Polyneuropathie: So beugen Sie Diabetes-Folgeschäden vor

Bei einem diabetischen Fuß heilen kleine Wunden schlecht
Ist der Blutzucker bei einem Zuckerkranken schlecht eingestellt, droht ein diabetischer Fuß. Kleine Wunden heilen schlecht oder es bilden sich Geschwüre an dieser Stelle © shutterstock

20 bis 30 Prozent der Zuckerkranken entwickeln einen diabetischen Fuß. Betroffen sind meist Diabetiker, die bereits unter einer Polyneuropathie (Nervenschädigung) leiden. Erfahren Sie hier, wie Sie vorbeugen können.

Der diabetische Fuß ist eine Spätfolge der Zuckerkrankheit: Kleine Wunden heilen dann nicht mehr, es kann zu Fehlstellungen des Fußes kommen. Manchmal bilden sich sogar Geschwüre. Das Risiko solcher Schäden steigt, je länger der Diabetes besteht und je schlechter die Blutzuckerwerte eingestellt sind. Betroffen sind Diabetiker mit einer Nervenschädigung (Polyneuropathie) und/oder Verengungen der Blutgefäße (pAVK) im Bein.

 

9 Übungen für Diabetiker

Bei der Polyneuropathie sind die Nerven durch die Zuckerkrankheit so geschädigt, dass Schmerzen an den Füßen nur eingeschränkt oder auch gar nicht mehr wahrgenommen werden. Deshalb bleiben kleine Wunden und Fehlstellungen oft lange unentdeckt. Außerdem nimmt die Schweißproduktion ab, die Haut wird trocken und rissig. Ein solcher diabetischer Fuß ist warm, rot und trocken.

 

Entzündung können sich unkontrolliert ausbreiten

Bei der pAVK dagegen werden die Beine nicht mehr richtig durchblutet. Das führt dazu, dass selbst kleine Verletzungen am Fuß schlecht heilen. Dieser diabetische Fuß ist kalt und blass.

Besonders gefährdet sind Patienten, bei denen sowohl eine Polyneuropathie als auch eine pVAK vorliegt. Hier kann sich eine Entzündung so unkontrolliert ausbreiten, dass eine Amputation des Fußes nötig ist. Die tägliche Kontrolle der Füße ist für Diabetiker Pflicht!

 

Achten Sie auf Ihre Blutzuckerwerte

Um das zu verhindern, sollten Diabetiker ihre Füße täglich mithilfe eines Spiegels untersuchen. So lassen sich neue Druckstellen und kleinere Wunden frühzeitig erkennen. Cremen Sie trockene Haut an den Füßen ein, um Risse zu vermeiden. Hornhautverdickungen oder Hühneraugen immer nur von einer medizinischen Fußpflegerin entfernen lassen. Tragen Sie am besten nur Baumwollstrümpfe ohne drückende Naht und bequeme Schuhe.

Wichtig: Lassen Sie Ihre Blutzuckerwerte regelmäßig beim Arzt kontrollieren. Zudem sollte jede Verletzung am Fuß von einem Spezialisten untersucht werden.

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