Podcast: Wie Tiergestützte Therapie helfen kann

Redaktion PraxisVITA

Hunde sind die besten Freunde des Menschen – dieses Sprichwort ist Programm bei der Tiergestützten Therapie. Die Kinder- und Jugendpsychotherapeutin, Iris Meck-Bauer aus Berlin, erklärt im Podcast VITATALK, wie speziell die Arbeit mit Hunden verhaltensauffälligen Kindern hilft.

Junge streichelt Hund
Foto:  istock/Orbon Alija
Inhalt
  1. Der Einsatz von Tieren in verschiedenen Therapieformen
  2. Wie wirken tiergestützte Therapien?
  3. Die tiergestützte Verhaltenstherapie
  4. Podcast zum Thema Tiergestützte Therapie online hören
  5. Noch mehr VITATALK?
 

Der Einsatz von Tieren in verschiedenen Therapieformen

Als tiergestützte Therapie werden Therapieformen bezeichnet, in denen die Interaktion mit Tieren einen Teil der Behandlungsmethode von psychischen und physischen Problemen bildet. So werden klassische Verfahren mit einem alternativen Heilverfahren kombiniert. Insbesondere in der Ergotherapie und in der Logopädie nutzen Therapeuten die heilsame Kraft von Tieren. Nicht nur Hunde, sondern auch Pferde, Vögel, Katzen und Schafe werden dabei eingesetzt.

 

Wie wirken tiergestützte Therapien?

Die Wirkung von Tieren auf den Heilprozess hängt von der Therapieform ab. Für alle Bereiche gilt jedoch: „Tiere sind ein wichtiger Motivator und Bausteine auf dem Weg der Genesung“, wie Prof. Dr. Med. Gerhard Kluger von der Schönklinik Vogtareuth erläutert. Martina Schaudeck kann dies aus ihrer Arbeit mit ihren Patienten bestätigen: „In der normalen Physiotherapie ist es schwerer, den Patienten zu motivieren.“ 

 

Die tiergestützte Verhaltenstherapie

Obwohl die Verhaltenstherapie nicht zu den klassischen Bereichen der Tiergestützten Therapie gehört, entfaltet die alternative Heilmethode besonders hier eine Vielzahl von positiven Effekten bei der Behandlung von seelischen Problemen bei Kindern. Entweder wird dabei das Spielen mit dem Hund als motivierende Belohnung im Anschluss an die Therapie eingesetzt oder begleitend zur Behandlung. Ob und in welchem Maße der Hund die Therapie bestimmt, hängt von der Diagnose ab.

Wie Therapeutin Iris Meck-Bauer berichtet, profitieren besonders Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten, wie ADHS, von der Tiergestützten Therapie. Im spielerischen Umgang mit dem Therapiehund lernen Kinder Regeln zu befolgen und ihr Sozialverhalten zu trainieren. Zudem wirkt sich die Therapie mit dem Hund positiv auf das Selbstbewusstsein aus – etwa wenn es ihnen gelingt, dem Hund durch vorausschauendes Planen einen Trick beizubringen.

Doch in vielen Fällen müssen weder das Kind noch der Hund viel tun, damit sich ein positiver Therapieeffekt einstellt. Für Kinder mit Depressionen können Hunde die Rolle eines Oxytocin-Lieferanten einnehmen. Durch das Streicheln des Tieres entsteht eine wohltuende Wirkung, die die Stimmung aufhält. Traumatisierte und vernachlässigte Kinder erleben, dass Hunde sie so nehmen, wie sie sind.

 

Podcast zum Thema Tiergestützte Therapie online hören

In einer neuen Folge VITATALK erfahren Sie mehr über die Tiergestützte Therapie – und warum sie so empfehlenswert ist. Außerdem gibt Therapeutin Iris Meck-Bauer spannende Einblicke in ihre spannende Arbeit mit Ihrem Therapiehund Mogli.

Unser Experte: Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Iris Meck-Bauer

 

Noch mehr VITATALK?

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