Ranunculus bulbosus: Wirkung und Anwendungsgebiete

Julia Rommelfanger Medizinjournalistin

Mit dem homöopathischen Einzelmittel Ranunculus bulbosus werden vor allem bläschenartige Hautausschläge behandelt. Weitere Anwendungsgebiete sind stechend-bohrende neuralgische und rheumaähnliche Schmerzen.   

Gelbe Blumen
Der knollige Hahnenfuß ist in Europa und Nordamerika weit verbreitet Foto:  iStock/chamillewhite
 

Ranculus bulbosus: Was ist das?

Der knollige Hahnenfuß, auch Ranunkel genannt, ist eine krautige, 15 bis 45 Zentimeter hohe Pflanze, die in Europa und Nordamerika verbreitet ist. Für Menschen ist sie giftig und reizt die Haut. Die Stängel sind unten knollig verdickt – daher kommt der Name dieses gelb blühenden Gewächses. Aus dem Presssaft der Blüten und der Wurzel wird das homöopathische Arzneimittel Ranunculus bulbosus hergestellt und wird in stark verdünnter Form (potenziert) verwendet. 

Tierarzt mit Hund und Katze auf dem Arm
Anwendungsgebiete Wie Homöopathie bei Tieren helfen kann

 

Einsatzbereiche von Hahnenfuß: Bei welchen Beschwerden wird Ranculus bulbosus angewandt?

Als homöopathische Arznei soll Ranunculus bulbosus hauptsächlich auf Haut, Nerven, Brust, Gelenke, Muskeln sowie allgemein auf die linke Körperhälfte Einfluss haben. Die hauptsächlichen Anwendungsgebiete sind folgenden Krankheiten und Symptome:

  • Muskel-  und Nervenschmerzen, die auch gleichzeitig auftreten können
  • Stechend-bohrender Schmerz, der sich gewöhnlich bei Kälte verschlimmert (zum Beispiel Entzündungen des Ischiasnervs, Schmerzen in der Schultermuskulatur oder Brustfellentzündungen)
  • Hautausschläge
  • Bläuliche, juckende oder brennende Hautbläschen unterschiedlicher Ursache, deren Ausprägung sich durch Berührung verstärkt
  • Virale Hauterkrankungen wie Herpes Zoster (Gürtelrose), Windpocken oder Herpes simplex
  • Linderung von Entzugssymptomen (Delirium tremens) als Folge chronischen Alkoholmissbrauchs

Globuli bei Halsschmerzen: Welche helfen?
Naturmedizin Globuli bei Halsschmerzen: Welche helfen?

 

Ranunculus bulbosus: Welche Dosierung und Anwendung werden empfohlen?

Als homöopathisches Mittel kann Ranunculus bulbosus als Streukügelchen (Globuli), Tropfen oder Tabletten eingenommen werden. Für die Anwendung bei der Selbstbehandlung empfehlen Heilpraktiker die Potenzen D6 bis D12. Bei einer voll ausgebrochenen Virusinfektionen wird zur Potenz C9 geraten. Erwachsene nehmen drei Globuli ein, bis zu dreimal täglich. Bei Schmerzen, die sich bei nass-kalter Witterung verstärken, wird zu einer Behandlung mit Ranunculus bulbosus in einer niedrigeren Potenz, etwa C4 oder C5, geraten. Für eine auf die individuelle Situation abgestimmte Behandlung sollte man sich an einen Arzt oder Homöopathen wenden. Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Verlauf der Beschwerden.

 

Was gilt für die Anwendung bei Baby & Kind?

Ranunculus bulbosus ist auch für Anwendung bei Babys und Kindern geeignet. Sie sollte jedoch unter Aufsicht eines Arztes erfolgen, da die Homöopathie eine schulmedizinische Therapie nicht ersetzen kann. Babys bis zwölf Monate erhalten ein Streukügelchen in die Wangentasche; Kinder ab einem bis drei Jahren zwei und größere Kinder drei Globuli. Oft ist es einfacher, Tropfen zu verabreichen. Sie werden in Wasser gelöst und mit einem Plastiklöffel oder einer Pipette gegeben. Kinder nehmen am besten fünf bis zehn Tropfen dreimal pro Tag.

Hinweis: Die spezifische Wirksamkeit von Homöopathie wird in der Wissenschaft diskutiert. Dennoch ist Homöopathie als sanfte Heilmethode sehr beliebt.

Blüten der Heilpflanze Galphimia glauca
Homöopathie Galphimia glauca: Homöopathischer Wirkstoff bei Heuschnupfen

Quellen:

Stumpf, W. (2008): Homöopathie. Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München
Lockie, A. (2006): Das große Lexikon der Homöopathie. Dorling Kindersley Verlag, München
Globuli von r bis s, in: Europäischer Naturheilbund e.V.

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