Podcast: Multiple Sklerose - Die Krankheit der 1000 Gesichter

Sarah Schwiete Medizinredakteurin

Die Diagnose MS vermittelt unmittelbar ein Bild von einem Leben im Rollstuhl. Doch dieses Bild ist aufgrund der guten Behandlungsmöglichkeiten zum Glück immer mehr überholt. Aber wie ist es, mit einer chronisch-entzündlichen Krankheit zu leben, die das Nervensystem betrifft? Was macht MS mit dem Körper? In einer neuen Folge VITATALK sprechen wir mit Dr. Karl Baum und Samira Mousa. Der Experte und die MS-Patientin geben einen interessanten Einblick ins Thema Multiple Sklerose, wie ein Leben mit der chronisch-entzündlichen Krankheit aussieht und warum Aufklärung über diese Erkrankung so wichtig ist.

Frau schaut nachdenklich
Multiple Sklerose ist die häufigste entzündliche Erkrankung bei jungen Menschen in Deutschland Foto:  iStock/martin-dm
 

Multiple Sklerose – Eine Krankheit, viele Gesichter

Bei Multipler Sklerose handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die das Nervensystem betrifft. Bei dieser Krankheit gibt es nicht das eine Symptom, ganz im Gegenteil. Gerade zu Beginn kommt es zu so vielen Anzeichen, dass sie theoretisch auch auf jede andere Krankheit zutreffen könnten. So kann es zu Sehstörungen oder Empfindungsstörungen, die sich z. B. wie das Krabbeln von Ameisen auf dem Arm anfühlen kommen. Im Durchschnitt dauert es zwei bis drei Jahre, bis Multiple Sklerose diagnostiziert wird. Einen typischen Verlauf gibt es bei MS nicht, aus diesem Grund wird die Autoimmunerkrankung auch die Krankheit der 1000 Gesichter genannt.

 

Frauen häufiger von MS betroffen als Männer

MS ist die häufigste entzündliche Erkrankung junger Menschen in Deutschland. Bei den meisten bricht sie zwischen dem 20. Und 40. Lebensjahr aus. Frauen sind weitaushäufiger von Multipler Sklerose betroffen, als Männer. Warum das so ist, konnte noch nicht endgültig geklärt werden. Forscher vermuten, dass hormonelle Unterschiede dazu führen können, dass Frauen drei- bis viermal so oft betroffen sind.

 

Über 200.000 Menschen leben in Deutschland mit Multipler Sklerose. Aber wie sieht ein Leben mit einer Krankheit aus, in der man jederzeit mit einem Schub rechnen muss? Samira Mousa mit einer milden Verlaufsform erzählt in einer neuen Folge VITATALK, wie die Krankheit bei ihr entdeckt wurde, wie sie mit dieser Krankheit lebt und was sie aus ihr gelernt hat. 

Experten:

Priv.-Doz. Dr. med. Karl Baum, Chefarzt der Neurologie in der Klinik Hennigsdorf, Stellvertretender Vorsitzender des Ärztlichen Beirates der Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) und Vorstandsvorsitzender der DMSG

Samira Mousa, Autorin, Bloggerin “Chronisch fabelhaft“ und MS-Patientin

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