Podcast Stammzellenspende: Ihr Typ ist gefragt

Ines Fedder Medizinredakteurin

Alle 16 Minuten erhält in Deutschland ein Patient die Diagnose Blutkrebs. In einer neuen Folge VITATALK spricht ein Betroffener über sein Leben mit Blutkrebs und darüber, wie ihm eine Stammzellenspende das Leben rettete.

Mann nimmt Stäbchen in den Mund
Stammzellenspenden ist ganz einfach Foto:  istock/ralf geithe
Inhalt
  1. Was passiert bei einer Stammzellenspende?
  2. Stammzellenspende: Schmerzen nach dem Eingriff
  3. Podcast zum Thema Stammzellenspende online hören
  4. Registrieren bei der DKMS: So geht’s

Krebs – eine der gefährlichsten und unberechenbarsten Krankheiten überhaupt. Früh erkannt ist Krebs in vielen Fällen heilbar. Auch Blutkrebs ist heilbar – allerdings nur mit einer Stammzellenspende. Die Krux liegt darin, den passenden Spender zu finden. Und dafür müssen sich die freiwilligen Spender zunächst einmal registrieren.

Wie das geht, darüber informiert Marina Müller von DKMS. Die Spenderkartei leistet einen wertvollen Beitrag, damit Blutkrebspatienten den passenden Stammzellenspender finden.
Der Slogan von DKMS: „Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein."
Das Spenden der Stammzellen selbst und die Registrierung in einer Stammzellendatei ist ganz einfach. Dies geht zum Beispiel schnell und unkompliziert online, erklärt Marina Müller von DKMS.
„Man muss sich lediglich online registrieren und das Registrierungsset bestellen. Mithilfe von Wattestäbchen nimmt man dann an der Wangenschleimhaut drei Abstriche und schickt das Set anschließend – möglichst binnen fünf Tagen – zurück an die DKMS“, so die Frachfrau.

Warum es dennoch so viele Berührungsängste gibt, wenn es darum geht, sich registrieren zu lassen? Ein wichtiger Punkt könnte die mangelnde Aufklärung sein. Fragen wie „Passiert mir selbst etwas, wenn ich Stammzellen spende?“, „Trage ich Langzeitschäden davon?“ und Unwissenheit darüber, wie das Stammzellenspenden überhaupt funktioniert, beschäftigen viele Spenderwillige, erklärt Marina Müller. Dabei ist der Vorgang selbst ziemlich unproblematisch.

 

Was passiert bei einer Stammzellenspende?

In 80 Prozent der Fälle werden die Stammzellen aus dem Blut entnommen. In 20 Prozent der Fälle aus dem Knochenmark. Vor der Transplantation spritzt sich der Spender einen Wachstumsfaktor, sodass fünf Tage vor dem Eingriff die Stammzellen im Blut angereichert werden. „Beim Eingriff selbst wird das Blut entnommen, die Stammzellen herausgefiltert und man bekommt sein eigenes Blut wieder“, erklärt Marina Müller den Vorgang der Stammzellenspende.

 

Stammzellenspende: Schmerzen nach dem Eingriff

Nach der Spende verspüren die Spender häufig leichte Knochenschmerzen – ähnlich denen eines starken Muskelkaters sowie leichte Erkältungssymptome. Dies kann auch Roman Rauch bestätigen, der nach seiner Diagnose Blutkrebs auf eine Stammzellenspende angewiesen ist. Sein Spender nahm hinterher mit ihm Kontakt auf und beide stehen noch heute in Verbindung.

 

Podcast zum Thema Stammzellenspende online hören

Wie es für ihn war, die Diagnose Brustkrebs zu erhalten, wie er sogar zweimal den Krebs besiegt hat und über welches freudige Ereignis er sich nach dem Überstehen der Krankheit freuen kann, das verrät Roman in einer neuen Folge VITATALK. Unbedingt reinhören!

 

P.S.: Romans Botschaft an alle: „Lasst euch registrieren. Jeder Mensch trägt unfassbares Potential in sich. Helft anderen, die Krebs haben, zu überleben. Man weiß nie, was für tolle Menschen dahinter stecken.“

 

Registrieren bei der DKMS: So geht’s

Wenn Sie zwischen 17 und 55 Jahren, noch nicht in einer Datei registriert und gesund sind und Sie keine chronischen Erkrankungen haben, einfach auf www.dkms.de sich das Registrierungsset bestellen und die entnommenen Stammzellen zurück schicken. Weitere Infos unter www.dkms.de.

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