Polyneuropathie: "Chinesische Heilkunst erlöste mich von Nerven-Schmerzen"

Mit Shiatsu Behandlung kann Polyneuropathie gelindert werden
Die Shiatsu Behandlung gehört zu den fünf Säulen, auf denen die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) beruht. Mit der alternativen Heilmethode können die Beschwerden bei Polyneuropathie gelindert werden © Fotolia

Ärzte hielten Marita Elbers Krankheit für unbehandelbar. Erst die fernöstliche Therapie konnte ihre Beschwerden lindern. Erfahren Sie, wie die ganzheitliche Methode bei Nervenleiden wirkt.

Am Anfang war es nur ein Kribbeln. "Meine Füße schliefen immer häufiger ein und reagierten empfindlich auf Berührungen", erinnert sich Marita Elbers (64) an den Beginn ihrer Krankheit. Als dann brennende, stechende Schmerzen hinzu kamen, ging sie zum Arzt. Dessen Diagnose: Polyneuropathie, ein Nervenleiden, von dem rund drei Millionen Deutsche betroffen sind. Die fortschreitende, entzündliche Krankheit schädigt die Nervenbahnen des Körpers und kann schlimmstenfalls zu einem Leben im Rollstuhl führen. Polyneuropathie tritt häufig als Folge einer anderen Erkrankung auf, zum Beispiel bei Diabetes. Bei rund einem Drittel der Patienten bleibt die Ursache jedoch unklar – so auch in Margit Gehrkes Fall. "Mein Arzt schickte mich mit Schmerzmitteln nach Hause", so die 64-Jährige. "Damit war die Sache für ihn erledigt."

 

Alternative Heilmethoden

Als die pensionierte Lehrerin schließlich kaum noch laufen konnte, erzählte ihr eine Bekannte von der Klinik am Steigerwald. Sie hörte erstmals von der TCM, der Traditionellen Chinesischen Medizin, die dort angewendet wird. Auf die alternativen Heilmethoden setzte Marita Elbers nun all ihre Hoffnung.

Überrascht stellte sie fest, dass die Uhren am Steigerwald anders ticken. Die Ärzte nahmen sich Zeit, untersuchten sie drei Stunden lang und fragten nach ihren Lebensumständen, ihrer Krankengeschichte – und nach ihren Gefühlen. "Wir kümmern uns nicht nur um das Symptom, sondern betrachten den ganzen Menschen", sagt Klinikleiter Dr. Christian Schmincke. Heißt in der Praxis: Die Ärzte gehen den Beschwerden jedes einzelnen Patienten auf den Grund und erstellen dann einen individuell zugeschnittenen Behandlungsplan. Die TCM basiert auf fünf Säulen: Akupunktur, Bewegungstherapie (Qigong und Shiatsu), Massage (Tuina), Ernährungslehre sowie dem Hauptbestandteil, der Arzneitherapie. Besonders wichtig ist hierbei die Zusammenstellung der Heilkräuter-Rezeptur, die für jeden Patienten unterschiedlich ausfällt "Es kommt bei uns häufig vor", so Dr. Schmincke, "dass zwei Patienten dieselbe Krankheit haben und sich ihre Therapien dennoch stark unterscheiden."

 

Die Wiederherstellung des "Qi"

Das Ziel der TCM-Therapie: Die Wiederherstellung des "Qi", also des Lebensenergie-Flusses. Um diesen zu ermöglichen, müssen Blockaden abgebaut sowie Körper und Seele gereinigt werden. "Zentrale Ursache der Krankheit von Frau Gehrke", so Dr. Schmincke, "war das, was wir das Tan nennen. Das sind Substanzen, die ein kranker Organismus nicht mehr ausscheidet und die zu Entzündungen im Körper führen."

Marita Elbers blieb drei Wochen in der Klinik. Sie stellte in dieser Zeit ihre Ernährung nach den jahrtausendealten Erkenntnissen der TCM um, lernte Qigong-Übungen und erfuhr die heilsame Wirkung der Akupunktur.

Es dauerte einige Tage, bis die Therapie anschlug. "Erst war ich ein wenig skeptisch", erinnert sie sich. "Schließlich hatte ich mich über Jahre daran gewöhnt, meine Schmerzen nur mit Tabletten betäuben zu können. Doch dann verschwanden sie plötzlich, und ich konnte wieder befreit spazieren gehen – ganz ohne Medikamente!"

Heute, Monate nach ihrer Behandlung, hat die 64-Jährige nur noch selten Beschwerden. Sie weiß, was ihr dann gut tut. Zudem lässt sie sich immer noch ambulant von einem Therapeuten in ihrer Nähe behandeln. Ein kleiner Wermutstropfen: Marita Elbers Krankenkasse hat die Kosten der Behandlung nicht übernommen. "Ich habe deshalb nahezu meine ganzen Ersparnisse investiert", sagt die Pensionärin. "Aber das war es mir wert. Jetzt bin ich endlich wieder glücklich."

 

Die wichtigsten Fakten

 

Was sind die fünf Säulen der TCM?

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) umfasst fünf Therapiebereiche: Akupunktur, Bewegungsübungen (u. a. Qigong), Massage- und Akupressurtechniken (Tuina) sowie Ernährungslehre sowie die sogenannte Heilkräuter-Therapie.

 

Wie finde ich einen Therapeuten?

Adressen von Kliniken und Therapeuten, die Verfahren der TCM ambulant anwenden, gibt es bei der Deutschen Gesellschaft für Traditionelle Chinesische Medizin, Karlsruher Straße 12, 69126 Heidelberg, Tel.: 062 21/37 45 46. www.dgtcm.de

 

Wer zahlt die Behandlung?

Bisher beteiligen sich nur einzelne Krankenkassen an den Kosten einer TCM-Behandlung. Der Tagessatz in der Klinik am Steigerwald beträgt 324 Euro und beinhaltet sämtliche ärztlichen Leistungen. Kosten einer ambulanten Sitzung: zwischen 45 und 55 Euro.

Klinik am Steigerwald: 97447 Gerolzhofen Telefon: 0 93 82 / 94 90  www.tcmklinik.de

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