Reizdarm: Sanfte Hilfe für die funktionelle Störung

Frau genießt Sonnenuntergang
Schlägt Ihnen Stress gleich auf die Verdauung? Um jetzt eine funktionelle Störung des Darms zu vermeiden, sind vor allem Phasen der Entspannung wichtig © Fotolia

Beim Reizdarmsyndrom handelt es sich um eine funktionelle Störung des Darms, die mit krampfartigen oder stechenden Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung einhergeht. Lesen Sie hier, wie Entspannungsverfahren die Reizdarm-Beschwerden nachweislich lindern.

 

Funktionelle Störung der Verdauung

Fieberhaft sind Wissenschaftler auf der Suche nach den Ursachen für das Reizdarm-Syndrom. Es äußert sich von Patient zu Patient unterschiedlich. Die einen haben hauptsächlich Schmerzen, bei anderen wechseln sich Durchfall und Verstopfung ab. Experten nennen das „funktionelle Störung der Verdauung“, die keine organische Ursache hat. Somit sind die Beschwerden zwar höchst unangenehm, aber nicht gefährlich. Dennoch sollten solche Symptome unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Denn auch andere Krankheiten wie Infekte, Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten oder Darmkrebs lösen ähnliche Beschwerden aus. Betroffene können eine ärztliche Reizdarm-Therapie aktiv unterstützen.

 

Ursache für die funktionelle Störung noch nicht bekannt

Der erste Schritt bei einer funktionellen Störung: die Nerven beruhigen. Das Bauchhirn steuert den Nahrungstransport. Beim Reizdarm-Syndrom ist die Signalübertragung zwischen den Nerven und der Darmmuskulatur gestört – sie gerät aus dem Takt. Ist sie zu stark angespannt oder gar verkrampft, sind Verstopfungen oder Blähungen die Folge. Erschlafft sie, kommt es zu Durchfällen. Was genau so eine funktionelle Störung verursacht, ist noch nicht bekannt. Klar ist aber, dass nervliche Belastungen die Symptome verstärken. Genau deshalb können Entspannungsverfahren wie Yoga, Qigong, Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung nach Jacobson Reizdarm-Beschwerden lindern. Studien belegen das.

Paar macht Entspannungsübungen
Entspannungsverfahren können die Beschwerden einer funktionellen Störung lindern© Fotolia
 

Medikamente erhöhen Risiko für funktionelle Störung

Der zweite Schritt: die „guten“ Bakterien unterstützen. Außer einer erblichen Veranlagung spielt auch die Darmflora eine wichtige Rolle. Wer Antibiotika einnehmen muss, hat ein dreifach höheres Risiko, Beschwerden einer funktionellen Störung zu entwickeln. Denn sie töten nicht nur schädliche, sondern auch nützliche Bakterien im Darm ab. Deshalb können sich unerwünschte Keime wiederum ausbreiten und die Darmwand reizen.

 

Funktionelle Störung: Achten Sie auf bewusste Ernährung

Probiotische Arzneimittel mit medizinischer Hefe (Apotheke) bauen mithilfe von Mikroorganismen die Flora wieder auf. Damit die Balance dauerhaft erhalten bleibt, brauchen diese „guten“ Bakterien Unterstützung von gesunden Ballaststoffen: Essen Sie viel Gemüse, das nicht bläht, etwa grünen Salat, Spinat, Spargel, Möhren (nicht roh!), Tomaten. Wichtig: langsam essen und gut kauen.

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