Pomelo essen: Warum die Zitrusfrucht so genial ist

Redaktion PraxisVITA

Eine Pomelo zu essen, ist eine Wohltat für den Körper und das Immunsystem – wie alle Zitrusfrüchte ist die Pomelo ein optimaler Vitamin-C-Lieferant. Daneben wartet die Pomelo noch mit anderen vielen Nährstoffen auf, die sie zu einer wahren Powerfrucht machen. 

Inhalt
  1. Was ist eine Pomelo?
  2. Herkunft, Anbau und Saison der Pomelo
  3. Das steckt in der Pomelo
  4. Was muss beim Verzehr von Pomelos beachtet werden?
  5. Wie lagert man eine Pomelo?
  6. Pomelo und die Einnahme von Medikamenten
 

Was ist eine Pomelo?

Pomelos zu essen, ist in Deutschland seit einigen Jahren möglich. Denn seitdem sind sie in den deutschen Supermarktregalen zu finden. Der Name ist allerdings streng genommen ein Überbegriff für verschiedene Pampelmusenfrüchte, er steht nicht für eine eigene Sorte. In Deutschland bezeichnet man trotzdem meistens die Kreuzungen aus Pampelmuse und Grapefruit als Pomelo. Diese erfreuen sich großer Beliebtheit – schließlich sind die Früchte etwas weniger bitter als ihre Verwandten, angenehm süß und erfrischend säuerlich.

Optisch fällt die Pomelo besonders durch ihre Größe auf: Das Bundeszentrum für Ernährung weist darauf hin, dass die Früchte bis zu zwei Kilo auf die Waage bringen und einen Durchmesser von rund 30 Zentimetern haben können. Sie sind rund, manchmal auch birnenförmig. Farblich wechselt die Zitrusfrucht zwischen grünlich, gelb und orange bei einer glatten oder leicht genoppten Schale.

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Herkunft, Anbau und Saison der Pomelo

Während die Grapefruit bereits im 18. Jahrhundert entdeckt wurde, ist die Pomelo noch ein Newcomer: Sie wurde in den 1970er Jahren in Israel als Kreuzung entwickelt. Noch heute wird die Zitrusfrucht in dem nahöstlichen Land angebaut. Auch China, Thailand, Vietnam und Südafrika sind wichtige Anbaugebiete. In China wächst vor allem die Honig-Pomelo (“Honey Pomelo”), die durch einen besonders süßen Geschmack besticht und deshalb häufig in den Regalen zu finden ist. Obwohl die Saison üblicherweise im Herbst beginnt und bis in den Frühling hineinreicht, kann man die Pomelo das ganze Jahr über im Supermarkt kaufen.

 

Das steckt in der Pomelo

Wie alle Zitrusfrüchte ist auch die Pomelo eine optimale Vitamin-C-Quelle – und kann somit das ganze Jahr über die Abwehrkräfte stärken. In 100 Gramm der rohen Frucht können rund 60 Milligramm Vitamin C stecken. Außerdem findet man darin wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe. Der Ballaststoff Pektin regt die Verdauung an und wirkt darüber hinaus als Appetitzügler. Die Pomelo eignet sich also nicht nur wegen ihrer niedrigen Kalorienzahl als optimaler Diät-Snack – sie hält auch lange satt.

Nährwerte (100 Gramm, roh):

  • Kalorien: 38
  • Eiweiß: 1 Gramm
  • Fett: 0 Gramm
  • Kohlenhydrate: 10 Gramm

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Was muss beim Verzehr von Pomelos beachtet werden?

Pomelos sind dank ihres hohen Vitamin-C-Gehalts sehr gesund. Sie werden ohne Schale gegessen oder zu einem erfrischenden Saft ausgepresst. Vor dem Schälen sollte die Frucht jedoch gewaschen werden: Das Lebensmittelinstitut Oldenburg des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat bei einer Untersuchung von 25 Pomelo-Proben aus China, Israel und unbekannten Herkunftsländern festgestellt, dass sich Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in der Frucht befanden. Diese steckten vor allem in der Schale.

Um zu verhindern, dass Pestizidrückstände beim Schneiden von der Schale auf das Fruchtfleisch gelangen, sollte man die Pomelo vor der Zubereitung deshalb gründlich unter fließend heißem Wasser abwaschen.

 

Wie lagert man eine Pomelo?

Pomelos müssen nicht sofort nach dem Einkauf gegessen werden. Sie können bei Zimmertemperatur einige Wochen lang gelagert werden. Im Kühlschrank halten sich die Früchte sogar noch länger. Waschen Sie die Früchte aber erst unmittelbar vor dem Verzehr. Hin und wieder sind die Zitrusfrüchte mit einem weichen Plastiknetz überzogen, um Transportschäden zu vermeiden. Dieses kann man auch noch während der Lagerung an der Frucht lassen, um Druckstellen vorzubeugen.

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Pomelo und die Einnahme von Medikamenten

Viele Menschen wissen nicht, dass der Verzehr von Pomelo und anderen Grapefruitsorten auch Gefahren mit sich bringen kann. In den Früchten stecken nämlich einige Stoffe, die durch die Blockade bestimmter Enzyme in der Leber die Aufnahme von Medikamenten beeinflussen können.

So kann beispielsweise die Wirkung von Antidepressiva, Herz- oder Krebsmedikamenten sowie Blutdrucksenkern unangenehm verstärkt werden, was mehrere Tage anhalten kann. Wenn man Medikamente einnimmt, sollte man daher nur nach vorheriger Absprache mit dem Hausarzt Pomelo essen.

Quellen

Pflanzenschutzmittelrückstände in Pomelo, in: Niedersächisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit 

Was Apotheker zur Trendfrucht Pomelo wissen sollten, in: Deutsche Apotheker Zeitung 

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