Reinhard Meys Sohn gestorben – tödliche Gefahr verschleppte Lungenentzündung

Sohn von Mey gestorben
Eine verschleppte Lungenentzündung ist gefährlich! Der Sohn des Liedermachers Reinhard Mey („Über den Wolken“) verstarb daran. Der 32-jährige Maximilian Mey hatte zuvor fünf Jahre im Koma gelegen © Imago

Nach fünfjährigem Wachkoma ist der Sohn von Liedermacher Reinhard Mey an den Folgen einer verschleppten Lungenentzündung gestorben. Wie Sie eine verschleppte Lungenentzündung erkennen, lesen Sie hier.

Wie der Familienanwalt am Dienstag mitteilte, sei Maximilian Mey „nach unendlich tapfer ertragenem Leid im Kreise seiner Familie“ verstorben. Der Sohn des bekannten Sängers und Songwriters Reinhard Mey war vor fünf Jahren während eines Aufenthalts in Kambodscha plötzlich umgefallen. Eine verschleppte Lungenentzündung mit mehreren Keimvarianten hatte bei dem jungen Mann zu einem Herz- und Atemstillstand geführt. Der Zustand war so kritisch, dass Maximilian sofort in ein künstliches Koma versetzt wurde.

 

Verschleppte Lungenentzündung: Lebensgefahr

Eine verschleppte Erkältung oder – wie bei Maximilian Mey – verschleppte Lungenentzündung kann in vielen Fällen lebensgefährliche Folgen haben, vor allem wenn die Risiken von den Betroffenen nicht richtig eingeschätzt werden. Ein Virus wird zumeist verschleppt, wenn er nicht richtig auskuriert wurde.

In diesem Zusammenhang ist wichtig zu wissen, dass die meisten Erkältungskrankheiten durch Viren ausgelöst werden. Mit diesen kommen die körpereigenen Abwehrkräfte in der Regel zurecht: Die Viren werden von dem Immunsystem abgewehrt. Doch während der Virusinfektion sind die Schleimhäute sehr anfällig für Bakterien, das Immunsystem ist ausgelastet, der Körper geschwächt. Die Folge: Bakterien befallen den Körper und die so verschleppten bakteriellen Zweitinfekte sind mitunter gefährlicher als die ursprüngliche Viruserkrankung.

Ein sicheres Zeichen dafür, dass Sie an einer bakteriellen Infektion leiden, sind gelb-grüne Sekrete, die aus der Nase oder den Bronchien abgesondert werden. Ein weiteres Symptom, hinter dem eine bakterielle Infektion stecken kann, ist das Fieber (über 39 Grad Celsius). Die häufigsten Infektionen, an denen Bakterien mitwirken, sind Mittelohrentzündung, Mandelentzündung, Bronchitis, Stirnhölen- und Nasennebenhölenentzündung sowie Lungenentzündung. Zu den Erkrankungen, die durch Viren ausgelöst werden, zählen beispielsweise die Virus-Grippe (Influenza) und die Erkältung.

 

Eine verschleppte Lungenentzündung nimmt schweren und längeren Verlauf

Wird eine Lungenentzündung nicht richtig auskuriert oder setzt die Behandlung zu spät ein – zum Beispiel weil sie für eine Erkältung gehalten wird – kann es zu schwerwiegenden Komplikationen kommen. Ist der Patient sonst gesund und wird die Entzündung der Lunge ärztlich behandelt, ist die Krankheit in der Regel nach zwei bis drei Wochen überstanden. Eine verschleppte Lungenentzündung jedoch hält sich erheblich länger.

 

Die Folgen einer unkurierten Pneumonie

Die Konsequenzen einer verschleppten Lungenentzündung betreffen die Funktionen der Lunge und anderer Organe. Mögliche Komplikationen sind Lungenfellentzündungen, Lungenabszesse, Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge, Herzmuskel- oder Hirnhautentzündungen, Blutvergiftung sowie Atem- und Herzstillstand.

Um solche gravierenden Folgen zu vermeiden, raten Experten, bei anhaltenden oder stärker werdenden Erkältungsbeschwerden umgehend einen Arzt aufzusuchen.

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