Polyneuropathie: Die Behandlung hängt von der Ursache ab

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Die Behandlung einer Polyneuropathie hängt von ihrer Ursache ab – und davon, ob sich überhaupt eine Ursache für die Nervenschädigung finden lässt. Wurde eine behandelbare Ursache für die Polyneuropathie diagnostiziert, ist das erste Ziel immer, diese Krankheit zu beseitigen oder zumindest so weit wie möglich zu lindern. Das betrifft besonders die diabetische Polyneuropathie – also die durch die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus ausgelöste Nervenschädigung.

Nur eine möglichst gute Einstellung des Blutzuckerwerts und eine gesunde Lebensweise können eine Verschlechterung der Polyneuropathie aufhalten oder in frühen Stadien sogar wieder rückgängig machen.

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Polyneuropathie-Symptome zu lindern

Bei einer durch übermäßigen Alkoholkonsum ausgelösten Polyneuropathie hilft nur der komplette Verzicht auf Alkohol. Weil sie typischerweise nur bei Alkoholabhängigen auftritt, bedeutet dies, dass ein Entzug notwendig ist. In den seltenen Fällen von Polyneuropathien, bei denen eine Vergiftung Ursache der Nervenschädigung ist, muss die Quelle des Gifts ausfindig gemacht und abgestellt, sowie eventuell das Gift aus dem Körper entfernt werden.

Kann keine Polyneuropathie-Ursache gefunden werden oder ist sie nicht behandelbar, bleiben noch verschiedene Möglichkeiten, die Symptome zu lindern. Oft steht dabei die Behandlung von Schmerzen im Vordergrund. Auch wenn die durch eine Polyneuropathie bedingten Schmerzen fast nie ganz beseitigt werden können, verschafft die Behandlung doch Linderung und erleichtert den Alltag der Betroffenen stark. Weil Polyneuropathien oft chronisch sind und ein Leben lang bestehen bleiben, ist es hier wichtig, ein Gleichgewicht zu finden, bei dem die Schmerzen so gut wie möglich gelindert sind, ohne dass die Schmerzmittel zu starke Nebenwirkungen verursachen.

 

Krankengymnastik kann helfen

Zusätzlich ist bei der Polyneuropathie-Behandlung Krankengymnastik oft hilfreich, um sich an die neue Situation anzupassen. Ein taubes Gefühl in den Füßen beispielsweise macht das Gehen oft unsicher. Hier können in der Krankengymnastik Techniken erlernt werden, welche die Fortbewegung wieder sicherer machen. Auch wenn sich einzelne Muskeln zurückbilden, kann krankengymnastisches Training helfen.

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