Podcast Natur pur: Homöopathie, was ist das?

Ines Fedder Medizinredakteurin

In Deutschland tragen über 7.000 Ärzte die Zusatzbezeichnung „Homöopathie“. Im Podcast „Natur pur“ berichtet Dr. med. Ute Janßen, Fachärztin für Allgemeinmedizin, über ihre Erfahrung im Bereich der Naturmedizin und darüber, wie sich konventionelle Medizin und Homöopathie verbinden lassen.

Homöopathische Arzneimittel in Gläschen
Natur pur - der neue Podcast von PraxisVita.de informiert über Anwendung und Wirkung von homöopathischen Arzneimitteln Foto:  istock/chamillewhite

„Die meisten Patienten kommen auf Empfehlung“, berichtet Allgemeinmedizinerin Ute Janßen, die seit Jahren eine Praxis in Berlin betreibt, in der auch homöopathische Heilungsmethoden zur Anwendung kommen. Die Zahlen sprechen für sich: Über 70 Prozent der Deutschen haben bereits Erfahrung mit der Homöopathie gemacht. 

Das Grundprinzip der Homöopathie: „Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen.“ Und genau nach diesem Ansatz behandelt Ute Janßen unter anderem in ihrer Praxis. Bewiesen ist die Wirkung von homöopathischen Mitteln bisher nicht, jedoch werden Globuli (kleine Streukügelchen), Tropfen oder die sogenannten Schüßler-Salze seit mehreren Hundert Jahren bei den unterschiedlichsten Beschwerden als Arzneimittel eingesetzt. Die Arzneiprüfung sei dabei die wichtigste Grundlage der homöopathischen Medizin. Im sogenannten Repertorium ist jeweils festgehalten, bei welchen Beschwerden die unterschiedlichen homöopathischen Mittel wirken können. Jahrelange Erfahrungswerte sind hier die Grundlage des allumfassenden Naschlagewerkes.

 

Therapie durch Homöopathie: Die Voraussetzungen

„Wer einen Therapieansatz durch Einsatz von homöopathischen Mitteln verfolgen will, muss zunächst ein abgeschlossenes Medizinstudium vorweisen, um anschließend die Zusatzbezeichnung ‚Homöopathie‘ erwerben zu dürfen“, erklärt Ute Janßen. In ihrem Fall hat die Zusatzausbildung ganze drei Jahre gedauert.

Ihrer Erfahrung nach ist der öffentliche Diskurs darüber, welche Therapiemöglichkeit nun besser sei – Schulmedizin oder Homöopahtie – wenig  sinnvoll. Denn: Man kann beide Heilungsmethoden problemlos parallel anwenden. Welche Behandlung ganz individuell für den Patienten am besten ist, darüber entscheide der behandelnde Arzt im Gespräch mit dem Patienten, erklärt sie. Und dieses Patientengespräch kann bei ihr schon einmal deutlich länger ausfallen.

„Bei einer Anamnese müssen alle Stadien und unterschiedliche Stufen des Beschwerdebilds sorgfältig angeschaut werden und man muss herausfinden, wo die Schwerpunkte liegen. So ein Erstgespräch kann daher schon einmal bis zu zwei Stunden andauern“, erklärt die Ärztin weiter. Aber: Was passiert genau in so einem Patientengespräch? 

Tierarzt mit Hund und Katze auf dem Arm
Anwendungsgebiete Wie Homöopathie bei Tieren helfen kann

 

Homöopathie-Podcast jetzt online!

Wie man als Arzt entscheidet, wo die homöopathischen Grenzen liegen, welches homöopathische Mittel wirklich hilft und warum jeder das Grundrecht auf Therapiefreiheit wahrnehmen sollte, erfahren Sie hier in einer neuen Folge des Homöopathie-Podcasts „Natur Pur“ mit Antje Radünz – ein Podcast von PraxisVita.de. 

Hinweis: Die spezifische Wirksamkeit von Homöopathie wird in der Wissenschaft diskutiert. Dennoch ist Homöopathie als sanfte Heilmethode sehr beliebt.

Unsere Expertin: Frau Dr. med. Ute Janßen, Fachärztin für Allgemeinmedizin in Berlin, www.berlin-brandenburger-homoeopathie.de

 

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