Purpurfarbener Sonnenhut

Botanische Bezeichnung

Echinacea purpurea

Familie

Korbblütler (Asteraceae)

Gattung

Sonnenhüte (Echinaceae)

Art

Purpurfarbener Sonnenhut

Volksmund/Synonyme

Kegelblume, Purpursonnenhut, Roter Sonnenhut, Purpurfarbener Igelkopf, Rote Sonnenblume

Botanik

Der Purpurfarbene Sonnenhut ist eine 50 bis 120 Zentimeter hoch werdende, kräftige Staude mit Pfahlwurzeln und verzweigten Stängeln. Seine Blätter sind wechselständig angeordnet, eiförmig-lanzettlich, leicht gesägt und rauhaarig. Die Zungenblüten sind purpurfarben und umgeben die abstehenden igelartigen Röhrenblüten. Die Blütezeit ist sehr stark standortabhängig und liegt in Deutschland im Spätsommer.

Verbreitung

Die Heimat des Purpurfarbenen Sonnenhuts liegt in Nordamerika. Nach Europa gelangte er im 18. Jahrhundert als Zierpflanze.

Wirkstoffe

Wasserlösliche Polysaccharide, ferner Kaffeesäurederivate, Polyacetylene, Alkylamide, Flavonoide, ätherisches Öl

Anwendung und Heilwirkung

Verwendet werden der frische Presssaft aus den zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Teilen und das getrocknete Kraut. Man geht davon aus das besonders die Polysaccharide die Phagozythen (Fresszellen) des Immunsystems stimulieren. Der Pflanzenextrakt soll auch eine antiseptische Wirkung haben. Von der Kommission E des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte empfohlene Anwendungsgebiete sind äußerlich die Behandlung schlecht heilender, oberflächlicher Wunden und innerlich die unterstützende Behandlung von Infekten der Atem- sowie der ableitenden Harnwege.

Die Anwendung der Wurzel wird von der Kommission E dagegen als negativ eingestuft, da die in den entsprechenden Bereichen beanspruchte Wirksamkeit bislang nicht nachgewiesen werden konnte.

Wissenswertes

In seiner Heimat Nordamerika galt Sonnenhut schon bei den Ureinwohnern als antiseptisches Heilmittel zum Beispiel bei eitrigen Entzündungen der Haut. Einige Stämme verließen sich selbst bei Schlangenbissen auf seine Heilkraft. Dieses Wissen machten sich schnell auch die weißen Siedler zunutze. So sollen die amerikanischen Truppen im Unabhängigkeitskrieg die durch Sättel wund geriebenen Rücken ihrer Pferde mit Sonnenhutkraut behandelt haben.

Seinen Gattungsnamen verdankt die Pflanze dem Fruchtboden mit stacheligen Spreublättern und den abstehenden Röhrenblüten. Dieser erinnert an einen Igel (griechisch: echinos). Der Artname ist lateinischen Ursprungs und spielt auf die Farbe der Blüten an.

Ausgewählte Medikamente

  • Echinarell®
  • Echinacin®
  • Immudynal®
  • Lymphozil® H Tabletten 
  • Schnupfencreme
  • Toxiselect®
  • Traumeel® S
  • Wecesin®
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