Rauchstopp – das beste Antidepressivum?

Eine Frau zerbricht eine Zigarette
Ein Rauchstopp ist genauso wirksam gegen Depressionen wie Antidepressiva, zeigen aktuelle britische Studien © Shutterstock

Rauchen begünstigt Depressionen – das zeigen aktuelle britische Studien. Doch wirkt ein Rauchstopp tatsächlich genauso gut wie ein Antidepressivum? Wir verraten es.

Jetzt eine Zigarette zum Entspannen? Lieber nicht. Denn Rauchen macht nicht etwa glücklich und locker, sondern führt im Gegenteil zu Depressionen und Angststörungen – zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler des University College London.

Für ihre Untersuchung befragten sie 6.500 Männer und Frauen über 40 zu ihren Rauchgewohnheiten und eventuellen Depressionen oder Angststörungen.

 

Raucher haben ein höheres Depressionsrisiko

Dabei fanden Sie heraus: Raucher haben ein um 70 Prozent höheres Risiko, an Ängsten oder Depressionen zu leiden als Nichtraucher. Die gute Nachricht: Das Risiko lässt sich stark reduzieren – bei ehemaligen Rauchern ist es fast genauso niedrig wie bei Menschen, die nie geraucht haben. Als ehemalige Raucher gelten dabei Menschen, die vor mehr als einem Jahr mit dem Rauchen aufgehört haben.

 

Rauchstopp wirkt wie Antidepressivum

Eine im vergangenen Jahr veröffentlichte Studie von Universitäten in Birmingham, Oxford und London belegte sogar, dass Nichtraucher werden denselben Effekt hat wie Antidepressiva. Darin analysierten die Forscher 26 Studien zum Thema Rauchentwöhnung.

Sie beobachteten, dass bei Patienten, die mit dem Rauchen aufhörten, Depressionen, Ängste und Stress deutlich zurückgingen. Auch bei Menschen, die nicht an Depressionen oder Angststörungen gelitten hatten, zeigten sich positive Effekte: Sie berichteten nach dem Rauchstopp von einem größeren seelischen Wohlbefinden und einer höheren Lebensqualität.

Hamburg, 24. Februar 2015

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