Rhabarber - natürliche Hilfe bei Hauterkrankungen

Rhabarber ist eine Heilpflanze, die schon seit 3000 Jahren genutzt wird. Sie kann innerlich bei Verstopfung helfen und lindert äußerlich Hauterkrankungen.

Rhabarber enthält Oxalsäure das kann Knochen schädigen
Die im Rhabarber enthaltene Oxalsäure kann Knochen schädigen – Risikopatienten sollten nur in Maßen genießen© Fotolia
 

Rhabarber: Anwendung und Heilwirkung

Definition Rhabarber

Bezeichnung: Rheum palmatum Familie: Knöterichgewächse (Polygonaceae) Gattung: Rhabarber (Rheum) Art: Rheum palmatum

Medizinische Verwendung findet die Wurzel des Rhabarbers. Anwendungsgebiete sind Verstopfung und oberflächlichen Hauterkrankungen. Die Einnahme erfolgt in Form von Elixieren, Trockenextrakten und Kaltmazeraten sowie Tropfen, Tabletten und Aufgüsse. Von einer längeren Einnahme ohne ärztlichen Rat wird abgeraten. Nicht angewandt werden sollte er bei Schwangeren und Stillenden. Bei einer Überdosierung muss der Verlust an Flüssigkeit und Elektrolyten ausgeglichen werden. Eine positive Bewertung der Kommission E (BfArM/BGA) liegt vor.

 

Im Rhabarber enthaltene Wirkstoffe

Hydroxyanthracenderivate; Gallotanningerbstoffe; Flavonoide; Phenolcarbonsäuren.

 

Verbreitung

Die Heimat des Rhabarbers ist China. Heute wird er auch in Europa (vor allem Deutschland, England und der Niederlande) angebaut.

 

Botanik

Rhabarber-Kompott als Nachtisch kann die Konzentration des Blutzuckers senken.
Zweimal wöchentlich Rhabarber-Kompott als Nachtisch kann die Konzentration des Blutzuckers vermindern. Dafür sorgen die sogenannten Stilbene des Rhabarbers.

© fotolia

Der Rhabarber hat einen im Blütenbereich verzweigten, kräftigen Stängel und einen dicken, roten, holzigen Wurzelstock. Seine großen Blätter befinden sich an dicken, fleischen, runden und sehr langen Stielen. Der Rhabarber wird bis zu 1,5 Meter hoch und blüht im Mai und Juni.

 

Andere Namen für Rhabarber

Medizinalrhabarber

Wissenswertes über Rhabarber

Schon 3.000 v. Chr. wurde Rhabarber in China als Heilpflanze eingesetzt und gelangte von dort nach Russland. In Europa verwendet man ihn erst seit 200 Jahren.

Neben der medizinischen Verwendung dient Rhabarber auch als Lebensmittel. So werden aus ihm Kompott, Konfitüre, Tortenbelag und Saft hergestellt. Obwohl er in der Küche so zubereitet wird, als wäre er ein Obst, handelt es sich bei ihm botanisch eigentlich um ein Gemüse.

Die im Rhabarber enthaltene Oxalsäure kann bei übermäßiger Einnahme die Nieren schädigen. Da die Oxalsäuren besonders in den Blättern enthalten sind, sind diese für den Verzehr generell ungeeignet.

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