Rauchen aufgeben – aber wie?

Redaktion PraxisVITA

Herzinfarkt, Lungenkrebs, Schlaganfall – die Liste der Gesundheitsrisiken für Raucher ist lang. Grund genug, das Laster aufzugeben. Hier erfahren Sie, wie Sie den Weg zum Nichtraucher ganz sicher schaffen.

Viele Menschen setzen auf Nikotinersatzmittel wie Pflaster oder Kaugummis. Das Problem: Nur selten gelingt damit eine dauerhafte Entwöhnung. Bessere Erfolgsaussichten bieten verschreibungspflichtige Medikamente. Sie sollen Raucher von ihrer Sucht abbringen und damit das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, stark reduzieren.

 

So wirken die Tabletten

Als wirksam haben sich zwei Stoffe erwiesen – Bupropion und Vareniclin. Beide setzen dort an, wo die Sucht entsteht: im Gehirn. Bupropion, das in dem Medikament Zyban enthalten ist, lässt die Menge des Glückshormons Dopamin in die Höhe schnellen und mildert die Entzugserscheinungen.

 

Entwöhnung gelingt

Antirauchpillen schuetzen vor Lungenkrebs
Eine der Hauptursachen für Lungenkrebs ist Rauchen. Antirauch-Pillen sollen Betroffenen helfen, von der Sucht loszukommen© Fotolia

In Studien hat sich der Wirkstoff Vareniclin als noch wirksamer erwiesen. Seine Moleküle besetzen die Andockstellen im Gehirn, die für die Abhängigkeit verantwortlich sind. Dem Körper wird dadurch vorgegaukelt, dass die Sucht befriedigt wird. Das Ergebnis: Rund einem Drittel der Behandelten gelingt ein dauerhafter Rauch-Stopp.

 

Behandlung birgt Risiken

Da die Wirkstoffe allergische Reaktionen auslösen können, sollte eine Behandlung gründlich abgewogen werden. Auch Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Kreislauf- und Gedächtnisprobleme traten auf. Selten kam es sogar zu Krampfanfällen. Die Einnahme sollte daher nur unter Anleitung eines Arztes erfolgen.

 
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