Corona-Zahlen schnellen in die Höhe – dramatischer Ausbruch in Hamburg

Gleich zwei neue Rekord-Zahlen vermeldet das Robert Koch-Institut am heutigen Freitag. Sowohl die Zahl der Neuinfektionen als auch die Zahl der Toten schnellen derzeit in die Höhe. In einer Klinik in Hamburg kam es zu einem dramatischen Ausbruch.

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+++11.12. Erneuter Höchstwert an Corona-Neuinfektionen und Todeszahlen+++

Schon wieder hat Deutschland neue Höchstwerte bei den Corona-Zahlen zu verzeichnen. Wie das Robert Koch-Institut am heutigen Freitag (11.12.) bekannt gab, wurden innerhalb 24 Stunden 29.875 Neuinfektionen von den Gesundheitsämtern gemeldet. Das sind über 6.000 mehr als am Vortag, an dem mit 23.679 Fällen bereits ein Rekord-Hoch vermeldet wurde.

Noch dramatischer aber wird es, wenn man sich die Zahl der Corona-Toten ansieht. So wurden aktuell fast 600 Tote (598 Todesfälle) im Zusammenhang mit COVID-19 gemeldet. Der bisherige Höchststand wurde am vergangenen Mittwoch mit 590 Toten erreicht. Der Sieben-Tage-R-Wert liegt laut dem RKI (Stand Donnerstag, 10.12.) derzeit bei 1,03. Liegt der R-Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab und das exponentielle Wachstum wird gestoppt.

Die hohe Zahl der Todesfälle beruht nicht zuletzt darauf, dass die vulnerablen Gruppen aufgrund des diffusen Infektionsgeschehens nicht richtig geschützt sind. Immer wieder kommt es zu massiven Ausbrüchen in Kliniken, Pflege- und Seniorenheimen. Auch in Hamburg zog das Virus seine Kreise – und zwar mit verheerenden Folgen.

Corona-Ausbruch mit 6 Toten in Hamburg

Das Amalie-Sieveking-Krankenhaus in Hamburg-Volksdorf kämpft derzeit gegen die Ausbreitung des Coronavirus innerhalb der eigenen Hallen. Ein größerer Corona-Ausbruch forderte bisher schon insgesamt sechs Tote. Hier haben sich bisher seit November 54 Patienten mit dem Virus infiziert, sechs von ihnen seien im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben, berichtet u.a. die Hamburger Morgenpost.

Das Krankenhaus erklärte, dass zwar alle neu aufgenommenen Patienten „routinemäßig getestet“ werden, jedoch kam es dennoch in den vergangenen Wochen zu einer hohen Anzahl an neuen Corona-Fällen unter den Patienten. Nach Angaben der Klinik könne die Infektion aufgrund der Inkubationszeit in einigen Fällen auch schon vor der Aufnahme in die Klinik erfolgt sein, allerdings zum Zeitpunkt der Einweisung noch nicht nachweisbar.

Die sechs Toten seien laut Klinik allesamt in einem hohen Alter gewesen und haben schwere Grunderkrankungen gehabt. Bei der Ausbreitung des Virus haben sich jedoch nicht nur Patienten angesteckt, auch Mitarbeiter sind in Folge positiv getestet wurden. Wie viele es sind, ist nicht bekannt, jedoch beklagt das Krankenhaus Personalmangel.

„Neben den weiteren verschärften Hygiene-Maßnahmen führen wir bereits seit Wochen bei allen Aufnahmen sowohl den PCR-Test wie auch den zusätzlichen Antigen-Test durch, dessen Ergebnis schnell vorliegt“, erklärte der Geschäftsführer der Klinik, Sascha Altendorf. „Wir bedauern, dass es zu diesen Infektionen gekommen ist.“

Nun müsse man noch weitere Maßnahmen einleiten. Alle aufschiebbaren Behandlungen wurden daher bis Jahresende abgesagt, die „rettungsdienstliche Not- und Unfallversorgung“ wurde bereits am 4. Dezember abgemeldet.

+++10.12 Baden-Württemberg steht vor hartem Lockdown+++

Nachdem in Bayern bereits das öffentliche Leben lahm gelegt wurde, Sachsen sich bereits im harten Lockdown befindet und gestern nun auch der Berliner Bürgermeister Müller verkündete, dass dort ebenfalls noch vor Weihnachten der Lockdown erfolgen soll, zieht nun auch Baden-Württemberg die Reißleine. Wegen ungebremst steigender Corona-Zahlen sind zu Beginn der kommenden Wochen weitere Corona-Maßnahmen geplant, die im Grunde genommen einem harten Lockdown in nichts nachstehen. So soll es nächtliche Ausgangssperren geben, auch tagsüber sollen Ausgangsbeschränkungen herrschen, berichtet u.a. die Deutsche Presseagentur. Wer das Haus tagsüber verlässt, soll das nur noch mit einem triftigen Grund tun, etwa für die Arbeit, so heißt es. Weitere Maßnahmen sollen am heutigen Freitag um 12 Uhr bei einer Pressekonferenz verkündet werden. Ob auch der Einzelhandel geschlossen werden soll und was genau diesen „triftigen Grund“ beinhaltet, bei dem man das Haus zukünftig verlassen darf, wird sich dann zeigen.

Immer mehr Bundesländer gehen nun noch vor Weihnachten einen verschärften Weg zur Eindämmung des Coronavirus. Am Wochenende kommen daher Bund und Länder erneut bei einem Gipfeltreffen zusammen, um über einen bundesweiten Lockdown zu entscheiden.

+++Berlin beschließt harten Lockdown bis Januar+++

Nach Sachsen fährt nun auch Berlin runter und geht noch vor Weihnachten in den harten Lockdown. Das verkündete am Donnerstag Berlins Bürgermeister Michael Müller im Berliner Abgeordnetenhaus. „Wir werden den Einzelhandel herunterfahren müssen“, so Müller.

Geöffnet bleiben sollen lediglich noch der Lebensmitteleinzelhandel. Alle anderen Geschäfte sollen bis zum 10. Januar geschlossen werden. „Es geht nicht anders“, so Müller in der Plenarsitzung am Donnerstag. Auch verkaufsoffene Sonntage wie dem am 4. Advent schließe das natürlich mit ein. „Das können wir nicht zulassen. Es entstehe eine Situation im Einzelhandel und auf Geschäftsstraßen, die wir nicht akzeptieren können", bekräftigt Berlins Bürgermeister. 

Schulschließung in Berlin: Schüler sollen länger in den Ferien bleiben

Auch die Schulen sollen länger geschlossen bleiben, so der Plan. Aufgrund von zu vielen Kontakten innerhalb des Schulgeschehens, komme man zu dem Ergebnis, „dass die Schulferien bis zum 10. Januar verlängert werden müssen beziehungsweise es auch eine Variante ist, die Ferien am 4. enden zu lassen, aber die Schüler dann in einer digitalen Form oder auf andere Weise unterrichtet werden müssen“, erklärt Berlins regierender Bürgermeister.

Ab wann der harte Lockdown kommt, steht zwar noch nicht konkret fest. Aber am kommenden Dienstag würden dem Senat weitere Pläne vorgelegt. Besonders hart treffen wird der Shutdown ziemlich sicher den Einzelhandel, der auf ein erfolgreiches Weihnachts-Geschäft wohl nicht hoffen kann. „Die Gesundheit der Berlinnerinnen und Berliner ist mir wichtiger als ein Shoppingerlebnis“, sagt Bürgermeister Müller.

Quelle:

Verschärfter Lockdown in Berlin – Schließung von Geschäften, längere Ferien, in: welt.de

+++10.12. Weitere Corona-Verschärfungen in diesen Bundesländern geplant+++

Sachsen hat es bereits getan, den harten Lockdown beschlossen, und Bundeskanzlerin Angela Merkel plädierte mit einer emotionalen Rede eindringlich für weitere Verschärfungen – die Frage, ob ein bundesweiter harter Lockdown kommt, ist eigentlich bereits beantwortet. Bleiben nur noch die Fragen, ab wann, in welchem Umfang und wer ihn bereits vorher beschließt.

Keine Lockerungen an Weihnachten in Mecklenburg-Vorpommern?

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, hat nun bereits angekündigt, weitere Schritte gehen zu wollen. Vor den Corona-Zahlen könne man nicht die Augen verschließen, so Schwesig. Ein großes Problem: Immer mehr Corona-Patienten müssen auf Intensivstationen behandelt werden. Und die sind zum großen Teil überlastet. Insbesondere ältere Menschen sind davon betroffen. Schwesig kündigte daher an, insbesondere die Pflegeheime besser schützen zu wollen. Es reiche nicht aus, die Zahl der Besuche pro Bewohner auf eine Person pro Tag zu reduzieren. Es müsse Corona-Schnelltests für Besucher und Personal geben.

Welche weiteren Verschärfungen Manuela Schwesig in Mecklenburg-Vorpommern zudem plant, hat sie noch nicht preisgegeben. Nur: Es könnte bereits vor Weihnachten zu weiteren Maßnahmen kommen. „Und ich möchte deshalb alle vorwarnen, wir werden im MV-Gipfel nächsten Dienstag noch einmal darüber reden müssen, dass wir die Maßnahmen, die wir jetzt haben, verlängern und ich rechne auch mit weiteren Verschärfungen“, so die Ministerpräsidentin. Insbesondere die Corona-Lockerungen an Weihnachten stehen so vermutlich auf der Kippe.

Schleswig-Holstein will Corona-Regeln verschärfen

Schleswig-Holstein steht vermutlich vor neuen Corona-Verschärfungen. Das kündigte Ministerpräsident Daniel Günther in einer Kabinettssitzung an. Zwar habe er jetzt noch keine Verschärfungen im Detail ausgeführt, aber er „schließe in allen Punkten nichts aus“, so Günter. Die aktuellen Corona-Zahlen im Land seien einfach zu beunruhigend.

Er erklärte außerdem: „Es ist notwendig, dass wir spätestens ab Weihnachten in einen harten Lockdown gehen – um die Zeit über den Jahreswechsel zu nutzen, diese gefährliche Entwicklung in Deutschland zu stoppen“, so Günther. Die Zahlen seien auch im Norden gestiegen, „das bedeutet leider, dass unsere strengen Maßnahmen derzeit nicht ausreichend Wirkung zeigen.“

Corona-Zahlen in Deutschland: Erneut Höchstwert bei Corona-Neuinfektionen

Dass die Corona-Maßnahmen bisher nicht genügend gebracht haben, zeigt sich auch an der Zahl der Neuinfektionen. Diese erreichen mit 23.679 (Stand: 10.12.) erneut einen Höchstwert. Der bisherige Rekordwert lag bei 23.648 Fällen, der am 20. November verzeichet wurde. Die Zahl der Todesfälle stieg insgesamt auf über 20.000 in Deutschland an. Das RKI vermeldet zudem 440 neue Todesfälle binnen 24 Stunden. Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert liegt derzeit bei 149.

+++Nach Corona-Impfung in Großbritannien: Gesundheitsbehörde warnt+++

Es war ein historischer Augenblick, als sich am Montag die erste 90-Jährige Patientin in Großbritannien sich den Corona-Impfstoff der deutschen Firma Biontech und dem US-Partner Pfizer hat spritzen lassen. Nur einen Tag später jedoch warnt die nationale Gesundheitsbehörde NHS. Warum? Menschen mit einer „signifikanten“ Allergiegeschichte sollen sich vorerst nicht impfen lassen. Zwei Mitarbeiter der Behörde mit einer entsprechenden Vorgeschichte hätten allergische Reaktionen gezeigt, nachdem sie die Dosis erhalten hatten, so NHS-Chef Stephen Powis. Beide erholen sich aber gut.

Entwarnung: Biontech-Fizer-Impfstoff trotzdem sicher

Wie u.a. „Zeit Online“ berichtet, handle es sich bei dieser Warnung jedoch laut NHS-Chef Powis lediglich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, wie es bei neuen Impfstoffen üblich ist. „Wir wissen aus den sehr umfangreichen klinischen Studien, dass dies kein Merkmal war.“

Biontech-Pfizer-Impfstoff bald auch in den USA einsatzbereit

Als erstes Land der Welt hat Großbritannien eine Notfallzulassung für den Biontech-Impfstoff erteilt. Nun soll flächendeckend geimpft werden. Auch in Den USA steht der Impfstoff vor einer Zulassung. Die Arzeimittelbehörde FDA habe den Impfstoff bereits geprüft und ihm ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt. „So sieht ein Zeugnis voll mit der Note1+ für einen Impfstoff aus“, kommentierte Akiko Iwasaki, Immunologe an der Yale-University, das Ergebnis gegenüber der „New York Times“.

+++09.12. Fast 600 Corona-Tote binnen 24 Stunden in Deutschland+++

Immer noch sind die Corona-Zahlen in Deutschland beunruhigend hoch. Am heutigen Mittwoch vermeldeten die Gesundheitsämter zudem einen Rekordwert bei den Corona-Todeszahlen. Innerhalb von 24 Stunden wurden insgesamt 590 Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 vermeldet. Das sind 103 Fälle mehr als beim bisherigen Rekordstand von 487 Todesfällen am vergangenen Mittwoch. Zudem kommen 20.815 Neuinfektionen innerhalb eines Tages hinzu.

Kein Wunder also, dass Stimmen aus der Politik immer lauter werden, die nach härteren Maßnahmen oder gar einem kompletten Lockdown verlangen, wie er ab der kommenden Woche in Sachsen geplant ist. Besonders gefährdet sehen viele die vulnerablen Gruppen, insbesondere ältere Menschen in Pflege- und Altenheimen. „Wenn das Virus einmal in der Einrichtung ist, schlägt es brutal zu“, so Gesundheitsminister Jens Spahn.

+++Corona-Ausbruch in Seniorenheim in Berlin Friedrichshain+++

Das sieht man nicht zuletzt an den immer wiederkehrenden Ausbrüchen, so geschehen aktuell in einem Seniorenheim in Berlin Friedrichshain. In der Einrichtung „Haus an der Spree“ mit insgesamt 200 Bewohnerin haben sich fast 70 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Unter den Betroffenen sind mindestens 55 Bewohner und 13 Mitarbeiter, wie der Gesundheitsstadtrat des Bezirks, Knut Mildner-Spindler, gegenüber dem Tagesspiegel berichtet.

Das Gesundheitsamt habe in den vergangenen Tagen angeordnet, dass alle Bewohner und das Personal durchgetestet werden sollen. „Seitdem haben wir in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Gesundheit und der Heimleitung die Einrichtung neu organisiert“, so Mildner-Spindler gegenüber dem „Tagesspiegel“. Es habe aber auch mehrere Todesfälle am Wochenende gegeben, so heißt es. Ob die Verstorbenen tatsächlich am Virus starben, sei derzeit noch unklar.

Patienten aus Seniorenheim müssen verlegt werden

In der Einrichtung gibt es aufgrund der positiven Corona-Fälle nun einen extremen Engpass beim Personal, sodass vier Wachkoma-Patienten in eine Klinik verlegt werden mussten. Wie das Virus in die Einrichtung kam, ist derzeit noch unklar.

+++ 09.12 Sachsen beschließt harten Lockdown ab Montag+++

Es hat sich bereits angekündigt, nun ist es beschlossene Sache. Sachsen verschärft als erstes Bundesland die Corona-Maßnahmen und schließt genau wie im ersten, bundesweiten Lockdown im Frühjahr Schulen, Kindergärten, Horte und den Einzelhandel, mit Ausnahme der lebensnotwendigen Versorgung. Das verkündete Ministerpräsident Michael Kretschmer heute nach einer Kabinettssitzung in Dresden. Der Lockdown soll ab kommenden Montag (14. Dezember) bis einschließlich 10. Januar gelten.

Kretschmer erklärte, dass die Landesregierung die Lage in Sachsen „jetzt zur Ruhe bringen“ müsse. Dies sei die einzige Möglichkeit, das Infektionsgeschehen zu stoppen.

Auf die Frage, ob es eine Notfallbetreuung in Kitas geben werde wie im Frühjahr, erklärte der Ministerpräsident, dass man daran noch arbeite. Besuche in Pflegeheimen sollen künftig nur dann möglich sein, wenn ein Test vorher gemacht wurde. „Es soll eine Besucherregelung geben, dahingehend, dass Besuche nur möglich sind, wenn ein Test gemacht wurde“, formulierte Kretschmer den neuen Beschluss. Im öffentlichen Raum, überall dort, wo sich Menschen begegnen, wird künftig überall Maskenpflicht herrschen.

Sachsen hat das Sozialministerium beauftragt, eine Kabinettsvorlage mit den neuen Regelungen zu verfassen, die am Freitag beschlossen werden soll. Wirtschaftsminister Martin Dulig kündigte zudem ein mögliches Alkoholverbot im öffentlichen Raum an, wie es bereits im Saarland und Bayern beschlossen wurde. Auch Sport in geschlossenen Räumen soll verboten werden.

Sachsen hat sich in den letzten Tagen zum größten Hotspot in Deutschland entwickelt. Insgesamt sind hier 71.320 Corona-Infektionen verzeichnet worden. Der Landkreis Bautzen und das Sächsische Schweiz-Ostgebirge sprengen sogar die Marke von 500 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb sieben Tage. Stand Dienstag hat Sachsen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 319 zu verzeichnen. 

+++08.12. Saarland: Alkoholverbot an Heiligabend und Silvester+++

Das Saarland geht in der Bekämpfung der Corona-Pandemie noch einen Schritt weiter. An Heiligabend, am Silvestertag und Neujahr gilt nun ein Alkoholverbot auf belebten Plätzen und Straßen. Ministerpräsident Tobias Hans erklärte nach einer Kabinettssitzung zwar, dass das exponentielle Wachstum gestoppt sei. Die bisherigen Maßnahmen haben aber nicht zu einem spürbaren Rückgang geführt.

Alkoholverbot wegen Corona auch in Bayern bereits verhängt

Auch in Bayern wurde bereits wegen Corona ein Alkoholverbot verhängt. So soll an bestimmten Hotspots nachts ab 22 Uhr kein Alkohol mehr verzehrt werden dürfen. In München gilt das Alkoholverbot u.a. an folgenden öffentlichen Plätzen:

  • Baldeplatz
  • Gärtnerplatz
  • Gerner Brücke
  • Isarauen zwischen Reichenbachbrücke und Wittelsbacherbrücke
  • Wedekindplatz

Im gesamten Stadtgebiet dürfen Tankstellen zudem von 22 bis 6 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen. Wer sich nicht an das Verbot hält, kann mit einem Bußgeld von mindestens 150 Euro rechnen.

Söder: Alkoholverbot stärker kontrollieren

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kündigte zudem an, das nächtliche Alkoholverbot stärker kontrollieren zu wollen. Es sollen in den nächsten Tagen deutlich mehr Kontrollen durch Polizei und Ordnungsämter stattfinden. „Das sei ganz entscheidend“, so Söder gegenüber der Presse vor einer CSU-Vorstandssitzung in München. „Wir werden insgesamt sehr darauf achten, dass es mehr eingehalten wird“, erklärt der Ministerpräsident.

Quelle:

Söder kündigt schärfere Corona-Kontrollen in Bayern an, in: br.de

+++07.12. Neue Corona-Risikogebiete in Deutschland +++

Gleich zwei Bundesländer und somit auch die letzten verbliebenen wurden nun zu Corona-Risikogebieten erklärt. Und das, obwohl man ausgerechnet dort einen vielversprechenden Corona-Sonderweg fahren wollte.

+++Mecklenburg-Vorpommern wird Risikogebiet – Inzidenz-Wert über 50+++

Mecklenburg-Vorpommern galt einst neben Schleswig-Holstein als eines der Bundesländer, die am wenigsten von Corona betroffen sind. Nun wurde auch Mecklenburg-Vorpommern am vergangenen Wochenende zum Risikogebiet erklärt. Die Zahl der Neuinfektionen stieg seit März auf 6.782. Der Inzidenz-Wert stieg somit auf insgesamt 50,5 und überschreitet den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

+++Schleswig-Holstein wird Hotspot: Was bedeutet das für Gesamtdeutschland?+++

Ebenfalls überschritt nun auch als letztes Bundesland in Deutschland Schleswig-Holstein die Hotspot-Grenze. Innerhalb der vergangenen Woche haben sich hier im Schnitt 51,6 Menschen auf 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert. Am Samstag habe die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 48,9 gelegen.

Sowohl Schleswig-Holstein als auch Mecklenburg-Vorpommern haben sich bisher vorbehalten, einen Corona-Sonderweg zu gehen. Aufgrund der relativ niedrigen Infektionszahlen wurden dort weniger drastische Corona-Maßnahmen erlassen. Nun gelten beide ebenfalls als Risikogebiete, was neue Maßnahmen nach sich ziehen dürfte.

+++Katastrophenfall in Bayern ausgerufen! Neue Hotspot-Regelungen+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat nur wenige Tage nach der bundesweiten Verschärfung der Kontaktbeschränkungen offiziell den Katastrophenfall ausgerufen und somit noch härtere Corona-Beschränkungen erlassen. Ab kommenden Mittwoch (09.12.2020) werden folgende Regelungen gelten:

  • Das Haus darf nur noch aus triftigen Grund verlassen werden – z.B. Arztbesuche, Schule, Einkaufen, Sport oder Gottesdienste
  • In Corona-Super-Hotspots ab einem Inzidenzwert von über 200 soll ab 21 Uhr bis 5 Uhr morgens eine Ausgangssperre gelten – Ausnahmen sind berufliche Tätigkeiten, Gassigehen mit dem Hund und medizinische Notfälle
  • Keine Lockerungen der Corona-Maßnahmen an Silvester wie bisher geplant. Lediglich vom 23. bis 26. Dezember dürfen sich 10 Personen aus mehreren Haushalten treffen.
  • Schüler ab der 8. Klasse sollen zwischen Präsenz- und Distanz-Unterricht wechseln
  • Das Trinken von Alkohol unter freiem Himmel ist untersagt
  • Mitarbeiter in Senioren- und Pflegeheimen sollen zweimal die Woche getestet werden

Die strengeren Corona-Regeln sollen bis einschließlich 5. Januar 2022 gelten.

+++Wann kommt der knallharte Lockdown? Politiker fordern Konsequenzen+++

Angesichts der steigenden Zahlen und der immer noch dramatischen Lage fordern viele Politiker bundesweit härtere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Die bisherigen Einschränkungen haben nicht den gewünschten Effekt gebracht, erklärte auch der Präsident des Robert Koch-Instituts Lothar Wieler in der vergangenen Woche.

Geht es nach dem bayerischen Ministerpräsident, Markus Söder, solle noch vor Weihnachten ein neues Treffen mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel erfolgen, bei dem weitere Corona-Maßnahmen beschlossen werden. „Man wird wahrscheinlich noch einmal eine Konferenz vor Weihnachten brauchen“, so Söder. Man müsse sich noch einmal unterhalten, was an Weihnachten und insbesondere über Silvester erlaubt sei. Eigentlich war das nächste Gipfeltreffen mit der Bundeskanzlerin erst am 4. Januar geplant.

Aber nicht nur Markus Söder fordert ein schnelles Handeln und weitere Verschärfungen. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat ebenfalls ein Umdenken gefordert. Vor allem im Hinblick auf die geplanten Lockerungen an Weihnachten und Silvester. „Wir werden in Deutschland insgesamt darüber sprechen müssen, ob die geplanten Lockerungen für Weihnachten und Silvester tatsächlich richtig sind, erklärt der Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg gegenüber der „Rheinischen Post“. Es werde unweigerlich zu weiteren Kontakten und zusätzlichen Reiseaktivitäten kommen und das stelle wiederum ein Risiko für einen Anstieg der Neuinfektionen dar.

+++Deutschland kurz vor Shutdown? Kanzleramtschef fordert härtere Maßnahmen+++

Stimmen für einen härteren Kurs kommen auch aus der obersten Reihe. So fordert Kanzleramtschef Helge Braun auf einer Diskussionsveranstaltung deutlich härtere Maßnahmen in Hotspots. In diesem Zusammenhang plädierte er ebenso wie Markus Söder für ein weiteres Treffen mit der Kanzlerin.

Ebenfalls kritische Stimmen zum derzeitigen Corona-Kurs kommt vom SPD-Mann Karl Lauterbach. Der Gesundheitsexperte fordert: „Die von Bayern angekündigten schärferen Maßnahmen sollten zügig auf ganz Deutschland ausgeweitet werden: „Der Wellenbrecher-Shutdown reicht bei Weitem nicht mehr aus. Es ist nicht akzeptabel, dass wir jeden Tag bis zu 500 Tote haben."

Als Sofortmaßnahme sollen seiner Meinung nach die Weihnachtsferien vorgezogen und im Januar um eine Woche verlängert werden. Zudem solle der komplette Einzelhandel nach Weihnachten schließen. „Wir brauchen jetzt einen harten Shutdown, um etwas zu bewirken“, so Lauterbach.

+++Corona-Zahlen am Montag, 7. Dezember+++

Trotz Teil-Lockdowns sehen Experten immer noch keine Trendwende bei den Corona-Infektionszahlen in Deutschland. Am heutigen Montag vermeldet das Robert Koch-Institut 12.332 Neuinfektionen. Am Montag der Vorwoche waren es rund 1.000 Infektionen weniger (11.000). Der sogenannte R-Wert liegt derzeit laut dem RKI bei 1,10. Das heißt, dass derzeit 100 Infizierte im Durchschnitt 110 Menschen anstecken.

+++Bayerischer Landkreis mit Inzidenz-Wert von fast 600+++

Die hohe Zahl der Neuinfektionen trifft einige Landkreise besonders hart. So wurde im Landkreis Regen am Wochenende ein Inzidenz-Wert von 593 erfasst. Somit kratzte erstmals ein Landkreis an der 600er-Marke. Die Gründe für die starke Ausbreitung im Super-Hotspot Regen konnte sich Landrätin Rita Röhrl nicht erklären. Es sei zu vermuten, dass nicht alle positiv getesteten Personen ihre vollständigen Kontaktdaten zur Nachverfolgung angegeben hätten.

+++04.12 Reha-Klinik entlässt nach Corona-Ausbruch alle Patienten+++

In Ahlbeck, Usedom, musste eine Reha-Klinik nach einem Corona-Ausbruch zu drastischen Maßnahmen greifen: Aufgrund zahlreicher Infektionen unter Patienten und Mitarbeiten mussten alle Patienten unverzüglich die Klinik verlassen.

Corona-Ausbruch in Reha-Klinik: 66 Infizierte

53 Patienten und 13 Mitarbeiter – die Zahl der Infizierten ist so hoch, dass die Rehabilitationsklinik Seebad Ahlbeck auf der Insel Usedom am Donnerstag auf Anordnung des örtlichen Gesundheitsamts vorübergehend schließen musste. Das hatte zur Folge, dass alle Patienten entlassen wurden, wie aus einer Patienteninformation der Klinik hervorgeht.

Strengere Schutz- und Hygienemaßnahmen sowie vereinzelte Isolationen hätten keine Wirkung gezeigt, nachdem vor zwei Wochen der erste Patient Corona-Symptome gezeigt hätte. Bis zur völligen Genesung der Mitarbeiter gilt ein Belegungsstopp. Alle Mitarbeiter der Klinik hätten sich zudem vorsorglich in Quarantäne begeben.

Aktuelle Corona-Zahlen in Deutschland

Die vielen Corona-Ausbrüche in Kliniken sowie in Pflege- und Altenheimen dürften mit dazu beitragen, dass sich die Infektionszahlen trotz Teil-Lockdown weiterhin auf einem hohen Niveau befinden. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat Freitagmorgen 23.449 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Damit haben sich in Deutschland seit Beginn der Pandemie 1.130.238 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert.

Auch die Zahl der Todesfälle ist unverändert hoch – aktuell sind es 432, sodass bisher 18.034 mit oder an dem Coronavirus gestorben sind. Als genesen gelten 820.600 Menschen. Dagegen gibt es derzeit 291.500 aktive Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt für das gesamte Bundesgebiet bei 135. Unter den Bundesländern ist Sachsen mit einem 7-Tage-Wert von 276 mit großem Abstand Spitzenreiter, gefolgt von Bayern (171) und Berlin (162,83).

Der R-Wert ist im Vergleich zum Vortag leicht gesunken: von 0,84 auf 0,83. Damit stecken derzeit 100 Infizierte im Schnitt 83 Personen an. Erst ab einem Wert von 0,7 gilt das Infektionsgeschehen als kontrollierbar.

+++03.12. Verlängerung des Teil-Lockdowns beschlossen+++

Eigentlich wollten Bund und Länder bei der gestrigen Konferenz Corona nur am Rande behandeln, so schien es. Nun wurde doch eine weitreichende Corona-Maßnahme beschlossen: Der Teil-Lockdown soll bis zum 10. Januar verlängert werden. Das heißt, Restaurants, Museen und Theater sowie Freizeiteinrichtungen werden bis dahin weiterhin geschlossen bleiben.

Angela Merkel über aktuelle Corona-Lage

„Im Grundsatz bleibt der Zustand, wie er jetzt ist“, erklärte die Bundeskanzlerin im Anschluss an die Konferenz mit den Ministerpräsidenten der einzelnen Länder. Deutschland sei noch sehr weit entfernt von den Zielwerten. Man müsse einen Wert von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen erreichen, bekräftigte Angela Merkel noch einmal im Anschluss.

Lockdown-Verlängerung: Mecklenburg-Vorpommern stellt sich quer

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zeigt sich angesichts des verlängerten Teil-Lockdowns eher zurückhaltend. Ob es in ihrem Bundesland auch dazu komme, soll der Gipfel des Bundeslandes am 15. Dezember entscheiden, erklärte Schwesig im Anschluss an die Beratung der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin. Mecklenburg-Vorpommern gehöre bereits jetzt zu den Bundesländern neben Schleswig-Holstein, die einen Inzidenz-Wert von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche haben.

Ursprünglich wollten Bund und Länder bei der gestrigen Besprechung über die Corona-Finanzen sprechen. Die Länderchefs kritisierten im Rahmen der Besprechung die Novemberhilfen und forderten eine Nachbesserung. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bekräftigte noch einmal, dass viele Firmen immer noch auf ihre Zahlungen warten.

+++Corona-Zahlen vom 3. Dezember: Über 22.000 Neuinfektionen+++

Das Robert Koch-Institut meldete heute, am 3. Dezember, innerhalb eines Tages 22.046 Neuinfektionen. Damit liegt der Wert nur knapp unter dem der Vorwoche. Zudem wurden 479 Todesfälle innerhalb eines Tages gemeldet. Der Sieben-Tage-R-Wert liegt derzeit bei 0,89.

+++ WHO empfiehlt das Tragen einer Maske – auch zu Hause +++

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat bezüglich der Eindämmung der Corona-Pandemie eine neue Empfehlung herausgegeben. Diese betrifft die Benutzung eines Mund-Nasen-Schutzes. Neu aufgenommen bei den Empfehlungen ist, dass Menschen auch in der eigenen Wohnung bei Besuch von Außenstehenden Masken tragen sollen. Dieses gilt vor allem dann, wenn die Lüftung nicht gut ist oder nicht richtig beurteilt werden könne.

Zudem gelte die Empfehlung auch, wenn im privaten Raum die Abstandregelung von einem Meter nicht eingehalten werden könne. Ebenfalls geht aus der Aktualisierung der WHO-Empfehlung hervor, dass in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen alle Arbeitenden, also auch Reinigungs- und Küchenpersonal sowie Büroangestellte eine Maske tragen sollen.

Quelle: WHO empfiehlt Masken jetzt auch im eigenen Haus, in: spiegel.de

+++Trotz Ski-Saison: Österreich verhängt Quarantäne-Pflicht für Urlauber+++

Ab dem 7. Dezember bis einschließlich 10. Januar gilt für alle Einreisenden aus Risikogebieten in Österreich eine zehntägige Quarantäne-Pflicht. So solle das Virus nicht durch Touristen ins Land getragen werden. Der Schwellenwert für die Quarantäneregelung liegt bei mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen 14 Tage. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn begrüßte die Maßnahme der Quarantäne-Pflicht. Alle hätten die Erfahrung aus Februar und März noch in den Knochen, bei dem durch die Rückreise der Ski-Touristen das Virus unbemerkt in fast alle EU-Staaten verteilt wurde, erklärte Spahn bei einer Video-Konferenz.

+++Ausgangssperren in sieben deutschen Regionen+++

Die Corona-Neuinfektionen in Deutschland sind weiterhin auf einem hohen Niveau – allein in den vergangenen 24 Stunden wurden dem Robert Koch-Institut 17.270 neue COVID-19-Fälle gemeldet. Besonders betroffen sind die Bundesländer Bayern, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen, deren jeweilige Sieben-Tage-Inzidenz über dem bundesweiten Wert von 137 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt. Bayern und Sachsen reagieren und verhängen erste Ausgangssperren. 

Ausgangssperren in fünf bayerischen Regionen

Passau ist mit einer 7-Tage-Inzidenz von aktuell 549,2 der am heftigsten betroffene Corona-Hotspot Deutschlands. In der Stadt an der Grenze zu Österreich gilt deswegen seit dem 27. November eine Ausgangsperre. Einwohner dürfen ihr Haus nur noch aus triftigem Grund verlassen – etwa um zur Arbeit oder zum Einkaufen zu gehen. 

Am 1. Dezember verhängte auch Nürnberg als erste Großstadt im Freistaat eine Ausgangsperre. „Wir haben eher ein diffuses Infektionsgeschehen hier in unserer Stadt“, erklärte Oberbürgermeister Marcus König die Corona-Maßnahme. Aktuell liegt die Zahl der Neuinfektionen in Nürnberg bei 365 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. 
Die Landkreise Regen (382,4) und Freyung-Grafenau (365) sowie die kreisfreie Stadt Schwabach (341,6) reagierten ebenfalls mit einer Ausgangsperre auf die hohen COVID-19-Infektionen.

Sachsen: Ausgangsbeschränkungen in allen Landkreisen

Aktuell gilt Sachsen als das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Bundesland. Mit einem Inzidenz-Wert von 261,49 liegt es vor Berlin (170,95) und Bayern (170,07). Die Politik reagiert jetzt: "Es gilt nahezu im gesamten Freistaat bis auf die drei großen Städte, die ein anderes Infektionsgeschehen haben, (...) eine Ausgangsbeschränkung", sagt Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) im ZDF.
Die Landkreise Görlitz und Bautzen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 317,3 und 382,6 waren zuerst unter Ausgangssperren gestellt worden. Bis zum 28. Dezember dürfen Bürger dort ihre Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen:

  • Abwendung einer Gefahr für Leib, Leben und Eigentum
  • Weg zur Arbeit, Kita, Schule, Arzt
  • Einkaufen
  • Besuch von Ehe- und Lebenspartnern, eigenen Kindern sowie hilfsbedürftigen und kranken Menschen
  • Eheschließungen (mit maximal 25 Personen)
  • Begleitung Sterbender und Beerdigungen (mit maximal 25 Personen)
  • Sport und Bewegung im Freien im Umkreis von 15 Kilometern der Wohnung
  • Besuch des eigenen oder gepachteten Kleingartens oder Grundstücks
  • Versorgung von Tieren

Außerdem gelten Alkoholverbot und Maskenpflicht im öffentlichen Raum. 

+++Corona in Deutschland: Neuer Negativrekord erreicht+++

Nach den traditionell niedrigen Infektionszahlen zu Wochenbeginn meldet das Robert Koch-Institut am heutigen Mittwoch einen neuen Negativrekord: In Deutschland sind binnen 24 Stunden knapp 500 Menschen an oder mit COVID-19 gestorben. 

487 Corona-Tote in 24 Stunden

Die Zahl der Menschen in Deutschland, die an oder mit dem Coronavirus gestorben sind, liegt aktuell bei insgesamt 17.123 – das sind 487 mehr als am Vortag. Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich hierzulande 1.084.743 Personen mit COVID-19 infiziert. Seit gestern kamen 17.270 Neuinfektionen hinzu. Als genesen gelten laut Schätzungen des RKI 779.500 Menschen. Demzufolge ergeben sich rund 288.100 aktive SARS-CoV-2-Infektionen. 

Die 7-Tage-Reproduktionszahl sinkt indes weiter und liegt aktuell bei 0,89 (0,91 am Vortag). Der Wert bildet das Infektionsgesehen 8 bis 16 Tage zuvor ab und sagt aus, dass 100 Infizierte im Mittel 89 weitere Menschen anstecken. 

+++01.12. Sachsen ist Deutschlands Corona-Hotspot+++

Am 1. Dezember 2020 meldet das Robert Koch-Institut eine bundeslandweite 7-Tage-Inzidenz von 256,76 für Sachsen. Damit führt Sachsen die Liste der Bundesländer mit den meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Berlin (Inzidenzwert 180,11) und Bayern (Inzidenzwert 171,44) folgen. 

Von Sachsens 13 Landkreisen und kreisfreien Städten liegen zehn über dem kritischen Grenzwert von 200 Neuinfektionen/100.000 Einwohner binnen sieben Tage – fünf davon sogar über einem Wert von 300: 

  • Görlitz: 328,8
  • Zwickau: 344,1
  • Sächsische Schweiz-Osterzgebirge: 382,8
  • Erzgebirgskreis: 400,1
  • Bautzen: 413,7

+++Hildburghausen nicht länger Corona-Hotspot Nr. 1+++

412 Regionen weist das Robert Koch-Institut in der Corona-Datensammlung aus. 383 darunter überschreiten den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Der bisherige Super-Hotspot Deutschlands: Hildburghausen in Thüringen. Der Landkreis knackte als erster in Deutschland eine Sieben-Tage-Inzidenz von 500. Inzwischen ist Hildburghausen nicht mehr Negativ-Spitzenreiten. Die bayrische Stadt Passau weist aktuell eine Neuinfektionsrate von 549,2 auf. Hildburghausen steht mit 519 auf Platz 2, gefolgt von Bautzen. 

+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Am heutigen Dienstag meldet das RKI 13.604 neue COVID-19-Fälle binnen 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie in Deutschland haben sich 1.067.473 Menschen mit dem Virus angesteckt. Daran oder damit gestorben sind bisher 16.636 Personen – 388 mehr als am Vortag. Als genesen gelten rund 758.800 Menschen. Das sind etwa 19.800 mehr als am Tag zuvor. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 138 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. 

Die 7-Tage-R, die das Infektionsgeschehen von vor etwa acht bis 16 Tagen widerspiegelt, sinkt weiterhin leicht. Sie ging von 0,96 auf zunächst 0,95 und aktuell 0,91 zurück. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Mittel 91 Mitmenschen anstecken. 

+++30.11. Neue Quarantäne-Maßnahme in Berlin+++

„Wir haben immer noch Zahlen, bei denen man sich überhaupt nicht zurücklehnen kann“, betonte Berlins Bürgermeister Michael Müller mit Blick auf die hohen Corona-Infektionszahlen am Sonntagabend zu Gast bei Anne Will. Zusätzlich zum aktuell verlängerte Teil-Lockdown und den geltenden AHA+L+A-Regeln möchte der SPD-Politiker nun einen Weg finden, wie Bürger angeordnete Corona-Quarantänen besser einhalten können. 

Quarantäne im Hotel

Michael Müller möchte Bürgern die Möglichkeit geben, eine notwendige Quarantäne im Hotel oder einer Pension zu verbringen. Diese Maßnahme habe zwei Vorteile: Zum einen würde eine Quarantäne auf diesem Weg leichter kontrollier- und umsetzbar, zum anderen bedeute dieser Schritt mehr Sicherheit für das Umfeld eines Infizierten. Viele Menschen leben auf (zu) engem Raum. Durch die Quarantäne im Hotel reduziere sich die Ansteckungsgefahr für Familienmitglieder.

Die neue Corona-Maßnahme könnte bereits am Dienstag im Berliner Senat beschlossen werden.

Hohe Infektionszahlen in Berlin: Sonderweg an Weihnachten 2020

Abseits einer möglichen Quarantäne im Hotel werden die geltenden Corona-Maßnahmen in der Hauptstadt an Weihnachten nicht gelockert. Im Rest Deutschland dürfen sich zwischen Heilig Abend und Neujahr bis zu zehn Menschen aus verschiedenen Haushalten treffen – nicht so in Berlin. 
Mit einer aktuellen 7-Tage-Inzidenz von 199 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gilt Berlin als am zweitstärksten betroffenes Bundesland hinter Sachsen mit einem Inzidenzwert von 242 und vor Bayern mit 175. 

+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Dem RKI wurden in den vergangenen 24 Stunden 11.169 neue Corona-Fälle übermittelt, womit die Zahl der COVID-19-Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 1.053.869 steigt. Sonntags und montags liegt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen traditionell tiefer, da am Wochenende weniger getestet und übermittelt wird. 

Stand 30. November 2020 verzeichnet Deutschland 16.248 Todesfälle – 125 mehr als am Vortag. Als genesen gelten 739.100 Menschen, ein Plus von 16.800. 

Die 7-Tage-R, die das Infektionsgeschehen von vor etwa acht bis 16 Tagen widerspiegelt, liegt aktuell bei 0,95. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Mittel 95 Mitmenschen anstecken. Am Vortag hatte sie bei 0,96 gelegen. Experten gehen davon aus, dass die Reproduktionszahl über einen längeren Zeitraum bei 0,7 liegen muss, um die Infektionslage in Deutschland unter Kontrolle zu bringen.

+++27.11 Schleswig-Holstein geht Corona-Sonderweg+++

Die am vergangenen Mittwoch beschlossenen Corona-Maßnahmen werden nicht in jedem Bundesland in Gänze umgesetzt. So kündigte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am heutigen Freitag in einer Sondersitzung des Landtags an, das umstrittene Beherbergungsverbot über Weihnachten zu lockern. Was genau bedeutet das?

Schleswig-Holstein: Einschränkungen bei Hotel-Übernachtungen an Weihnachten

Vom 23. bis 27. Dezember dürfen Familienangehörige ihre Verwandten besuchen und dabei auch im Hotel übernachten. Es seien jedoch lediglich in diesem Zeitraum maximal zwei Übernachtungen erlaubt. Mit diesem Vorstoß richtet man sich gegen die Empfehlung von Kanzleramtschef Helge Braun.

Gelockerte Corona-Maßnahmen in Schleswig-Holstein

Das gelockerte Übernachtungsverbot ist nur eine der Corona-Maßnahmen, die in Schleswig-Holstein nicht ganz so streng gehandhabt werden wie in anderen Bundesländern. So dürfen im Norden auch Nagel- und Kosmetik-Studios ab Montag öffnen, ebenso wie Tierparks und Wildgehege.

Eine Lockerung des Beherbergungsverbot ist übrigens auch in den Bundesländern Hessen und Nordrhein-Westfalen im Gespräch. 

Das Robert Koch-Institut hat auch am heutigen Freitag die aktuellen Corona-Zahlen übermittelt. Und die sind trotz Teil-Lockdowns immer noch beunruhigend hoch. Mehr noch: Wie das RKI vermeldet, haben sich in Deutschland bis heute nachweislich über eine Million Menschen (1.006.394) mit dem Coronavirus infiziert. Und die Prognose für die Zukunft könnte noch düsterer ausfallen. Geht man von einer konstanten Neuinfektionsrate von circa 18.000 Fällen am Tag aus, könnte sogar vor Weihnachten noch eine halbe Million Neuinfektionen hinzukommen. Die Zahlen im Überblick:

+++Corona-Zahlen am 27. November: Eine Million Corona-Infizierte in Deutschland+++

Das Robert Koch-Institut meldet am 27. November 22.268 Neuinfektionen mehr als am Vortag. Gleichzeitig wurden auch 424 neue Todesfälle gemeldet. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert liegt bei 137,8. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert liegt laut dem RKI aktuell bei 0,90 (Stand: Donnerstagabend). Am Vortag lag dieser noch bei 0,87.

Einen nicht unwesentlichen Teil zum Infektionsgeschehen beigetragen hat wohl auch ein großer Corona-Ausbruch im Landkreis Passau.

+++Heftiger Corona-Ausbruch in Schlachthof-Betrieb – Zahl der Infizierten verdoppelt+++

In Vilshofen im Landkreis Passau kam es in einem Schlachthof zu einem Corona-Ausbruch. Die Zahl der Infizierten stieg innerhalb kürzester Zeit schnell an und verdoppelte sich innerhalb eines Tages von zunächst 41 bekannten Corona-Fällen auf 82 Infizierte. Die positiven Testungen sind durch eine routinemäßige Reihentestung ermittelt geworden.

Ein Sprecher des Schlachthofs der Vion-Gruppe erklärte auf Anfrage des „BR’s“, dass sich die positiv getesteten Personen derzeit in Isolation befinden. Es sei zudem nicht auszuschließen, dass es noch zu weiteren positiven Test-Ergebnissen kommt. Wie das Landratsamt mitteilt, haben sich die Mitarbeiter des Schlachtbetriebs vor Ausbruch teilweise Wohnungen geteilt oder gemeinschaftliche Sozialräume genutzt. Es sei daher nicht auszuschließen, dass sich das Virus innerhalb dieser Kreise noch weiterverbreitet habe.

+++26.11. 8 Tote nach Corona-Ausbruch in Pflegeheim in Großwallstadt +++

Eigentlich sollten vulnerable Gruppen besonders geschützt werden vor einer Ansteckung mit dem gefährlichen Coronavirus. In einem Pflegeheim in Großwallstadt in Bayern ist es trotz strenger Vorschriften dennoch zu einem verheerenden Corona-Ausbruch gekommen.

In dem Pflegeheim „Haus Theresa“ im unterfränkischen Großwallstadt im Landkreis Miltenberg sind insgesamt 41 Bewohner beheimatet. 39 von ihnen haben sich im Zuge des Ausbruchs mit dem Coronavirus infiziert. Das Dramatische: Acht Personen starben in Folge der Ansteckung innerhalb von zwei Wochen im Zusammenhang mit der Corona-Infektion. Zudem seien ebenfalls 20 der 34 Pflegekräfte des Seniorenheims corona-positiv getestet worden.

Wie u.a. die „Main-Post“ berichtet, habe das Pflegezentrum derweilen die ambulanten Pflegedienste eingestellt und das für die ambulante Pflege eingeteilte Personal für die Betreuung der mit Corona infizierten Heimbewohner abgestellt.

Neben diesem Seniorenheim sollen auch noch acht weitere Seniorenheime im Landkreis Miltenberg von Corona betroffen sein.

Kriminalpolizei ermittelt wegen Corona-Ausbruch im Pflegeheim

Die vielen Todesfälle und die schnelle Ausbreitung des Virus in dem betroffenen Seniorenheim geben Anlass zu der Annahme, dass die „notwendigen Schutzkonzepte“ nicht entsprechend umgesetzt worden, erklärte das Polizeipräsidium Unterfranken auf Anfrage gegenüber den Medien. Nun werde „der Anfangsverdacht untersucht“. Die Ermittlung der Kriminalpolizei laufen bereits.

+++ Corona-Fallzahlen am 26. November: Mehr als 22.000 neue Fälle +++

Das Robert Koch-Institut vermeldet am 26. November 22.268 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Das sind rund 3.600 Fälle mehr als am Mittwoch (18.633). Der 7-Tage-R-Wert liegt laut dem RKI derweilen bei 0,87 (Vortag: 0,90). Um die Zahl der Neu-Infektionen weiter zu minimieren, haben Bund und Länder am gestrigen Mittwochabend neue Corona-Maßnahmen beschlossen. So soll bei einem Inzidenz-Wert von 200 Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 100.000 Einwohner drastischere Corona-Maßnahmen erfolgen.

+++25.11. Beerdigung mit 400 Gästen aufgelöst+++

Rund 400 Gäste versammelten sich am Montag auf dem Aumunder Friedhof in Bremen-Vegesack, um gemeinsam um ein verstorbenes Familienoberhaupt zu trauern. Zahlreiche Verstöße gegen geltende Hygienevorschriften riefen die Polizei auf den Plan. Vor Ort stellte sich dann etwas Unglaubliches heraus. 

Ein Todesfall, zwei viel zu große Feiern

Wie die Bremer Polizei bestätigte, hatten Beamte bereits drei Tage zuvor, also am Samstag (21. November), eine Trauerfeier in Bremen Blumenthal aufgelöst. Verabschiedet wurde dasselbe, ursprünglich aus dem Libanon stammende Familienoberhaupt wie am Montag auf dem Aumunder Friedhof. In einem Hinterhof waren Zelten aufgebaut worden, rund 50 Menschen hatten sich zum Trauern versammelt.

Beim Eintreffen der Beamten seien einige Gäste geflüchtet, andere hätten sich bei Gesprächen mit den Polizisten uneinsichtig gezeigt. Hygieneregeln seien kaum eingehalten worden, hieß es weiterhin in einem Bericht der Polizei Bremen. Zu den 33 Anzeigen wegen Corona-Verstößen registrierten die Beamten diverse Falschparker. Sie hatten die Feier auch entlarvt: Nachbarn hatten sich über die im Weg stehenden Autos gewundert und beschwert. 

Friedhofsgäste zeigen Einsicht

Bei der Auflösung der 400-Gäste-Beerdigung soll es laut Polizeisprecherin Franka Haedke zu keinen größeren Problemen gekommen sein. Nach einigen klärenden Gesprächen hätten sämtliche Gäste die Feier nach und nach verlassen. Obwohl die Organisatoren der Feier bemüht darum gewesen waren, ein Hygienekonzept einzuhalten, kam es zu zahlreichen Corona-Verstößen, so die Polizei weiter. Angefangen bei der Gästeanzahl von 400 Personen. In Bremen sind derzeit bei Trauerfeiern unter freiem Himmel maximal 100 Menschen gestattet. In Trauerhallen sind es je nach Größe deutlich weniger.

Zwar habe es vor Ort Desinfektionsmittel gegeben und ein Großteil der Gäste hätte versucht, den nötigen Abstand einzuhalten und einen Mund-Nasen-Schutz getragen. Dennoch waren unter den Trauernden auch Personen, die sich nicht an die Auflagen hielten. 

+++Neuer Negativrekord: Über 400 Tote in 24 Stunden+++

Wie das Robert Koch-Institut am Mittwochmorgen meldet, sind in den vergangenen 24 Stunden 410 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Seit Beginn der Pandemie in Deutschland hat es innerhalb eines Tages nicht so viele Opfer gegeben. Mitte April war der bisherige Höchststand von 315 Corona-Toten binnen 24 Stunden gemeldet worden. Die Zahl der Todesfälle ingesamt steigt damit auf 14.771 Menschen. 

Zu den labortechnisch bestätigten COVID-19-Fällen kamen zuletzt 18.633 hinzu. Das sind gut 1.000 Neuinfektionen mehr als vor einer Woche. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland 961.320 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. Rund 656.400 Menschen gelten als genesen – etwa 19.800 mehr als am Vortag. Damit gibt es derzeit knapp aktive 290.100 COVID-19-Infektionen. Deutschlandweit werden aktuell 3.770 Corona-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Das sind 28 mehr als am Tag zuvor. 

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die misst, wie viele Neuinfektionen pro 100.00ß Einwohner binnen einer Woche verzeichnet werden, liegt bundesweit bei aktuell 142 und ist somit minimal gesunken: Zuletzt hatte sie bei 143 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gelegen. 

Die vom RKI geschätzte 7-Tage-R sank ebenfalls minimal von 1,03 am vorvergangenen Tag auf 0,97 am Vortag auf aktuell 0,90. Die Reproduktionszahl bildet ab, wie viele Mitmenschen ein COVID-19-Infizierter im Mittel ansteckt. Der Wert von 0,90 bedeutet, dass 100 Infizierte das Virus im Schnitt an 90 Mitmenschen weitergeben. Betrachtet wird dabei das Infektionsgesehen acht bis 16 Tage zuvor. 

+++24.11. Augsburg erlässt strenge Corona-Maßnahmen+++

Kurz vor dem morgigen Corona-Gipfel von Bund und Ländern hat sich die Stadt Augsburg aufgrund konstant hoher Infektionszahlen bereits jetzt für strengere Corona-Maßnahmen entschieden, um das Infektionsgeschehen einzudämmen.

Strenge Corona-Maßnahmen in Augsburg

Der Augsburger Krisenstab informierte heute in einer Live-Schalte über die geplanten Corona-Maßnahmen. Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) erklärte: „Wir kommen mit den Zahlen einfach nicht runter“. Zwar zählt Augsburg hinsichtlich der Infektionszahlen nicht zu den Spitzenreitern. Doch mit einem Sieben-Tage-Wert von aktuell 264 liegen die Zahlen in der bayerischen Stadt auf einem hohen Niveau. 

Ab kommenden Freitag, 18 Uhr, sollen daher diese Maßnahmen in Augsburg gelten:

  • Kontaktbeschränkung auf maximal fünf Personen aus einem oder zwei Haushalten 
  • Maskenpflicht vor Geschäften, auf Parkplätzen und am Arbeitsplatz
  • Die zulässige Höchstzahl der Kunden in Geschäften wird halbiert: Pro Kunde werden 20 Quadratmeter Fläche vorgegeben 
  • Verbot jeglicher Art von Straßenmärkten
  • Alkoholausschankverbot, auch in Kiosks

Wechselunterricht an Schulen, Bildungseinrichtungen schließen

Außerdem soll ab nächster Woche an Mittel- und Förderschulen ab der siebten Klasse auf Wechselunterricht umgestiegen werden, wenn in den Klassenzimmern die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Alle anderen Bildungseinrichtungen – Universitäten, Volkshochschulen sowie Musik- und Fahrschulen – müssen ab Montag schließen, da Präsenzunterricht untersagt ist. Fahrlehrer dürfen zudem keine Fahrstunden geben.  

Oberbürgermeisterin Weber erklärte in der Video-Schalte, dass es zu einer Ausgangsbeschränkung ab 21 Uhr kommen könne, wenn durch die geplanten Maßnahmen das Infektionsgeschehen in Augsburg nicht eingedämmt wird.

+++24.11. Hildburghausen mit 7-Tage-Inzidenz von 482,6+++

Die Zahl der Neuinfektionen in Hildburghausen explodiert weiter. Zu Wochenbeginn wies der Landkreis in Thüringen bereits eine Sieben-Tage-Inzidenz von 395,6 auf. Aktuell liegt der Wert bei 482,6 – höher als in jedem anderen Bundesland in Deutschland.
Die 7-Tage-Inzidenz sagt aus, wie viele Neuinfektionen binnen einer Woche in einem Landkreis gezählt werden. Um den Wert in bundesweite Relation zu setzen, wird er auf 100.000 Einwohner berechnet. Als kritisch gilt die Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Wird dieser Wert überschritten, dürfen schärfere Corona-Maßnahmen ergriffen werden. Genau das passiert jetzt in Hildburghausen. 

Schulen und Kitas schließen

Als drastischsten Schritt haben Landkreis und Landesregierung beschlossen, alle Schulen und Kitas in Hildburghausen zu schließen. Ab Mittwoch bleiben die Türen der Bildungs- und Betreuungseinrichtungen zu. Nach fünf Tagen stehen dann Corona-Schnelltests für alle Kinder und das pädagogische Personal auf dem Plan. 

Zusätzlich zu den geschlossenen Schulen und Kitas sollen die Kontakte der Menschen in Hildburghausen eingeschränkt werden. Die eigenen vier Wände dürfen dann nur noch aus einem triftigen Grund verlassen werden – etwa, um zur Arbeit zu fahren. Soziale Kontakte sollen ebenfalls auf ein Minimum reduziert werden. 

Keine Entspannung in Sicht

Landrat Thomas Müller ist sich sicher, dass es eine Weile dauern wird, bis die Corona-Maßnahmen in Hildburghausen greifen. „Wir werden jetzt Richtung 500 marschieren“, betonte der CDU-Politiker. 

Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 468,6 führt Hildburghausen die Negativ-Liste der Corona-Hotspots  deutschlandweit an. Den zweithöchsten Wert weist Passau in Bayern mit 390,1 auf, danach folgt das Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 364 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 143. 

+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Das RKI meldet am Dienstag 13.554 mehr Corona-Fälle als am Vortag. Damit steigt die Zahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland mit SARS-CoV-2 angesteckt haben, auf 942.687. Die Zahl der Corona-Toten steigt um 249 auf 14.361 Menschen. Als Genesen gelten rund 636.700 Personen. Das sind etwa 17.900 mehr als am Vortag. Rund 291.600 Corona-Infektionen gelten damit als aktiv. Deutschlandweit werden aktuell 3.742 COVID-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt – 33 mehr als am Vortag. 

Das RKI gibt zudem zwei Reproduktionszahlen an, die abschätzen, wie viele Mitmenschen ein Corona-Infizierter im Mittel ansteckt. Die 7-Tage-R bezieht sich im Gegensatz zur 4-Tage-R auf einen längeren Infektionszeitraum und ist deswegen weniger tagesaktuellen Schwankungen unterworfen. Aktuell sinkt dieser Wert und liegt jetzt bei 0,97. Am Vortag hatte er noch 1,03 betragen. Das bedeutet, dass 100 COVID-19-Infizierte im Schnitt 97 Personen anstecken.

+++23.11. Corona-Impfungen im Dezember+++

Schon Mitte Dezember könnten die ersten Menschen in Deutschland gegen SARS-CoV-2 geimpft werden, sagte Jens Spahn im Interview mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Alles richte sich nach dem Zeitpunkt der Impfstoff-Zulassung: „Es gibt Anlass zum Optimismus, dass es noch in diesem Jahr eine Zulassung für einen Impfstoff in Europa geben wird. Und dann können wir mit den Impfungen sofort loslegen.“ 

Über 300 Millionen gesicherte Impfdosen

Jens Spahn sieht es zum aktuellen Zeitpunkt als gegeben, dass in Deutschland jeder, der geimpft werden wolle, auch geimpft werden könne. Über die EU-Kommission sowie bilaterale Verträge und Optionen stünden Deutschland über 300 Millionen Impfdosen zur Verfügung. Spahn verdeutlichte: „Auch bei zwei Dosen pro Impfung hätten wir dann genug für die eigene Bevölkerung und könnten mit anderen Ländern teilen.“  

Vorbild Grippeimpfung

Dass man bis Ende 2021 benötige, um alle Bevölkerungsgruppen durchzuimpfen, glaubt Jens Spahn indes nicht. Zwar gebe es Impfstoffe, die bei minus 70 Grad Celsius gekühlt werden müssen und die deswegen nur sehr vorsichtig und aufwändig transportiert werden können. Dies sei allerdings nicht die Regel, was einen schnelleren Impfprozess wahrscheinlich mache. 

Genügend Routine ergebe sich aus den jahrzehntelangen Erfahrungen mit der Grippe. „Vergessen wir nicht, dass jährlich in wenigen Wochen bis zu 20 Millionen Menschen gegen Grippe geimpft werden“, betonte der Bundesgesundheitsminister. 

+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Wie das RKI am Montag festhält, haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland 929.133 Menschen nachweislich mit COVID-19 infiziert. Das sind 10.864 Corona-Fälle mehr als am Vortag und 40 Fälle mehr im Vergleich zum vergangenen Montag. Sonntags und montags ist die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen üblicherweise gering, weil weniger getestet wird. 

Die Zahl der Todesfälle stieg binnen 24 Stunden um 90 Menschen auf ingesamt 14.112. Als genesen gelten aktuell 618.800 Personen – rund 15.000 mehr als am Vortag. Damit gibt es in Deutschland derzeit rund 296.200 aktive Corona-Infektionen. 

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut RKI Lagebericht vom 22. November bei 141 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Des Weiteren verweist die Bundesbehörde darauf, dass immer mehr COVID-19-Patienten einen schweren Krankheitsverlauf erleiden: „Seit Mitte Oktober steigt die Zahl der intensivmedizinisch behandelten COVID-19-Fälle stark an, von 655 Patienten am 15.10.2020 auf 3.709 heute am 22.11.2020.“

Das RKI gibt zudem zwei Reproduktionszahlen an, die abschätzen, wie viele Mitmenschen ein Corona-Infizierter im Mittel ansteckt. Die 7-Tage-R bezieht sich im Gegensatz zur 4-Tage-R auf einen längeren Infektionszeitraum und ist deswegen weniger tagesaktuellen Schwankungen unterworfen. Aktuell sinkt dieser Wert leicht: von 1,07 auf 1,03. Das bedeutet, dass 100 COVID-19-Infizierte im Schnitt 103 Personen anstecken. 

+++20.11. Deutschland erreicht Rekordwert bei Corona-Neuansteckungen+++

In Deutschland vermeldeten die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut am heutigen Freitag 23.648 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit ist erneut in Deutschland ein trauriger Höchststand erreicht worden. Besiegeln diese Zahlen etwa die Verlängerung des Teil-Lockdowns?

Bereits am Freitag vor einer Woche waren die Corona-Zahlen mit 23.542 positiven Corona-Fällen bei den gemeldeten Neuinfektionen besorgniserregend hoch. An diesem Freitag wurde diese Zahl nun noch getoppt.

Insgesamt wurden in Deutschland bisher 879,564 positive Corona-Fälle vom Robert Koch-Institut verzeichnet. Der sogenannte 7-Tage-R-Wert liegt derzeit bei 0,99 (Vortag: 0,95) Liegt dieser Wert unter 1 spricht man davon, dass das exponentielle Wachstum gestoppt ist.

Kommt jetzt die Verlängerung des Teil-Lockdowns?

Angesichts solcher Zahlen gehen viele Experten davon aus, dass der Teil-Lockdown, der ursprünglich nur für drei Wochen geplant war, sich verlängern wird, bis sich die Zahlen stabilisiert haben. Das RKI gab diesbezüglich keine Empfehlung aus, konnte aber auch keine Entwarnung geben. In der gestrigen Pressekonferenz äußerte sich RKI-Präsident Lothar Wieler verhalten: „Die Fallzahlen sind immer noch viel zu hoch“, so der Experte. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält eine Verlängerung des Lockdown Lights ebenfalls für möglich: „Ich habe wenig Hoffnung, dass Ende November alles wieder gut ist“, erklärte er unlängst gegenüber dem „BR“. Er gehe davon aus, dass die Anti-Corona-Maßnahmen über das Monatsende hinaus verlängert werden.

+++ Angela Merkel hält Impfstoff-Einsatz bereits für Dezember möglich+++

Bundeskanzlerin Angela Merkel macht hingegen bei einer anderen Sache Mut. Sie hält die Zulassung und den Einsatz eines möglichen Impfstoffs bereits für Ende Dezember möglich. Sobald der Impfstoff zugelassen ist, könne man direkt mit dem Impfen beginnen, so Merkel.

+++19.11. Corona-Ausbruch in Klinik in Bayern fordert mehrere Todesopfer+++

Ende Oktober kam es im Krankenhaus in Schongau zu einem verheerenden Corona-Ausbruch, dessen Auswirkungen immer noch andauern. So vermeldet die Klinik, dass in der Einrichtung inzwischen sieben Patienten an COVID-19 verstorben sind. Angesteckt hatten sich die Patienten allesamt innerhalb der Klinik.

Sieben Todesfälle in Klinik in Schongau: Patienten waren vorbelastet

Zuletzt verstarb eine 80-jährige Patienten aufgrund des Corona-Ausbruchs. Wie der Bayrische Rundfunkt mitteilt, sind die durchweg ältere Patienten alle mit schweren Vorerkrankungen in die Klinik gekommen.

Schongau: Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Corona-Ausbruch

Derweilen ermitteln die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft, um den Ursprung des verheerenden Corona-Ausbruchs zu ermitteln und zu klären, ob ein Fehlverhalten seitens der Klinik vorlag. Der Klinik-Chef selbst vermutet einen Superspreader-Patienten als Ursprung. Die Hygiene-Maßnahmen seien konsequent eingehalten worden.

Nicht nur die Patienten traf der Corona-Ausbruch. Auch Mitarbeiter waren in den vergangenen Tagen an COVID-19 erkrankt oder mussten in Quarantäne. Wie der „BR“ berichtet, sind aktuell 60 Prozent der Belegschaft wieder gesund, 38 weitere Beschäftigte befinden sich derzeit noch in Quarantäne. In den kommenden Tagen sollen weitere Reihentestungen erfolgen. Nach Bekanntgabe des Corona-Ausbruchs im Oktober wurden insgesamt 600 Mitarbeiter der Klinik in Quarantäne geschickt.

+++Trotz Lockdown: Corona-Fallzahlen steigen weiter an+++

Trotz Lockdowns steigen die Corona-Zahlen in Deutschland weiter an. Am 19. Oktober wurden 22.609 Corona-Infektionen mehr als am Vortag gemeldet. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert liegt derweilen bei 138,9. Insgesamt sind in Deutschland bisher 13.370 Personen an COVID-19 verstorben.

Quelle:

COVID-19 Fallzahlen in Deutschland und weltweit, rki.de (Robert Koch-Institut)

+++18.11. Verschärfte Maskenpflicht in Sachsen+++

Ab heute müssen Alltagsmasken in Sachsen nicht nur in Schulen, Kitas und Einkaufsmärkten getragen werden, sondern auch davor. Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung ankündigte, gilt die Maskenpflicht in Sachsen in Zukunft vor Schul- und Kitagebäuden, sowie auf Supermarktparkplätzen. 

Sachsen hat schwer mit dem Coronavirus zu kämpfen. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 160,59 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Im bundesweiten Vergleich liegt Sachsen mit derzeit 36.891 COVID-19-Fällen im Mittel: NRW verzeichnet aktuell 211.380 SARS-CoV-2-Fälle, Mecklenburg-Vorpommern 4.620. 

Bußgeld bei Nichteinhaltung

Die erweiterte Maskenpflicht wird in der sächsischen Corona-Schutzverordnung ergänzt. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein Bußgeld von 60 Euro. Die Corona-Kontrollen sollen zeitgleich zur verschärften Maskenpflicht ausgeweitet werden.

Das Kabinett betonte in seiner Pressekonferenz des Weiteren, dass ältere Bürger mit FFP2-Masken „zu einem sehr günstigen Preis“ ausgestattet werden sollen. Die Umsetzung dieses Vorhabens werde derzeit geprüft. 

+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Am Mittwoch, den 18. November, meldet das RKI 17.561 Corona-Neuinfektionen. Zwar sind das knapp 1.500 Fälle mehr als am Vortag. Allerdings auch über 500 weniger als eine Woche zuvor. Seit Beginn der Pandemie in Deutschland haben sich demnach 833.307 Menschen mit SARS-CoV-2 angesteckt. Als genesen gelten rund 546.500 Personen – ein Plus von geschätzt 16.400. Die Zahl der Todesopfer stieg um 305 Menschen auf 13.119.  

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist von 143 auf 141 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gesunken. 

Die 4-Tage-R, die sich auf das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor bezieht, ging von 1,12 auf 1,0 zurück. Die 7-Tage-R, die sich mit acht bis 16 Tagen auf einen längeren Infektionszeitraum bezieht und deswegen weniger Schwankungen unterliegt, blieb im Vergleich zum Vortag unverändert bei 0,97.

+++17.11. Corona-Ausbruch in Pflegeheim+++

Wie hoch das Risiko, an COVID-19 zu sterben, vor allem für Senioren ist, beweist der neueste Corona-Ausbruch in Berlin: In einem Alten- und Pflegeheim in der Hauptstadt sind 14 Bewohner*innen an SARS-CoV-2 gestorben. 

Zahlreiche Infektionsfälle

Wie eine Sprecherin der Betreiberfirma Kursana bestätigte, gibt es unabhängig von den 14 Toten zahlreiche Infizierte: "Nach wie vor sind 27 Bewohner sowie 17 Mitarbeiter positiv getestet." 

In dem Heim lebten unterschiedlichen Angaben zufolge zwischen 90 und 100 Senioren und Seniorinnen. Alle Verstorbenen hätten entweder an schweren Vorerkrankungen gelitten oder seien bereits vor ihrer Corona-Infektion palliativ betreut worden, hieß es vonseiten der Heimleitung weiter. 

Untersuchungen eingeleitet

Am 8. Oktober war erstmals eine Pflegefachkraft positiv auf Corona getestet worden. Die Teilevakuierung von 14 coronapositiven Bewohnern fand allerdings erst knapp sechs Wochen später am vergangen Freitag statt – nachdem es 12 Todesfälle gegeben hatte. 

Das Bezirksamt Lichtenberg will nun Antworten auf die vielen offenen Fragen. "Wir prüfen aktuell, ob es zu Fehlverhalten des Betreibers gekommen ist und ob er seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist", betonte der zuständige Stadtrat Martin Schaefer (CDU) laut "Tagesspiegel". Aktuell vermute man, dass Mitarbeiter*innen des Pflegeheims das Virus in die Einrichtung gebracht haben. 

+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Das RKI meldet am heutigen Dienstag 14.419 neu hinzugekommene Corona-Fälle – etwa 1.000 weniger als am gleichen Tag der Vorwoche. Damit steigt die Gesamtzahl der labortechnisch bestätigten SARS-CoV-2-Infektionen auf 815.746. An oder mit dem Virus gestorben sind ingesamt 12.814 Menschen. Das sind 267 mehr im Vergleich zum Vortag. Das RKI schätzt, dass inzwischen rund 530.200 Menschen die Infektion überstanden haben – rund 15.000 mehr als am Vortag. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt unverändert bei 143. Sie gibt an, wie viele Neuinfektionen binnen einer Woche, gerechnet auf 100.000 Einwohner, auftreten. Als Warngrenze gilt ein Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwoner innerhalb einer Woche. 

Die beiden vom RKI geschätzten Reproduktionszahlen (LINK) sind laut aktuellen Angaben etwas gesunken. Die 4-Tage-R, die sich auf das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor bezieht, ging von 1,19 auf 1,12 zurück. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Schnitt nicht mehr 119 Mitmenschen, sondern 112 anstecken. Die 7-Tage-R, die sich mit acht bis 16 Tagen auf einen längeren Infektionszeitraum bezieht und deswegen weniger Schwankungen unterliegt, steht derzeit bei 0,97. Gestern hatte sie noch bei 1,03 gelegen.

+++16.11. Zwischenbilanz im Teil-Lockdown+++

Am Montag, den 16. November meldet das RKI 10.824 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden. Zwar sind die Zahlen der Neuinfektionen zum Wochenstart aufgrund von Meldeverzögerungen stets geringer, trotzdem ist der Wert im Vergleich zur Vorwoche gesunken: Am Montag, den 9. November hatte das RKI noch 13.363 neue SARS-CoV-2-Infektionen verzeichnet. Ist nach zwei Wochen Teil-Lockdown eine Trendwende zu erkennen?

Verlangsamung der Pandemie

Von einer Trendwende zu sprechen, wäre derzeit noch zu hoch gegriffen. Das RKI betont in seinem täglichen Lagebericht, dass aktuell "weiterhin eine große Anzahl an Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten" sei. Was allerdings als Zwischenbilanz des Teil-Lockdowns gesagt werden kann: Das Virus verbreitet sich langsamer. 
Das lässt sich unter anderem an der Sieben-Tage-Inzidenz ablesen. Diese gibt wieder, wie viele Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche auftreten. Der Wert war landesweit zwischen dem 21. und dem 31. Oktober sprunghaft angestiegen, zuletzt jedoch weniger stark. Aktuell liegt die bundesweite 7-Tage-Inzidenz bei 143. Vergangenen Montag hatte sie bei 136 gelegen. Trotz des Anstiegs betont das RKI: "Die Zunahme hat sich zuletzt abgeflacht."

Hohe Zahl von täglichen Neuerkrankungen

Selbst wenn sich das Virus langsamer ausbreitet: Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland ist weiterhin hoch. Deswegen mahnt das Robert Koch-Institut, die "gesamte Bevölkerung" solle sich weiterhin dringend für den Infektionsschutz engagieren. 
Einen Hinweis darauf, dass noch keine Entspannung in Sicht sei, liefere auch die Reproduktionszahl, wie die Bundesbehörde unterstreicht: "Die berichteten R-Werte lagen im Oktober stabil deutlich über 1. In den letzten Tagen unterlag der R-Wert leichten Schwankungen; aktuell liegt er um 1. Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ca. eine weitere Person ansteckt. Da die Zahl der infizierten Personen derzeit in Deutschland sehr hoch ist, bedeutet dies weiterhin eine hohe Zahl von täglichen Neuerkrankungen."

Bund-Länder-Gespräche am Nachmittag

Ob eine Abflachung des Infektionsgeschehens wirklich reicht, um die für den Teil-Lockdown beschlossenen Corona-Maßnahmen zu entschärften, ist mehr als fraglich. Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten treffen sich heute zu einem Bund-Länder-Gipfel, in dem über eventuelle neue Maßnahmen beraten werden soll. 

+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Mit den 10.824 neuen Corona-Fällen steigt die Zahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland mit SARS-CoV-2 infiziert haben, auf insgesamt 801.327. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich um 62 auf 12.547. Als Genesen gelten derzeit rund 515.200 Personen. Das sind 12.800 mehr als am Vortag. 

Die beiden vom RKI geschätzten R-Werte liegen bei 1,19 (4-Tage-R-Wert) und 1,03 (7-Tage-R-Wert). Das bedeutet rein rechnerisch, dass 100 Infizierte Personen im Schnitt 119 bzw. 103 Mitmenschen anstecken. 

+++13.11 Corona: Neuer Rekordwert und Ausbruch in Klinik+++

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen haben einen Spitzenwert erreicht, wie das Robert Koch-Institut mitteilte. Damit wurde der bisherige Höchstwert, der am Samstag erreicht wurde, überstiegen. Derweil ist in einem Krankenhaus das Virus ausgebrochen – mit bisher 23 infizierten Mitarbeitern.
Nachdem es in den letzten Tagen so aussah, als würden die Zahlen zurückgehen, knacken die von den Gesundheitsämtern gemeldeten Corona-Fälle den bisherigen Höchstwert. Innerhalb eines Tages gab es 23.542 nachgewiesen Corona-Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg leicht an: Bundesweit kommen auf 100.000 Einwohnern 140,4 Corona-Infektionen. Mit einem R-Wert von derzeit 0,93 steckt ein Infizierter im Schnitt einen weitere an.

Mit jeweils 5.000 und 4.639 neuen Corona-Fällen innerhalb eines Tages sind die beiden Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Bayern am stärksten vom Infektionsgeschehen betroffen. Dicht dahinter liegen Baden-Württemberg mit 3.177 Fällen und Hessen, das 1.986 verzeichnet.

Auch die Zahl der Todesfälle liegt weiter auf einem hohen Niveau. Binnen eines Tages sind 218 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben – das sind 79 Todesfälle mehr im Vergleich zur Vorwoche. Somit sind seit Beginn der Pandemie 12.200 Menschen mit oder an dem Virus gestorben. Insgesamt haben sich 749.016 Menschen mit SARS-CoV-2 angesteckt, 481.700 Menschen gelten als genesen.

Corona-Ausbruch in Klinik – bisher 23 Infizierte

Derzeit entwickeln sich neben Senioren- und Pflegeheimen auch Krankenhäusern immer mehr zu Infektionsherden. Im bayerischen Landshut kam es im städtischen Klinikum zu einem Corona-Ausbruch. Bisher haben sich 23 Mitarbeiter infiziert, wie die örtliche Zeitung „das Wochenblatt“ berichtet. Am Mittwoch teilte das Klinikum in einer Pressemitteilung mit, dass es sich auf stark steigende Corona-Zahlen vorbereite und eine Covid-19-Station eingerichtet habe. Aufgrund des Ausbruchs wurde gestern ein Besuchsverbot verhängt. Alle Mitarbeiter und Patienten sollen nun am Wochenende getestet werden. Die infizierten Mitarbeiter würden in Quarantäne geschickt.

Spahn: Infizierte Krankenhaus-Mitarbeiter sollen notfalls weiterarbeiten

In den letzten Wochen haben sich vermehrt Pfleger und Ärzte mit dem Coronavirus angesteckt. Wie der RKI-Chef, Lothar Wieler, auf der gestrigen Pressekonferenz erklärte, käme es bereits jetzt vereinzelt zu einem Personalmangel und daraus resultierend zu Versorgungsengpässen in den Krankenhäusern.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat gestern auf dem Deutschen Pflegetag erklärt, welche Maßnahme ergriffen werden könnte, wenn die Versorgung in den Krankenhäusern nicht mehr aufrechterhalten werden könne: Notfalls müssten infizierte Ärzte und Pfleger weiterarbeiten. Dies bezeichnet Spahn als „Rückfalloption“, wenn die Versorgung zusammenbreche. Dann sei es denkbar, „die positiv Getesteten mit ganz besonderen Schutzvorkehrungen auch arbeiten zu lassen.“

+++12.11 RKI-Präsident warnt vor Kapazitätsengpässen in Krankenhäusern+++

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wiehler, ist auf der Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage am heutigen Vormittag auf die ernste Situation an den deutschen Kliniken eingegangen. Durch die steigende Zahl der behandlungsbedürftigen COVID-19-Patienten kämen nun viele Kliniken an ihre Grenzen.

Corona-Zahlen in Deutschland gehen nur leicht zurück

Wieler leitete die Konferenz mit deutlichen Worten ein: „Die Corona-Lage in Deutschland ist nach wie vor ernst“. Weiterhin sei in vielen Regionen mit einer „unkontrollierten Verbreitung“ zu rechnen. Im Vergleich zur Vorwoche und zum Wochenende sei zwar die Zahl der Neuinfektionen leicht gesunken – sie liegt aktuell bei 21.866 Fällen. Auch die Ansteckungsrate (7-Tage-R) konnte sich auf einem Wert von 0,89 stabilisieren.

Man müsse jedoch in nächster Zeit mit einem Anstieg der schweren Fälle und der Todesfälle rechnen, da sich diese mit einem Zeitverzug von zwei Wochen in den Statistiken niederschlagen würden.

Mehr schwere Corona-Fälle

Doch bereits jetzt sei die Situation an deutschen Kliniken ernst, die Zahlen alarmierend: Aktuell werden 3127 Patienten intensivmedizinisch betreut und damit mehr als doppelt so viele als noch vor zwei Wochen. Anfang Oktober lag die Zahl noch bei unter 500. Alleine diese Woche mussten rund 4000 Corona-Erkrankte hospitalisiert werden. Da die Zahl der Hospitalisierung im Gegensatz zu den intensivmedizinischen Fällen nicht systematisch erfasst würden, müsse hierbei von einer Unterschätzung ausgegangen werden. Außerdem würden immer mehr Todesfälle registriert. An COVID-19 starben gestern 261 Menschen – vor einigen Wochen noch bewegte sich die Zahl im zweistelligen Bereich.

Kapazitätsengpasse an deutschen Kliniken wegen Corona

Dass es immer mehr schwere Corona-Fälle gibt und immer mehr Patienten einer intensivmedizinischen Behandlung bedürfen, hat ernste Folgen für die Kliniken. So gebe die Hälfte der Kliniken derzeit eine „begrenzte oder gar keine Verfügbarkeit“ intensivmedizinischer Behandlungskapazitäten an. Das ergebe sich aus der Bettenauslastung, vorhandener Beatmungsgeräte – und der Personalsituation. Zunehmend käme es zu Ausfällen und Engpässen durch vermehrte Corona-Infektionen beim Klinik-Personal.

Der RKI-Chef Wieler ist sich angesichts der hohen Infektionszahlen sicher, dass sich die Situation weiter zuspitzen wird. Es sei eine „akute Einschränkung des Betriebs zu erwarten“, die mit fehlenden Kapazitäten zur Versorgung von Nicht-Corona-Patienten einhergehen würde, so Wieler.

Feiern an Weihnachten: RKI-Chef will sich nicht klar äußern

Trotz der ernsten Lage gibt sich Wieler optimistisch: „Wir werden diese Pandemie gemeinsam bewältigen“, solange die beschlossenen Maßnahmen umgesetzt und die AHA-Regeln eingehalten würden. Das sei zudem ausschlaggebend dafür, dass die Kurve der Infektionszahlen weiter abflacht.

Zu der Frage, was das im Hinblick auf die Möglichkeit von Familienfeiern an Weihnachten bedeutet, wollte sich Wieler nicht klar äußern: Nach wie vor habe die Sieben-Tage-Inzidenz Gültigkeit, wenn es darum geht, welche Corona-Maßnahmen ergriffen werden. Derzeit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz für das gesamte Bundesgebiet bei 138. Unter die kritische 50er-Marke zu kommen, hält Wiehler für „sehr schwierig“. Auch wenn dieser Wert erreicht würde, müssten die Corona-Regeln weiterhin eingehalten werden.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fand hingegen klarere Worte: Große Weihnachtsfeiern mit mehr als 10 oder 15 Personen sieht er „in diesem Winter nicht mehr.“

+++11.11. Lockdown Light zeigt erste Erfolge+++

Bringen die im Lockdown Light beschlossenen Corona-Maßnahmen erste Verbesserungen? Politiker und Experten zeigen sich vorsichtig optimistisch. Denn obwohl die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland weiter hoch ist, scheint die Infektionskurve abzuflachen. Am Mittwoch wurden nur 1.273 Corona-Fälle mehr im Vergleich zur Vorwoche verzeichnet. Auch die Sieben-Tage-Inzidenzen mancher Hotspots sinken spürbar. Das Berchtesgadener Land gilt aktuell als Paradebeispiel. 

Corona-Neuinfektionsrate im Berchtesgadener Land sinkt deutlich

Positive Nachrichten aus dem Berchtesgadener Land: Aktuell sind nur noch 236 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Samstag kamen lediglich 23 neue Fälle hinzu. 23 Menschen werden derzeit stationär behandelt, fünf davon auf der Intensivstation. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut RKI am 11. November 2020 bei 141,6. 

Damit zählt die bayrische Ferienregion zwar immer noch zu Deutschlands Corona-Hotspots, allerdings hat sich die Lage im Vergleich zum Vormonat deutlich entspannt. Im Oktober zählte das Berchtesgadener Land zu den heftigsten Hotspots in Deutschland. Die Region war nach einem Inzidenzwert von 272,8 am 19. Oktober offiziell unter Lockdown gestellt worden. Sieben Tage später wies das Risikogebiet immer noch einen extrem hohen Wert von 250,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auf. Die darauf folgenden Lockdown-Regelungen umfassten geschlossene Hotels, Gastronomiebetriebe, Schulen und Kitas, sowie strenge Ausgangsbeschränkungen. 

Lockdown Light: Positives Zwischenfazit nach erster Woche

Der Städte- und Gemeindebund bewertet die Auswirkungen des von der Bundesregierung beschlossenen Lockdown Light positiv. Die Einschränkungen zeigten "in den Kommunen sichtbar Wirkung", sagte Gerd Landsberg dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Die Innenstädte sind leerer, die Zahl der Menschen im Homeoffice hat wieder zugenommen und auch die Auslastung von Bussen und Bahnen geht erkennbar zurück."
Der Hauptgeschäftsführer des parteipolitisch unabhängigen Kommunalverbandes verwies außerdem auf eine Yougov-Umfrage vom 29. Oktober, in der 64 Prozent der Deutschen angaben, die geltenden Corona-Maßnahmen für "(eher) angemessen" zu halten. "Die Wenigen, die lautstark protestieren, haben zwar eine große mediale Aufmerksamkeit, sind jedoch eine verschwindend geringe Minderheit", so Landsberg. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht ebenfalls positive Entwicklungen in der Pandemie-Dynamik. Er wollte jedoch nicht von einem Aufwärtstrend sprechen und sagte am Mittwoch gegenüber "n-tv": "Was wir sehen, ist, dass sich die Dynamik deutlich reduziert hat in den letzten Tagen. Es steigt noch, aber es steigt weniger stark. Das ist erstmal ermutigend, aber es reicht noch nicht. Es sind definitiv Anzeichen für eine Veränderung, aber noch keine Trendwende."

+++Corona aktuell: Zahlen für Deutschland+++

Am Mittwoch verzeichnete das RKI 18.487 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland nachweislich 705.687 Menschen mit COVID-19 angesteckt. Mit oder an dem Virus gestorben sind bisher 11.767 Menschen. Das sind 261 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen stieg um 13.600 Personen auf 454.800. Demnach liegt die Zahl der aktiven Corona-Fälle bei ungefähr 239.100. 

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz blieb gegenüber zum Vortag relativ stabil und stieg minimal von 139 auf 139,1.

Die beiden vom RKI geschätzten Reproduktionszahlen, die angeben, wie viele Mitmenschen ein COVID-19-Infizierter im Mittel ansteckt, sinken indes weiter. Die 4-Tage-R, die das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor abbildet, ging von 1,09 auf 0,88 zurück. Die 7-Tages-R, die das Infektionsgeschehen etwa acht bis sechzehn Tage zuvor abdeckt, sank weniger stark von 0,98 auf jetzt 0,92. Beide Werte sagen aus, dass ein Infizierter aktuell etwas weniger als einen Mitmenschen ansteckt. 

+++10.11. Jens Spahn drängt EU auf Impfstoff-Verträge+++

Die Nachricht, dass das Mainzer Unternehmen Biontech gemeinsam mit den Kollegen des US-Pharmakonzerns Pfizer einen zu 90 Prozent wirksamen Corona-Impfstoff entwickelt hat, ist der Startschuss zu einer Debatte um die mögliche Verteilung der Impfstoffdosen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat dazu eine klare Botschaft an die EU: Ein von einem deutschen Unternehmen mitentwickelter Corona-Impfstoff müsse auch bei der deutschen Bevölkerung ankommen. Dem ZDF sagte der CDU-Politiker dazu: "Ich könnte es als deutscher Gesundheitsminister jedenfalls schwer erklären, wenn in anderen Regionen der Welt ein in Deutschland produzierter Impfstoff schneller verimpft würde als in Deutschland selbst."
Bisher lägen lediglich einen Vorvertrag mit Biontech und Pfizer vor, was Spahn "in den nächsten Tagen" ändern möchte. Der Politiker drängt darauf, dass die EU Verträge mit beiden Unternehmen abschließt, die eine Verteilung der Impfstoffdosen regeln.

Bei der Frage, wer zuerst geimpft werden soll, stimmt Jens Spahn übrigens mit den Empfehlungen des deutschen Experten-Gremiums überein: Risikogruppen, Beschäftigte im Gesundheitswesen und Personen in systemrelevanten Berufen. 

EVP-Vorsitzender Weber: "Verträge werden in den nächsten Stunden unterschrieben"

Ganz im Sinne von Spahns Drängen betonte Manfred Weber (CSU), Vorsitzende der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, gegenüber "Phoenix", die EU-Verträge über den Corona-Impfstoff seien bereits in trockenen Tüchern. "Ich kann Entwarnung geben: Die Verträge werden in den nächsten Stunden unterschrieben und dann auch durch die Kommissionsbeschlüsse morgen rechtlich verankert werden. […] Insofern sind wir da auf einem guten Weg und können auch zusichern, dass wir Europäer auf diesen Impfstoff Zugriff haben."

60 Impfzentren in Deutschland

Eine Impfpflicht wird es Spahn zufolge übrigens nicht geben. Um alle Freiwilligen zu impfen, sollen bundesweit 60 Impfzentren entstehen, die die Lagerung und Verteilung der Impfstoffdosen übernehmen. Als problematisch gilt unter anderem, dass der Corona-Impfstoff aller Voraussicht nach bei bis zu minus 70 Grad Celsius gelagert und transportiert werden muss – eine logistische Herausforderung. 
Um die Auslieferung sollen sich die Bundeswehr oder die Hersteller kümmern. Die Impfungen könnten dann wie gewohnt von Ärzten ausgeführt werden, betonte KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. Für die Impfstoff-Versorgung in Pflegeeinrichtungen könnten mobile Teams zum Einsatz kommen. 

Mit Blick auf die Kosten, die hinter flächendeckenden Impfprozessen stehen, sagte Jens Spahn, der Bund würde "tendenziell" den Impfstoff bezahlen, während sich Krankenkassen und der Öffentliche Gesundheitsdienst die Kosten für die Struktur der Impfzentren teilen sollten. 

+++Corona: Die aktuellen Zahlen+++

Am 10. November meldet das Robert Koch-Institut 687.200 labortechnisch bestätigte COVID-19-Infektionen seit Beginn der Pandemie in Deutschland. Das sind 15.332 mehr als am Vortag. Im Vergleich zu den über 23.000 Neuinfektionen am vergangenen Samstag ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. 
Die Zahl der Todesopfer stieg um 154 Menschen auf insgesamt 11.506. Als Genesen gelten rund 441.200 Menschen – Schätzungen zufolge 11.700 mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der aktiven Fälle beläuft sich derzeit auf rund 225.500.

Laut RKI-Lagebericht vom 9. November liegt die bundesweite 7-Tage-Inzidenz bei 139 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zuletzt hatte der deutschlandweite Wert bei 136 gelegen. 

Die vom RKI geschätzte Reproduktionszahl, die bemisst, wie viele Mitmenschen ein Infizierter im Mittel ansteckt, liegt aktuell bei 1,09. Sie bezieht sich auf das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor. Die zusätzlich geschätzte 7-Tages-R deckt das Infektionsgeschehen etwa acht bis sechzehn Tage zuvor ab und liegt aktuell bei 0,98. Beide Werte sind minimal gesunken. Um das Infektionsgeschehen langfristig einzudämmen, müssten die Reproduktionszahlen dauerhaft unter 1 gedrückt werden. 

Quellen:
EU-Gesundheitskonferenz: Spahn kündigt Corona-Impfzentren an, in: .kbv.de
Spahn macht Druck auf EU, in: tagesschau.de
Nonnemacher zur Impfverteilung: "Die Logistik ist anspruchvoll", in: inforadio.de
Aktueller Lage-/Situationsbericht des RKI zu COVID-19, in: rki.de

+++Höchststand an COVID-19-Intensiv-Patienten gemeldet+++

Trotz Lockdowns steigen die Corona-Zahlen weiter an – und leider auch die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen. Wie die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) nun berichtet, werden aktuell sogar mehr Corona-Patienten intensivmedizinisch behandelt als im Frühjahr zu Zeiten des ersten Lockdowns. Was das in Zahlen bedeutet? Derzeit werden 3005 COVID-19-Patienten auf Intensiv-Stationen behandelt. Davon werden 1688 (56 Prozent) invasiv beatmet. Im Frühjahr vermeldete Deutschland noch 2933 Corona-Patienten auf den Intensivstationen.

Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, erklärte gegenüber der Deutschen Presseagentur, dass es noch wesentlich mehr infizierte Corona-Patienten gäbe, von denen ein Teil noch auf den Intensiv-Stationen landen werde. Er befürchtet: Der Anstieg werde sich weiter fortsetzen!

+++Corona-Verstorbene: Erzgebirge erreicht traurigen Höchststand+++

Einen traurigen Höchstwert wurde in der vergangenen Woche im Erzgebirge vermeldet. Der Landkreis vermeldete 14 weitere Todesopfer, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind. Somit hat das Erzgebirge den traurigen Titel „Sterbe-Hotspot“ erlangt. Während der zweiten Corona-Welle sind dort bisher 112 Menschen an Corona verstorben – 70 allein in der vergangenen Woche. Derzeit werden mehr als 200 Erzgebirger in Krankenhäusern wegen Corona behandelt.

+++Deutsche Firma Biontech vor Zulassung von Corona-Impfstoff+++

Trotz all der negativen Meldungen gibt es auch einen kleinen Hoffnungsschimmer im Kampf gegen das sich schnell ausbreitende Coronavirus. Die deutsche Firma Biontech wird gemeinsam mit dem amerikanischen Unternehmen Pfizer noch im November die Zulassung eines Impfstoffs gegen Corona beantragen. Nach Firmenangaben sei dieser Impfstoff zu 90 Prozent wirksam gegen das Coronavirus. In Amerika werde geprüft, ob dieser Impfstoff dort schneller über eine Notfallgenehmigung zur Anwendung kommt. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) äußert sich erfreut und positiv über diese Entwicklung: „Es freut mich sehr, dass es ein deutsches Unternehmen ist“, so Spahn.

+++9.11. Erneut heftige Corona-Ausbrüche in Altenheimen+++

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist klar, dass vor allem ältere Menschen zur Risikogruppe gehören. Umso beunruhigender sind die sich häufenden Meldungen von Corona-Ausbrüchen in Altenheimen. Allein am Wochenende wurden über 270 Neuinfektionen festgestellt. 

Hessens Altenheime weiter unter Druck

Am Sontag meldete der hessische Landkreis Darmstadt-Dieburg einen weiteren Corona-Ausbruch in einem Altenheim. Betroffen ist eine Pflegeeinrichtung in Groß-Zimmern, wo sich ingesamt 28 Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Neben sechs Mitarbeitern des Altenheims sind 22 Bewohner Corona-positiv. Zwei der Senioren müssen im Krankenhaus betreut werden. 

Bereits am 6. November hatte die "Hessenschau" berichtet, dass Hessens Altenheime extrem schwer mit der Pandemie zu kämpfen hätten. Stand damals waren über 660 Seniorenheimbewohner mit COVID-19 infiziert. 

Bayern: Karlsfeld wird zum Hotspot

In einem Altenheim im bayerischen Karlsfeld (Landkreis Dachau) sind ingesamt 83 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden – 19 Mitarbeiter und 64 Bewohner des Heims. Zwei Menschen sind bereits an der Infektion gestorben, zehn Personen liegen aktuell im Krankenhaus. 

Der Corona-Ausbruch in Karlsfeld folgt auf den verheerenden Ausbruch im Wallenfelser Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth. Dort hatten sich vergangene Woche 88 Senioren und elf Mitarbeiter angesteckt. 

Stuttgarter Altenheim meldet 62 Infizierte

Bereits am Freitag meldete der Caritasverband einen Corona-Ausbruch im Stuttgarter Altenheim St. Monika. Auch hier gibt es zwei Todesfälle zu beklagen. Ingesamt haben sich 43 Bewohner und 19 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. 

Suche nach Infektionsketten und Besuchsverbote

Allen Ausbrüchen ist gemein, dass nicht genau nachvollzogen werden kann, wie das Virus in die einzelnen Seniorenheime gelangen konnte. In allen Einrichtungen gelten strenge Hygienevorschriften. Um weitere Ausbrüche zu verhindern, sind nun Besuchsverbote bzw. Besuchseinschränkungen verhängt worden.

+++Aktuelle Corona-Zahlen in Deutschland+++

Das RKI meldete am Montagmorgen 13.363 COVID-19-Fälle mehr als am Vortag. Damit haben sich in Deutschland seit Beginn der Pandemie nachweislich 671.868 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle stieg um 63 auf ingesamt 11.352. Die Infektion überstanden haben laut Schätzungen des RKI rund 429.600 Personen – 10.200 mehr als am Vortag. Als aktiv gelten rund 230.600 Fälle.  

Die vom Robert Koch-Institut geschätzte Reproduktionszahl stieg zuletzt minimal von 1,05 am Vortag auf 1,1. Sie zeichnet das Infektionsgeschehen von vor eineinhalb Wochen nach. Die 7-Tages-R hingegen sank leicht von 1,04 auf 1,01. Sie bezieht sich auf das Infektionsgeschehen etwa acht bis 16 Tage zuvor und unterliegt weniger tagesaktuellen Schwankungen. Um das Infektionsgeschehen spürbar einzudämmen, müsste die Reproduktionszahl allerdings dauerhaft unter 1 sinken. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz lag am Sonntag bei 136 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Als kritische Grenze gilt ein Wert von 50 Neuinfektionen.

+++06.11. RKI meldet über 20.000 Neuinfektionen+++

Die Corona-Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) sind auch vier Tage nach Ausrufen des erneuten Lockdowns ernüchternd. Statt zu sinken, steigen die Zahlen weiter rapide an. So wurde am heutigen Freitag erneut mit 21.506 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert vermeldet. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert liegt bei 128,7. Auch die Zahl der Todesfälle steigt um 166 Fälle, insgesamt sind in Deutschland somit 11.096 Personen in Zusammenhang mit COVID-19 gestorben.

Eine positive Tendenz gibt es aber doch: Der R-Wert (Reproduktionswert) liegt laut dem RKI derzeit bei 0,79 und sinkt somit weiter (Vortag: 0,81).

Deutschland im Lockdown: Exponentielles Wachstum stoppen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte in der Vergangenheit immer wieder gewarnt, dass das exponentielle Wachstum gestoppt werden müsse. Dafür müsse der R-Wert für eine längere Zeit deutlich unter 1 liegen (0,7 und niedriger).

+++Großbritannien erklärt Deutschland zu neuem Risikogebiet+++

Aufgrund des erstarkenden Infektionsgeschehens kommen auf die Bürger trotz bestehenden Lockdowns nun noch weitere Einschränkungen zu. So hat Großbritannien Deutschland aktuell als „Risikogebiet“ eingestuft. Wer aus Großbritannien in Deutschland einreist, muss sich demnach ab kommenden Samstag (Stand: 06.11.2020) bei Rückkehr in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Für die deutsche Bevölkerung gilt folgende Maßnahme. Bislang war Deutschland von dieser Regelung nicht betroffen.

+++Ganz Deutschland ein Hotspot? Dieser Landkreis ist kaum betroffen+++

Schaut man sich die Liste der aktuellen Hotspots in Deutschland an, wird man schnell feststellen, dass beinahe in ganz Deutschland der Inzidenzwert von 30 oder 50 bereits überschritten ist. Nicht jedoch in diesem Landkreis:

Kreis Plön in Schleswig-Holstein liegt mit einem Inzidenzwert von 18,7 weit unter dem Durchschnitt. Wie sich Experten diesen Ausreißer erklären? Virologe Prof. Dr. Helmut Fickenscher mutmaßt gegenüber RTL, dass dies einerseits an der geringen Bevölkerungsdichte liegen könne, aber auch daran, dass sich die Bürger im Landkreis Plön sehr diszipliniert verhalten würden.

Lars Winter, Bürgermeister der Stadt Plön, erklärte gegenüber RTL: „Die Bürgerinnen und Bürger sind sehr zurückhaltend und sehr vorsichtig. Wir haben jetzt gerade die Maskenpflicht in der Innenstadt angeordnet und die wird ohne Probleme akzeptiert.“

+++05.11. Über 80 Corona-Ausbrüche in Seniorenheime mit verheerenden Folgen+++

Obwohl es eigentlich gilt, insbesondere die Risikogruppen zu schützen, kommt es immer häufiger vor, dass auch Pflegeeinrichtungen und Senioren-Heime von Corona-Ausbrüchen betroffen sind. Wie die Deutsche Presseagentur (DPA) nun vermeldete, kam es allein in Niedersachsen in 84 Einrichtungen zu Corona-Ausbrüchen in nur einer Woche.

Die Ausbrüche sorgen teilweise für schwere Krankheitsverläufe mit verheerenden Folgen. Aktuell sind in Niedersachsen laut Angaben der DPA 372 Menschen in Pflegeeinrichtungen an COVID-19 erkrankt – elf Bewohner starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus in der vergangenen Woche aus vier unterschiedlichen Seniorenheimen. Und auch die Mitarbeiter trifft die rasche Ausbreitung des Virus innerhalb der Einrichtungen. So sind bereits 214 Personen, die in den Senioren-Einrichtungen arbeiten, betroffen.

Um das Virus einzudämmen und die Risikogruppen zu testen, wurde von der Bundesregierung unlängst eine neue Testverordnung erlassen. Sie setzt in einem großen Umfang auf den Einsatz von Schnelltests in Kliniken und Pflegeeinrichtungen.

Corona-Ausbruch in Potsdam – 38 Personen infiziert

Niedersachsen ist nicht das einzige Bundesland, welches vermehrt von Corona-Ausbrüchen in Kliniken betroffen ist. Nachdem es in Bayern bereits zu einem Ausbruch mit vier Toten kam, sind nun auch in Potsdam in einer Pflegeeinrichtung vermehrt COVID-19-Fälle gemeldet worden.

Wie die Stadt berichtet, sei es am vergangenen Montag (02.11.2020) zu einem größeren Ausbruch in einer Senioreneinrichtung gekommen. 28 Bewohner und zehn Mitarbeiter wurden bisher positiv auf das Coronavirus getestet.

+++RKI meldet neuen Höchstwert bei Neuinfektionen+++

Das RKI vermeldet am 5. November einen neuen Höchststand an Neuinfektionen. Insgesamt 19.990 Fälle wurden dem Robert Koch-Institut übermittelt. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert liegt derzeit bei 126,8. Die meisten Neuinfektionen wurden in Bayern mit 119.505 Fällen gezählt. Insgesamt wurden 10.930 Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 gemeldet.

+++04.11. Vier Tote nach Corona-Ausbruch in Altenheim+++

Die Menschen im Caritas-Seniorenheim St. Franziskus in Berching, Bayern befinden sich nach einem Corona-Ausbruch in einer Extremsituation. 44 Senioren und 17 Mitarbeiter wurden positiv auf COVID-19 getestet. Vier Menschen sind bereits gestorben, sechs weitere befinden sich derzeit im Krankenhaus. 

Zahl der Infizierten steigt

Der Corona-Ausbruch war bereits vor einigen Tagen bemerkt worden. Die Ergebnisse der zweiten Reihentestung, die Ende vergangener Woche durchgeführt worden war, deckten nun acht weitere COVID-19-Infektionen auf. Unter den Senioren sind aktuell 44 Menschen infiziert. Wann eine dritte Testung stattfinden soll, ist noch nicht bekannt. 

Derzeit könne weder eine einzelne Person, noch ein bestimmtes Event als Ursprungsort der Infektion ausgemacht werden. 

Mitarbeiter*innen an den Grenzen ihrer Belastbarkeit

Einrichtungsleiter Gerhard Binder betonte, dass sich zusätzlich zu den 17 infizierten Kollegen in Quarantäne weitere Mitarbeiter des Seniorenheims in Krankenstand befänden. Die benötigte 24-Stunden-Versorgung der Bewohner zu gewährleisten, gestalte sich deswegen zur Mammutaufgabe. Momentan müssten immer wieder Kolleginnen und Kollegen aus anderen Caritas-Einrichtungen einspringen. 

+++Corona-Fallzahlen am 4. November+++

Die Zahl der Corona-Infizierten will trotz Lockdown nicht abnehmen. Aktuell werden 17.214 Neuinfektionen vom RKI gemeldet. Am vergangenen Mittwoch hatte die Zahl der Neuinfektionen noch bei 14.964 gelegen. Insgesamt infizierten sich bisher 577.593 Menschen mit dem Corona-Virus. Der R-Wert, also die Reproduktionszahl sank hingegen in den letzten Tagen auf knapp unter 1.

+++03.11. Corona-Ausbrüche in Deutschland: 4 Kliniken betroffen+++

In vier Krankenhäusern ist es in den vergangenen Tagen zu Corona-Ausbrüchen gekommen. Betroffen sind dabei zwei Bundesländer, in denen das Virus schon lange heftig grassiert: Bayern und Nordrhein-Westfalen. 

Die Kliniken in Cham und Bad Aibling (beide Bayern) sowie in Hürth und Essen (beide NRW) bestätigten ingesamt 96 COVID-19-Infektionen. 

Corona-Ausbruch in Essen: 31 bestätigte Corona-Fälle

Die Rhein-Ruhr-Klinik im Stadtteil Kettwig bestätigte, dass insgesamt 31 Menschen an COVID-19 erkrankt sind. Betroffen sind 16 Patienten und 15 Mitarbeiter. Nachdem bei einer Routinetestung zunächst zwei Patienten positiv auf das Virus getestet worden waren, führte die Klinik Massentests unter rund 600 Menschen in ihrem Hause durch. Alle Tests fielen negativ aus. Eine Woche später wurden noch einmal 200 Personen getestet. Darunter befanden sich dann die 31 Corona-Positiven. 

Die Klinik für Herzinfarkt- und Schlaganfall-Patienten hat die infizierten Mitarbeiter in häusliche Quarantäne geschickt. Die Patienten werden hingegen auf einer Isolierstation versorgt. Besuche sind bis auf Weiteres untersagt.  

Corona-Ausbruch in Cham: 26 bestätigte Corona-Fälle

Im Chamer Krankenhaus sind ingesamt zehn Patienten und 16 Mitarbeiter betroffen. Auch hier wurden die infizierten Beschäftigten umgehend in häusliche Quarantäne geschickt und zusätzliche Reihentestungen angesetzt. Die bisher durchgeführten 200 Tests fielen jedoch negativ aus. 

Die stationären Bereiche des Chamer Krankenhauses sind isoliert und nehmen keine weiteren Patienten auf. 

Corona-Ausbruch in Bad Aibling: 20 bestätigte Corona-Fälle

Das kommunale Krankenhaus im oberbayerischen Bad Aibling meldete am Montag (2.11.2020) elf infizierte Mitarbeiter und neun infizierte Patienten. Infolgedessen herrscht ein Aufnahmestopp in der gesamten Klinik: Patienten würden weder stationär aufgenommen, noch ambulant behandelt oder operiert, hieß es vonseiten der Klinik. 

Bad Aibling liegt im oberbayerischen Landkreis Rosenheim, der aktuell besonders schwer von der Corona-Pandemie getroffen ist. Das RKI Meldete am Dienstag (3.11.) eine Sieben-Tage-Inzidenz von 205,1 – damit gehört der Landkreis zu den immer mehr werdenden Corona-Hot-Spots in Deutschland. 

Corona-Ausbruch in Hürth: 19 bestätigte Corona-Fälle

Das Hürther Sana-Krankenhaus bestätigte einen Corona-Ausbruch mit ingesamt 19 Betroffenen. Marco Johnen von der Kreisverwaltung nannte den Vorfall laut dem "Kölner Stadtanzeiger" einen "größeren Ausbruch". 

Das in der Nähe von Köln gelegene Hürth gehört zum Rhein-Erft-Kreis, für den das RKI aktuell eine Sieben-Tage-Inzidenz von 155,1 anzeigt. Der Landkreis ist also eines der Corona-Risikogebiete in Deutschland. 

+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Beim RKI sind seit Beginn der Pandemie in Deutschland 560.379 labortechnisch bestätigte COVID-19-Infektionen verzeichnet worden. Das sind 15.352 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle liegt erstmals seit Mitte Mai wieder über 100: In den vergangenen 24 Stunden starben in Deutschland 131 Personen an oder mit COVID-19. Insgesamt beklagt Deutschland 10.661 Corona-Tote. In seinem aktuellen Lagebericht weist das RKI außerdem darauf hin: "Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten COVID-19-Fälle hat sich in den vergangenen 2 Wochen von 851 Patienten am 19.10.2020 auf 2.243 Patienten am 02.11.2020 fast verdreifacht." Die Zahl der Genesenen stieg indes um circa 8.300 Menschen auf 371.500. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz lag am Montag bei 120,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Der R-Wert sank leicht von 1,13 am Vortag auf aktuell 1,07. Er dokumentiert das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor. Die 7-Tage-R ging ebenfalls leicht zurück, von 1,13 auf 1,04. Sie unterliegt weniger tagesaktuellen Schwankungen, da sie einen längeren Infektionszeitraum abbildet: acht bis 16 Tage zuvor.

+++02.11 Angela Merkel über zukünftige Corona-Maßnahmen+++

Überraschenderweise hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montagnachmittag den Fragen der Presse bezüglich der aktuellen Corona-Lage gestellt. Dabei sprach sie u.a. über den „Lockdown-Light“, die Auswirkungen der Maßnahmen auf Wirtschaftszweige wie Gastronomie und Kultur sowie über das zukünftige Weihnachtsgeschäft und die weitere Planung in den kommenden Monaten.

Man habe lange abgewogen, ob es einen milderen Weg geben könnte, ihn aber nicht gesehen, erklärt Bundeskanzlerin Angela Merkel in Bezug auf den aktuellen Lockdown. Lockdown bedeute natürlich immer „großer Verzicht“ – und wird es auch weiterhin bedeuten, wenn man den Worten Angela Merkels glaubt.

Denn eines ist ganz klar und deutlich aus Merkels Aussagen zu entnehmen: Die Corona-Maßnahmen, wie sie jetzt bestehen, werden nicht gelockert, wenn das Infektionsgeschehen nicht unter Kontrolle gebracht wird. Bedeutet im Klartext: Wenn die Inzidenz von 50 nicht einzuhalten ist, werden auch über die kommenden Wintermonate hinweg die Regelungen nicht aufgehoben und die privaten Kontakte müssen weiterhin auf ein Minimum reduziert werden.

Mit diesen Worten schloss sich Angela Merkel bereits den Äußerungen von Kanzleramtschef Braun an, der ebenfalls das Ende des Lockdowns erst dann für möglich hält, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz wieder sinkt.

Angela Merkel über Weihnachten zu Corona-Zeiten

Bleiben die Lockdown-Regelungen weiterhin so bestehen, würde den Gastronomie-Betrieben auch das Weihnachtsgeschäft verdorben. Auf Spekulationen wollte sich Merkel diesbezüglich aber nicht einlassen. Erst Mitte November werde sie über die weiteren Schritte mit den Ministerpräsidenten beraten.Ob dann überhaupt noch ein normales Weihnachtsfest wenigstens im privaten Umfeld möglich sei, wollte ein Reporter wissen. Darüber äußerte sich die Kanzlerin klar und deutlich: Es werde ein Weihnachten unter Corona-Bedingungen werden, aber kein Weihnachten der Einsamkeit.

Angst vor Corona-Verdruss bei der Bevölkerung

Die steigenden Infektionszahlen und die härteren Maßnahmen – Experten befürchten, dass das zu Verdruss und vermehrte Nicht-Einhaltung bei der Bevölkerung führt. Angela Merkel ist sich dessen bewusst, will dennoch Kollateralschäden wie soziale und psychische Probeme, die vor allem durch die Kontakt- und Freizeitbeschränkungen entstehen, unbedingt verhindern. Eine letzte Option wie generelle Ausgangssperren, wie es sie bereits in den Nachbarländern gibt, solle „unbedingt vermieden werden“.

Jeder habe jemanden in seinem Umfeld, der zu einer Risikogruppe gehöre, sagte die Kanzerlin. Deswegen sei sie optimistisch, dass ein Großteil der Bevölkerung die Maßnahmen verstehe und umsetze. „Die Freiheit der Deutschen ist darauf angelegt, Verantwortung für andere zu übernehmen.“

Damit dies geschieht, müssen immer wieder Wege gefunden werden, zu argumentieren, um z.B. Corona-Skeptiker zu überzeugen. Und da, wo „Argumente keinen Weg finden“, müsse man damit leben, dass es auch andere Argumente gibt.

Längerfristige Strategie gegen Corona? Das sagt die Kanzlerin

Immer wieder im Fokus der aktuellen Debatte ist eine mögliche Langzeit-Strategie gegen das Virus. Der Vorwurf, man würde als Regierung nur auf das aktuelle Geschehen reagieren und nicht langfristig planen, wies Bundeskanzlerin Angela Merkel zurück: „Wir verändern uns im Umgang mit Corona eigentlich permanent. Dass wir keine Strategie haben, ist nicht wahr. Wir haben zum Beispiel eine ganz neue Teststrategie.“ So habe es im März noch nicht die Möglichkeit zu Schnelltests gegeben.

Zudem erklärte Merkel, dass der Hautfokus bei der Pandemie-Bekämpfung auf der Eindämmung der Infektionszahlen und auf den Schutz der Risiko-Gruppen liege, da diese 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung ausmachen würden: „Wir sind eine Gesellschaft, die einen großen Anteil an älteren Menschen hat. Deshalb müssen wir als Gesamtgesellschaft darauf eine Antwort finden.“

Und bis keine gänzlich zufriedene Antwort gefunden ist, müsse man wohl auch weiterhin Einschränkungen hinnehmen und notfalls auch auf Weihnachten und Silvester, wie man es bisher kannte, verzichten. Wie Angela Merkel aber noch einmal betonte, soll alles daran gesetzt werden, einen dauerhaften Lockdown zu verhindern.

+++Kanzleramtschef nennt Maßstab für Lockdown-Ende+++

Zu Gast in der Talkshow von Journalistin Anne Will betonte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) einmal mehr, welchen Wert die Bundesregierung als aussagekräftig genug erachtet, um einem Ende des aktuellen Lockdowns zuzustimmen: die Sieben-Tage-Inzidenz. 

Die Werte der Corona-Pandemie

Im Laufe der Corona-Pandemie haben sich mehrere Werte etabliert, die Aussagen über das Infektionsgeschehen im Land treffen. Dazu gehören die R-Werte, die angeben, wie viele Mitmenschen ein Infizierte im Schnitt ansteckt, ebenso wie die Zahlen über Neuinfektionen, Todesfälle und Genesenenraten, die das RKI täglich auf seinem Dashboard aktualisiert. Auch die Auslastung der Intensivbetten in Deutschland und Zahlen über jene Patienten, die intensivmedizinisch betreut werden müssen, geben Auskunft darüber, ob und wie Deutschland die Pandemie im Griff hat. 

Helge Braun: Eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 50

Gefragt danach, wann der aktuell angesetzte Lockdown Light wieder aufgehoben werden könne, betonte Helge Braun (CDU), Chef des Bundeskanzleramts und Bundesminister für besondere Aufgaben, einen anderen Wert: die Sieben-Tage-Inzidenz, die die Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner angibt. Am Sonntag (1.11.2020) lag die bundesweite 7-Tage-Inzidenz laut RKI bei 114,6 – zu viel für eine Aufhebung des Lockdowns, betonte Helge Braun bei "Anne Will". Er nannte den entscheidenen Wert: 

"Unter die Inzidenz von 50 müssen wir. Das ist unser Maßstab. Bundesweit. [In diesem Bereich] ist die Kontaktnachverfolgung sicher möglich."

Kontaktnachverfolgung wieder möglich machen

Experten schätzen, dass aktuell 75 Prozent aller Neuinfektionen nicht nachverfolgt werden können. So lassen sich Infektionsketten nicht unterbrechen und das Virus breitet sich ungehindert aus. Vor einigen Wochen noch waren die Gesundheitsämter bundesweit allerdings dazu in der Lage, Infektionswege nachzuvollziehen. Das ginge dann, wenn die Neuinfektionen nicht überhand nehmen, betonte der Kanzleramtschef schon Ende vergangener Woche im "Bayrischen Rundfunk". So sei die Kontaktnachverfolgung "bis zu dieser berühmten Inzidenz von 50" gelungen. "Das sollten wir wieder erreichen, damit wir Stabilität bekommen", so Braun. 

Bundeskanzlerin Merkel hatte bei ihrer jüngsten Pressekonferenz die Aussagekraft der Sieben-Tage-Inzidenz ebenfalls betont. Um "Kontakte wieder nachvollziehbar zu machen", müssen ein Wert um die 50 erreicht werden, sagte die Kanzlerin.

+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

An diesem Montag meldet das RKI 12.097 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit steigt die Gesamtinfektionszahl in Deutschland auf 545.027 Fälle seit Beginn der Pandemie. Als genesen gelten circa 363.100 Menschen – rund 7.200 mehr als am Vortag. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle steigt um 49 Menschen auf 10.530. 

Sowohl der 4-Tage-R-Wert, der das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb zuvor abbildet, wie auch die 7-Tage-R liegen aktuell konstant bei 1,13. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa 11 Mitmenschen mit dem Virus ansteckt. Die 7-Tage-R zeichnet das Infektionsgeschehen etwa acht bis 16 Tage zuvor nach und unterliegt deswegen weniger tagesaktuellen Schwankungen. 

+++29.10 Söder wird Katastrophenfall für Bayern ausrufen+++

Es ist ein Paukenschlag: Nach dem von Bund und Ländern beschlossenen Teil-Lockdown, erklärte Markus Söder heute, dass er in den nächsten Tagen den Katastrophenfall für Bayern ausrufen wird. Das teilte der Ministerpräsident des Landes nach der Kabinettssitzung mit, wo über die konkrete Umsetzung des Teil-Lockdowns beraten wurde.

Alle Maßnahmen, auf die sich Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten geeinigt haben, wurden „eins zu eins“ in der Corona-Verordnung des Landes übernommen, sagte Söder. Als bisher einziges Bundesland wird nun aber zusätzlich in Bayern der Katastrophenfall gelten.

Der Grund für die drastische Maßnahme ist der extreme Anstieg der Infektionsahlen in Bayern: „Die Lage scheint außer Kontrolle zu geraten. Wir sind in einer dramatischen Entwicklung“, so Söder. Alleine in den letzten sieben Tagen hat sich die Zahl der Neuinfektionen verdoppelt, ebenso wie die Zahl der Intensivbetten. Dadurch erleben bereits jetzt einige Regionen Kapazitätsengpässe. Der Katastrophenfall soll eine bessere Koordinierung der Corona-Patienten gewährleisten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen. 

Bayern ist neben Nordrhein-Westfalen das am stärkste von der Corona-Pandemie betroffene Bundesland. Bisher gab es dort 99.472 labortechnisch bestätigte Fälle (Stand 29.10), ein Viertel der gesamten Todesfälle (2.787) fällt auf Bayern. Die Gesundheitsämter zählten von gestern auf heute 3.057 Neuinfektionen.

+++28.10 Bund und Länder einigen sich auf Teil-Lockdown +++

Den Beratungen zwischen Bund und Ländern gingen seit Tagen Spekulationen über Lockdown-Szenarien voraus. Teile von Merkels Entwurf zur Beschlussvorlage wurden im Vorfeld bekannt – ein „Lockdown-Light“ sei geplant. Die Gerüchte haben sich nun bestätigt. Angela Merkel hat auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Videoschalte mit den Ministerpräsidenten der Länder erklärt: „Es sind harte Maßnahmen, die wir verabschiedet haben. Es sind belastende Maßnahmen“. 

Merkel macht den Grund für den Teil-Lockdown deutlich: Die derzeitige Lage sei ernst, man beobachte einen exponentiellen Anstieg der Corona-Fälle. In den letzten zehn Tagen habe sich die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Patienten verdoppelt. Wenn das Infektionsgeschehen nicht eingedämmt werde, käme das Gesundheitssystem binnen Wochen an seine Grenzen, warnt Merkel. 

Aufgrund der unkontrolliert steigenden Infektionszahlen stehe das wichtigste Instrument zur Unterbrechung der Infektionsketten, die Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter, vielerorts nicht mehr zur Verfügung. Damit eine „akute nationale Gesundheitsnotlage“ verhindert werde, seien die beschlossenen Maßnahmen notwendig. Merkel appelliert an die Bevölkerung: „Wir müssen handeln. Und zwar jetzt!“

Ab dem 02. November gelten folgende Beschränkungen, Verbote und Schließungen

  • Kontaktbeschränkungen: In der Öffentlichkeit dürfen sich nur Angehörige eines eigenen oder eines weiteren Hausstandes gemeinsam aufhalten, maximal aber 10 Personen. Feiern im privaten und öffentlichen Raum seien zudem "inakzeptabel".
  • Schließung von Gastronomiebetrieben: Restaurants, Bars und Klubs müssen schließen. Lieferungen außer Haus seien jedoch weiterhin möglich. 
  • Schließung von Freizeit- und Kultureinrichtungen: Kinos, Theater, Opern, Konzerthäuser, Fitnessstudios, private und öffentliche Sportanlagen, Saunen, Schwimmbäder, Freizeitparks und Bordelle müssen schließen.
  • Schließungen im Dienstleistungsbereich: Die Schließungen betreffen Kosmetik- und Tattoo-Studios sowie Massagepraxen. Friseursalons dürfen hingegen unter Einhaltung der Hygienevorschriften weiterhin geöffnet bleiben, ebenso Einrichtungen, die medizinisch notwendige Behandlungen anbieten, wie z.B Physiotherapien.
  • Übernachtungsverbot: Übernachtungsangebote in Hotels und ähnlichen Einrichtungen sollen nur noch für notwendige, nicht-touristische Zwecke erlaubt sein. Die Bürger sind zudem dazu angehalten, auf private Reise jeglicher Art zu verzichten. Dazu gehören tagestouristische Ausflüge und Besuche bei Verwandten. 

Schulen, Kitas und der Einzelhandel dürfen weiterhin geöffnet bleiben. Voraussetzung hierfür ist die Einhaltung der Hygieneauflagen. Auch Gottesdienste und Demonstrationen sind erlaubt. Zudem dürfen Senioren in Altenheimen weiterhin besucht werden. 

Der Bund verlängert darüber hinaus die Hilfen für Unternehmen, die von den Beschränkungen betroffen sind. So sollen 75 Prozent des Umsatzes im November 2019 Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern diesen November erstattet werden.

Das erklärte Ziel der verschärften Regeln ist es, weitere wirtschaftliche Schäden durch Corona zu vermeiden. In zwei Wochen werden sich Bund und Länder wieder beraten und gegebenenfalls die Corona-Maßnahmen anpassen.

+++28.10 Corona-Ausbruch in Krankenhaus: 600 Mitarbeiter in Quarantäne+++

Der Corona-Ausbruch im Krankhaus Schongau in Oberbayern spitzt sich immer weiter zu: Nachdem seit vergangenen Donnerstag 38 Mitarbeiter und 17 Patienten positiv auf das Virus getestet wurden, zieht das Krankenhaus nun Konsequenzen: Es wurde nicht nur ein Besuchs- und Aufnahmestopp verhängt. Auf Anweisung der örtlichen Behörden müssen alle 600 Mitarbeiter für vierzehn Tage in Quarantäne. Doch das gilt nur für zuhause – die Beschäftigten müssen weiterhin arbeiten, um die Patienten zu versorgen

Die 90 Patienten müssen zwar nicht verlegt werden. Sobald sie jedoch entlassen werden, müssen auch sie sich in Quarantäne begeben. Der Direktor des Krankenhauses vermutet einen Superspreader unter den Patienten, wie er gegenüber der Presse erklärte.

+++RKI meldet knapp 15.000 Corona-Neuinfektionen+++

Nachdem in den letzten beiden Tagen die Zahlen leicht gesunken waren, erreichen die Infektionszahlen nun erneut einen Rekordwert. Das Robert Koch-Institut meldet 14.964 Fälle. Allein in den letzten sieben Tagen haben sich 77.866 Menschen mit dem Coronavirus infiziert – die 7-Tage-Inzidenz für das gesamte Bundesgebiet nähert sich daher immer mehr der 100er-Marke. Aktuell beträgt der Inzidenz-Wert 93,6 (Stand 28.10).