Reizmagen-Ursachen sind oft nicht eindeutig zu benennen

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Ein Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) bedeutet, dass keine organischen Ursachen wie ein Magengeschwür hinter den Beschwerden stecken – trotzdem arbeitet der Magen nicht so, wie er sollte.

Dabei sind verschiedene Funktionsstörungen möglich, die teilweise einzeln, teilweise gemeinsam auftreten.

 

Mögliche Ursachen eines Reizmagens

  • Gestörte Magenentleerung: Die Nahrung bleibt länger als gewöhnlich im Magen, oft weil er sich nicht ausreichend bewegt. Der Extremfall dieser Funktionsstörung ist eine Magenlähmung. Seltener kommt es auch vor, dass der Nahrungsbrei aus dem Magen zu schnell in den Darm übertritt.
  • Gastrale Akkomodationsstörung: Der Magen passt sich beim Essen nicht ausreichend an die aufgenommene Nahrungsmenge an, das heißt er reagiert nicht auf das Signal, sich zu dehnen.
  • Viszerale Hypersensitivität: Der Magen-Darm-Bereich reagiert auf eigentlich normale Reize (z. B. reichliches, saures oder fettiges Essen) empfindlicher als bei anderen Menschen.
Frau stützt Kopf in Hände
Zu den häufigsten Reizmagen-Ursachen gehören Stress oder andere psychische Belastungen© Fotolia
 

Erbliche Veranlagung für Magenprobleme als mögliche Ursache

Grundsätzlich können an einem Reizmagen verschiedene Ursachen beteiligt sein. Beispielsweise wird diskutiert, welche Rolle eine Infektion mit Helicobacter pylori bei Reizmagen-Patienten spielt; dieses Bakterium ist eine häufige Ursache für eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) und Magengeschwüre. Auch scheint es eine erbliche Veranlagung für Magenprobleme zu geben.

 

Stress oder psychische Belastungen können Reizmagen-Ursache sein

In den meisten Fällen sind psychosomatische Faktoren an einem Reizmagen beteiligt. Viele Menschen mit Reizmagen- und Reizdarm-Syndrom stehen vermehrt unter Stress oder haben mit anderen psychischen Belastungen zu kämpfen. Außerdem ist bei ihnen der Anteil an psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen überdurchschnittlich hoch. Auch Ernährung und Unverträglichkeiten können eine Rolle spielen.

Symptome
Themen
Das könnte Sie auch interessieren
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.