Reflux-Ursache ist ein geschwächter Schließmuskel

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Die Reflux-Ursache ist in vielen Fällen ein geschwächter oder nicht mehr funktionsfähiger Speiseröhren-Schließmuskel. Dieser hat normalerweise die Aufgabe, den Magen zur Speiseröhre hin dicht zu verschließen und das Zurückfließen des Mageninhalts in die Speiseröhre zu verhindern.

Der Muskel erschlafft nur beim Essen immer wieder für kurze Zeit, um die heruntergeschluckte Nahrung in den Magen zu lassen. Unmittelbar danach spannt sich der Muskel wieder an und schließt den Magen dicht ab.

Zu den Reflux-Ursachen zählen saures Aufstoßen und Schmerzen hinter dem Brustbein
Zu den Reflux-Ursachen zählen saures Aufstoßen und Schmerzen hinter dem Brustbein© Fotolia
 

Reflux: Wenn der Schließmuskel gestört ist

Bei Menschen, die an einer Refluxkrankheit leiden, ist die Funktion des Schließmuskels gestört. Bei einigen Betroffenen erschlafft der Schließmuskel ohne erkennbare Ursache auch unabhängig vom Herunterschlucken der Nahrung, bei anderen Menschen ist der Schließmuskel insgesamt zu schwach. Er baut auch im angespannten Zustand nicht genügend Druck auf, um dem Mageninhalt ausreichend Widerstand entgegenzusetzen. Infolgedessen kann dieser ungehindert in die Speiseröhre hineinfließen und es kommt zu einem Reflux. Die Ursache für die Funktionsstörung des Schließmuskels ist in vielen Fällen nicht bekannt. Es gibt jedoch einige Risikofaktoren, die eine Refluxkrankheit begünstigen.

 

Die Refluxkrankheit hat verschiedene Ursachen

  • erhöhter Druck im Magen, zum Beispiel bei Menschen mit starkem Übergewicht oder nach dem Genuss von großen Mahlzeiten – vor allem kurz vor dem zu Bett gehen
  • fetthaltige oder scharfe Lebensmittel
  • Rauchen
  • starker Alkohol- und Kaffeegenuss
  • Stress
  • Schwangerschaft
  • Operationen am Magen und am Schließmuskel der Speiseröhre
  • Verengung des Magenausgangs und gestörte Magenentleerung
  • krankhafte Verhärtung des Gewebes (Sklerose)
  • bestimmte Medikamente (zum Beispiel Kalziumantagonisten, Anticholinergika, Antibabypille)

Auch bei gesunden Menschen mit intaktem Speiseröhrenschließmuskel gelangt gelegentlich Magensäure in die Speiseröhre hinein. Die Speiseröhre hat jedoch die Fähigkeit, sich selbst zu reinigen und sich von der schädigenden Magensäure zu befreien. Bei manchen Menschen, die an einer Refluxkrankheit leiden, stellen Ärzte bei der Untersuchung fest, dass dieser Selbstreinigungsmechanismus gestört ist. Dadurch verlängert sich die Zeit, in der die Speiseröhrenschleimhaut der schädigenden Säure ausgesetzt ist.

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