Die Primel – eine heilende Zierpflanze

Redaktion PraxisVITA

Die Primel ist nicht nur eine Zierpflanze, sie kann auch Krankheiten lindern: Bei Katarrhen der Atemwege fördert sie die Schleimbildung und hilft so beim Abhusten.

Die Primel ist besonders als Zierpflanze für Garten, Balkon und Fensterbank bekannt
Die Primel ist besonders als Zierpflanze für Garten, Balkon und Fensterbank bekannt© Fotolia
 

Primel: Anwendung und Heilwirkung

Definition Primel

Bezeichnung: Primula obconica         Familie: Primelgewächse                   Gattung: Primeln (Primula)

Der getrocknete Wurzelstock und die Blüten der Primel werden bei Katarrhen der Atemwege eingesetzt. Die Primel fördert die Sekretbildung und ist auswurffördernd. Die Kommission E (BGA/BfArM) bestätigt die Wirksamkeit, weist jedoch auch auf Magenbeschwerden und Übelkeit als mögliche Nebenwirkungen hin. Wurzelextrakte sind Bestandteil von Fertigarzneimitteln.

 

In der Primel enthaltene Wirkstoffe

Saponine, Flavonoide

 

Botanik

Die Primel kann als Tee Erkältungen mindern: 1 TL getrockneter Blüten mit 150 ml heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und in kleinen Schlucken trinken
Die Primel kann als Tee Erkältungen mindern: 1 TL getrockneter Blüten mit 150 ml heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und in kleinen Schlucken trinken© Fotolia

Die Primel ist eine 5 bis 20 Zentimeter hohe, ausdauernde Pflanze. Ihre Laubblätter stehen in grundständigen Rosetten zusammen, sind behaart und eiförmig-rundlich oder länglich. In doldigen Blütenständen stehen 2 bis 13 Blüten. Die Primel blüht rosa bis lavendelfarben, selten auch weiß. Bei den Früchten der Primel handelt es sich um Kapselfrüchte.

 

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Primel erstreckt sich über Süd- und Zentralchina bis nach Tibet und schließt außerdem Thailand mit ein. Die Primel wächst in Höhenlagen von 500 bis 3.300 Metern. Man findet sie in erster Linie in Wäldern sowie im Gebirge.

 

Andere Namen für die Primel

Giftprimel, Becherprimel

Wissenswertes über die Primel

Die Primel, die auch eine beliebte Topf- und Zierpflanze ist, enthält den sehr reizend wirkenden Stoff Primin. Dieser kann beim Pflücken der Blüten oder Blätter zu Entzündungen und Reizungen führen, die mit Schmerzen und Blasenbildung einher gehen können. Diesem Umstand verdankt die Pflanze auch ihren im Volksmund gebräuchlichen Namen Giftprimel.

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