ResearchKit: So will Apple die Welt gesünder machen

Gesundheitsapps
Unsere Gesundheitsapps wissen viel über uns – Apple möchte diese Daten jetzt der Forschung mit dem ResearchKit zugänglich machen © Fotolia

Apple im Dienst der medizinischen Forschung: Mit dem ResearchKit sollen die Nutzer ihre Gesundheitsdaten per App für medizinische Studien zur Verfügung stellen. Was das für Nutzer bedeutet, erfahren Sie hier.

Neue Medikamente, innovative Therapiemethoden, verbesserte Vorbeugestrategien – für jeden medizinischen Fortschritt ist die Wissenschaft auf Studien angewiesen. Das Problem vieler Forscher dabei: Sie schaffen es nicht, genügend Studienteilnehmer zu rekrutieren, um repräsentative Ergebnisse zu erlangen. Aus dieser Problematik entstand die Idee einer neuen Apple-Entwicklung.

Der Grundgedanke der Entwickler war dabei folgender: iPhone-Nutzer vertrauen ihren Gesundheitsapps täglich massenweise Daten an, die die Forschung gut gebrauchen könnte. Was wäre, wenn Wissenschaftler direkt auf diese Daten zugreifen könnten? Genau das macht die neue Software „ResearchKit“ möglich.

ResearchKit
Das Apple ResearchKit soll die Datenerhebung für Forscher und Studienteilnehmer vereinfachen© Fotolia
 

ResearchKit: Wer kommt an meine Daten?

Speziell für diesen Zweck hat Apple mit ResearchKit fünf Apps entwickelt, die bereits im App-Store erhältlich sind: Sie sollen der Forschung in den Gebieten Asthma (Asthma Health App), Brustkrebs (Share the Journey-App), Herz-Kreislauf-Erkrankungen (MyHeart Counts-App), Diabetes (GlucoSuccess-App) und Parkinson (mPower-App) dienen, indem sie beispielsweise dabei helfen, häufige Auslöser von Krankheitsschüben zu identifizieren. Gleichzeitig ermöglichen sie es Nutzern, ihre Fitnesswerte und gegebenenfalls ihren Krankheitsverlauf im Blick zu behalten. Doch die Wissenschaftler können nicht beliebig auf Nutzerdaten zugreifen: Bei jeder Studie muss der Nutzer zunächst seine Einwilligung erteilen, bevor Daten weitergegeben werden. Und selbst dann bleiben die Daten anonym und werden in verschlüsselter Form an die Forschungsinstitute übermittelt.

US-amerikanische Forscher nutzen ResearchKit bereits – ab April soll es als Open-Source-Paket auch Wissenschaftlern aus anderen Ländern zur Verfügung stehen.

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