Restless-Legs-Syndrom-Diagnose erfolgt anhand der typischen Symptome

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei unruhigen Beinen (Restless-Legs-Syndrom) stellt der Arzt die Diagnose nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Betroffenen meistens anhand der typischen Symptome.

 

4 Kriterien für eine sichere Restless-Legs-Diagnose erforderlich

Dabei müssen vier Kriterien erfüllt sein, damit der Arzt eine sichere Restless-Legs-Diagnose stellen kann:

  • Die Betroffenen haben einen starken Bewegungsdrang in den Beinen und gegebenenfalls den Armen, meistens in Verbindung mit unangenehmen Missempfindungen in den betroffenen Gliedmaßen.
  • Die Beschwerden treten bevorzugt in Ruhesituationen auf oder verstärken sich bei Entspannung.
  • Durch Bewegung und Belastung verbessern sich die Beschwerden vorübergehend.
  • Die Beschwerden nehmen am Abend und in der Nacht zu.

Da das Restless-Legs-Syndrom in über 50 Prozent der Fälle vererbt wird, erkundigt sich der Arzt in der Regel danach, ob auch andere Familienmitglieder unter ähnlichen Symptomen leiden oder ob bei ihnen bereits ein Restless-Legs-Syndrom diagnostiziert wurde. Er interessiert sich außerdem dafür, ob der Betroffene bestimmte Medikamente einnimmt, die unruhige Beine begünstigen können. Wenn der Arzt aufgrund der Familiengeschichte und der typischen Symptome den Verdacht hat, dass der Betroffene an unruhigen Beinen leidet, kann er mithilfe des sogenannten L-Dopa-Tests die Restless-Legs-Diagnose bestätigen. Dabei verabreicht der Arzt dem Betroffenen ein dopaminhaltiges Medikament, wodurch sich die Symptome in vielen Fällen bessern.

 

Weitere Untersuchungen, um körperliche Erkrankung für unruhige Beine auszuschließen

Sobald der Arzt die Restless-Legs-Diagnose bestätigt hat, sind unter bestimmten Umständen weitere Untersuchungen erforderlich, um auszuschließen, dass eine körperliche Erkrankung für die unruhigen Beine verantwortlich ist:

  • Blutuntersuchung (z. B. Eisen-, Nieren- und Schilddrüsenwerte)
  • Urintest (z. B. Nierenwerte)
  • Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeit und der elektrischen Muskelaktivität, um Neuropathien auszuschließen
  • Untersuchung des Schlafs und der Beinbewegung während des Schlafs im Schlaflabor
Behandlung
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