Richtig Inhalieren bei Bronchitis: So wird’s gemacht!

Redaktion PraxisVITA

Das Inhalieren bei Bronchitis hilft dabei, den festsitzenden Schleim in Bronchien und Atemwegen zu lösen und abzuhusten. Worauf sollte man dabei achten – und wie kann man richtig inhalieren?

 

Warum tut Inhalieren den Bronchien gut?

Das Inhalieren kann bei einer Bronchitis viele positive Effekten zeigen. Die Erkrankung zeichnet sich dadurch auch, dass die Schleimhaut der Bronchien entzündet ist, meist sind auch die oberen Atemwege betroffen. Zu den Symptomen bei einer Bronchitis gehören unter anderem Halsschmerzen und verschleimte Atemwege, auf die der Körper mit quälendem Husten reagiert. Durch das Inhalieren bei Bronchitis kann der Schleim gelöst und besser abgehustet werden.

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Was kann man zum Inhalieren bei Bronchitis nehmen?

Beim Inhalieren sollen die Bronchien mit heißem Wasserdampf benetzt werden. Zusätze verstärken die Wirkung, empfohlen werden folgende Mittel:

Kochsalzlösungen – Salz wirkt desinfizierend, zudem stärken die Mineralstoffe das Immunsystem
Ätherische Öle wie Pfefferminz- oder Eukalyptusöl – sie wirken antimikrobiell, entzündungshemmend und entkrampfend auf die Bronchien. Außerdem besitzen sie eine abschwellende und befreiende Wirkung.
Heilkräuter wie Kamille oder Thymian – sie wirken entzündungshemmend, desinfizierend und lösen den Schleim.

Foto: iStock
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Bei Bronchitis inhalieren – so geht es richtig!

Altbewährt ist das Einatmen des Wasserdampfs über einem Topf, am besten zugedeckt mit einem Handtuch. Dabei sollte man Folgendes beachten:

• Nicht zu dicht über den Topf beugen, da der Dampf anfangs sehr heiß ist.
• Mit tiefen Atemzügen durch Mund und Nase ein- und austamen. Beim Einatmen durch den Mund kühlt sich der Wasserdampf auf seinem Weg durch die Lunge bis zur Nase wieder ab, die Zusätze können ihre Wirksamkeit entfalten und der Schleim wird heraus transportiert.
• Wenn es der Tagesablauf zulässt, eignen sich als Zeitpunkt für das Inhalieren bei Bronchitis der Morgen, um über Nacht entstandenen Verkrustungen zu lösen, und der Abend, um mit befreiten Atemwegen besser einschlafen zu können.
• Nach dem Inhalieren warm halten, nicht ins Freie gehen und sich vor Zugluft schützen.

Damit der Wasserdampf noch tiefer in die Bronchien gelangen kann, sind auch spezielle Inhalationsgeräte, so genannte Vernebler, erhältlich. Sie können sehr kleine Tröpfchen erzeugen, die noch effektiver bei Bronchitis wirken. Hier sollte man allerdings keine ätherischen Öle benutzen, sie können die Bronchien reizen.

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Inhalation bei Bronchitis: Was gilt für Kinder?

Das Inhalieren bei Bronchitis mit warmem Wasserdampf ist auch für Kinder geeignet, um die Schleimhäute zu befeuchten und den Heilungsprozess zu fördern. Kinder sollten jedoch nicht über einem Topf mit heißem Wasser inhalieren, denn hier ist die Verbrühungsgefahr hoch. In der Apotheke gibt es Kaltinhalate, die auf das Kuscheltier oder den Schlafanzug des Kindes geträufelt werden und so über Nacht die heilsame Wirkung entfalten können.

Bei Kindern ab sechs Jahren können beispielsweise in Fällen von hartnäckigen Erkältungen die oben genannten Inhalationsgeräte verwendet werden, die sich durch eine besonders sichere Anwendung auszeichnen. Sie haben den Vorteil, dass heißes Wasser nicht ausläuft, wenn der Behälter versehentlich umfällt. Wichtig: Die Behälter nach dem Inhalieren bei einer Bronchitis gründlich reinigen, damit keine Bakterien haften bleiben.

Quelle:

Inhalieren in: hno-aerzte-im-netz.de

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