Reis-Diät: Abnehmen mit Kohlenhydraten

Redaktion PraxisVITA

Die Reis-Diät verspricht etwas, das in Zeiten der Low-Carb-Trends vielen vielleicht sonderbar anmutet: mit jeder Menge Kohlenhydrate die Pfunde purzeln zu lassen. Hier gibt es alle Infos zur Reis-Diät und welche Vor- und Nachteile sie hat.

Reis in einer Schale
Mit der Reis-Diät die Pfunde purzeln lassen Foto:  istock/amarita
Inhalt
  1. Was ist die Reis-Diät?
  2. So funktioniert die Reis-Diät
  3. Reis-Diät: Der Vier-Wochen-Plan
  4. Vorteile einer Reis-Diät
  5. Nachteile der Reis-Diät
  6. Fazit

Reis zählt zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln der Welt und ist für rund die Hälfte der Weltbevölkerung der Hauptbestandteil ihrer Ernährung. Auch hierzulande ist Reis extrem beliebt – egal ob als Bestandteil der asiatischen Küche oder als Grundbaustein für den heimischen Kochtopf. Allerdings schwören längst nicht alle darauf. Für Verfechter einer Low-Carb- oder No-Carb-Ernährung kommt das Lebensmittel nicht oder nur bedingt infrage, da es zum großen Teil aus Kohlenhydraten besteht. Viele gehen davon aus, dass Kohlenhydrate dick machen oder zumindest die Fettverbrennung deutlich erschweren. Aber stimmt das oder kann man mit der Reis-Diät abnhemen?

 

Was ist die Reis-Diät?

Bei der Reis-Diät wird Reis zum Hauptbestandteil der Ernährung. Mit einer mehrwöchigen Ernährung auf Reisbasis soll ein schneller Gewichtsverlust möglich sein – und das ohne die unerfüllte Sehnsucht nach Kohlenhydraten.
Als Erfinder der Reis-Diät gilt Dr. Walter Kempner, der in den 1930er-Jahren die entwässernde Wirkung von Reis bei Patienten mit Bluthochdruck und Diabetes einsetzte.

 

So funktioniert die Reis-Diät

Bei der Reis-Diät handelt es sich um eine Monodiät – also eine Diät, bei der man größtenteils auf ein einziges Lebensmittel setzt. Das Prinzip der Abnehmmethode ist demnach ganz einfach: Jede Mahlzeit besteht in erster Linie aus Reis (mit Beilagen). Das Tageslimit beträgt zwischen 850 und 1.000 Kilokalorien – so sollen die überschüssigen Pfunde schnell purzeln. Prinzipiell kann man bei einer Reis-Diät alle möglichen Sorten an Reis verwenden und somit zumindest so etwas Abwechslung in den Speiseplan bringen. Empfehlenswert ist beispielsweise ungeschälter Vollkornreis.

Die Reis-Diät folgt einem mehrwöchigen Plan. In den ersten Tagen der Diät bestehen die Mahlzeiten fast ausschließlich aus Reis. Später werden sie mit Gemüse, Obst und anschließend auch mit Fisch und Fleisch ergänzt. Wenn Sie die Diät streng auslegen, müssen Sie zudem acht auf die Menge an Reis geben: Jede Mahlzeit soll aus 60 Gramm (Trockengewicht) Reis bestehen.

 

Reis-Diät: Der Vier-Wochen-Plan

  • Woche 1: Bei der ersten Woche der Reis-Diät handelt es sich um die sogenannte “Entgiftungswoche”. Sie ist kulinarisch nur wenig abwechslungsreich – denn es darf ausschließlich Reis konsumiert werden. Absolut verboten ist Salz. Ein Tag nach Wahl darf in der ersten Woche mit Obst angereichert werden.
     
  • Woche 2: Ist die erste Woche überstanden, ist die zweite Woche bereits deutlich leichter durchzuführen. Neben einem Obsttag (Tag 1) dürfen Sie als Beilage Gemüse essen und Magermilch-Produkte verwenden. Zur Belohnung gibt es am letzten Wochentag Fleisch, Fisch oder Eier zum Reis.
     
  • Woche 3 und 4: In den letzten beiden Wochen der Reis-Diät darf Salz in vorsichtigen Dosen wieder verwendet werden. Auch Fleisch und Fisch sind erlaubt – genau wie Nüsse.

Was während der gesamten Zeit verboten ist, sind Süßigkeiten und alkoholische Getränke. Auch Kaffee-Junkies müssen während der Diät auf ihr geliebtes Getränk verzichten.

 

Vorteile einer Reis-Diät

Reis ist ein gut verträgliches und sehr sättigendes Lebensmittel. Im Vergleich zu anderen kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln wie Brot oder Kartoffeln sättigt Reis schneller und nachhaltiger. Das wirkt gegen Heißhungerattacken, die bei vielen anderen Diäten den Abnehmwilligen die Sache deutlich erschweren können – bei einer Reis-Diät bleibt das Gefühl eines leeren Magens aus. Außerdem ist die Reis-Diät relativ kostengünstig durchzuführen und man benötigt nur Lebensmittel, die nicht schwer aufzutreiben sind. Sowohl der Reis als auch die anderen Bestandteile der Diät (Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch) sind zu regulären Preisen in allen Supermärkten erhältlich. Ein weiteres Plus ist, dass Reis kein Fett enthält und somit die perfekte Low-Fat-Diät darstellt.

Reis hat außerdem eine entwässernde Wirkung. Das hat auch zur Folge, dass relativ schnell die ersten Kilos verloren gehen – allerdings handelt es sich dabei eben um Wasser und nicht um Fett, das Sie verlieren.

 

Nachteile der Reis-Diät

Jede Monodiät birgt auch immer eine gewisse Gefahr der einseitigen Ernährung und somit eines damit einhergehenden Nährstoffmangels. Dies trifft auch auf die Reis-Diät zu. Reis hat häufig erhöhte Arsenwerte – eine reine Reis-Diät kann also zu einer erhöhten Arsenbelastung führen. Es kann außerdem zum Muskelabbau kommen, da sich der Körper bei einem Kalorienmangel die Energie zuerst aus den Muskeleiweißen holt.

 


Fazit

Prinzipiell ist es durchaus möglich, mit der Reis-Diät einige Kilos zu verlieren – schon aufgrund des hohen Kaloriendefizits. Ein Kalorienmaximum von 1.000 Kalorien pro Tag ist eine drastische Reduktion. Zum Vergleich: Eine Frau im Alter zwischen 25 und 51 Jahren benötigt etwa 1.900 Kalorien am Tag, bei Männern in derselben Altersspanne sind es 2.400 Kalorien. Somit wird die Kalorienzufuhr halbiert. Auf Dauer empfehlenswert ist eine solche Reduktion nicht – nicht nur deswegen, weil sie einen Jo-Jo-Effekt mit sich bringt. Es ist ratsam, sich im Vorfeld mit seinem Arzt abzusprechen.

Generell ist eine ausgewogene Ernährungsweise mit einem langsamen Gewichtsverlust Mono- und Radikaldiäten wie der Reis-Diät deutlich vorzuziehen.

 

Quelle:
Reis in: planet-wissen.de

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