verstopfter Nase schläft es sich schlecht. Ein Spray kann dann im Falle einer akuten Erkältung sicherstellen, dass wir nachts Erholung finden.

 

Wie wende ich das Spray richtig an?

Vorher sanft schnäuzen. Dann pro Nasenloch einen Stoß von dem Mittel nehmen und dabei leicht durch die Nase einatmen.

Wichtig: Auf die Haltbarkeit achten (nach dem Öffnen meist sechs Monate). Jedes Famlienmitglied sollte sein eigenes Mittel nehmen.

Abschwellende Nasensprays nicht länger als eine Woche benutzen. Sonst gewöhnen sich die Schleimhäute an den Effekt – Folge: Ohne Spray hat man das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen.

 

Was, wenn ich bereits abhängig geworden bin?

So hart es klingt: Da hilft nur ein schrittweiser Entzug. Vergrößern Sie dazu die Einnahme-Intervalle. Ein Trick ist auch, das Mittel nur noch in ein Nasenloch zu sprühen, bis das andere sich erholt hat. Dann können Sie auch beim ersten darauf verzichten. Das dauert etwa ein bis zwei Wochen. Um währenddessen die Atmung zu verbessern und den Heilungsprozess zu fördern, können Sie Nasenspülungen machen (rezeptfrei aus der Apotheke).

 

Gibt es besonders schonende Mittel?

Ja. Sprays, die neben abschwellenden Wirkstoffen das Hautpflegemittel Dexpanthenol enthalten, beruhigen gereizte Schleimhäute (aus der Apotheke).

 

Wozu gibt es Salzwasser-Sprays?

Meersalz-Sprays befeuchten die Nasenschleimhäute und unterstützen sie so in ihrer natürlichen Reinigungsfunktion (rezeptfrei aus der Apotheke). Außerdem können sie helfen, Schnupfen von vornherein vorzubeugen: Auf feuchten Schleimhäuten haften Viren schlecht.

 

Was sind Nasenöle?

Sie pflegen sehr trockene oder gar wunde Schleimhäute und helfen, wenn sich Krusten bilden (aus der Apotheke).

 

Hilft Nasenspray nur bei Erkältung?

Die letztgenannten Varianten tun gerade nach einem überstandenen Schnupfen gut. Abschwellende Nasensprays wiederum sind auch beim Fliegen sinnvoll. Eine freie Nasenatmung erleichtert den Druckausgleich.

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