ResearchKit: Wie kommt die DNA ins iPhone?

Eine Frau leckt an ihrem Handy
Keine Angst, das ist nicht nötig: Die Speichelproben für das ResearchKit werden nicht direkt ins iPhone „eingegeben“ © Shutterstock

Mit der Software ResearchKit will Apple künftig auch die DNA von iPhone-Nutzern für Studien sammeln und auswerten. Wer jetzt glaubt, er müsse dafür sein iPhone ablecken, liegt falsch – so funktioniert es wirklich.

„ResearchKit“ heißt die neue Wissenschaftsinitiative von Apple. Dahinter verbergen sich speziell entworfene Apps, die es Nutzern ermöglichen, an medizinischen Studien teilzunehmen. Dazu geben sie Daten über ihre Erkrankung (beispielsweise Asthma oder Diabetes) in ihr Smartphone ein, auf die Wissenschaftler wiederum mit einem bestimmten Programm zugreifen können – allerdings erst, wenn der Nutzer seine Einwilligung gegeben hat. Fünf Apps sind bereits im App-Store erhältlich.

 

iPhone-Nutzer können ihre DNA weitergeben

Über das Projekt ResearchKit sind nun Neuigkeiten ans Licht gekommen: Einem Bericht von „MIT Technology Review“ zufolge plant Apple nun zwei Studien, für die auch die DNA-Daten der Teilnehmer erfasst werden sollen.

 

Wie kommt die DNA ins iPhone?

Um die DNA der Nutzer zu analysieren, benötigt Apple Speichelproben. Die Studienteilnehmer müssen dafür jedoch nicht auf ihr iPhone spucken – sie können ihre Proben freiwillig in dafür vorgesehen Laboren einreichen.

Die ausgewerteten Daten sollen in einer Cloud gespeichert werden und auch dem Studienteilnehmer auf seinem iPhone zugänglich gemacht werden. Zusätzlich soll er die Möglichkeit haben, seine DNA-Daten per iPhone an Dritte weiterzugeben – beispielsweise an andere Forschungsinstitute zur Nutzung bei weiteren Studien.

Hamburg, 8. Mai 2015

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