Plogging: Was hinter dem Trend steckt

Redaktion PraxisVITA

Für die einen ist es eine neue Art von „Multitasking“, für die anderen die Trendsportart aus Schweden: Plogging. Aber: Was genau ist das eigentlich?

Frau in Jogging-Sachen hebt Müll vom Rasen auf
Beim Plogging wird während des Laufens Müll gesammelt Foto:  iStock/doble-d
Inhalt
  1. Was ist Plogging?
  2. Vorteile des Ploggings?
  3. Müllbeutel und Co.: Was brauch man für Plogging?
  4. Grünes Jogging: Zweifelhafter Umwelttrend oder neue Sportart?
  5. Plogging-Aktion: Müllsammeln für den guten Zweck
  6. #plogging: Hier wird Ploggen zur Gemeinschaftssportart
 

Was ist Plogging?

Die Bezeichnung Plogging ist eine Kombination aus dem schwedischen Begriff „plocka upp“ für „aufsammeln“ und „Jogging“. Bei der neuen Sportart werden also Joggen und Müllsammeln kombiniert. Der neue Fitnesstrend breitet sich gerade weltweit aus – und ist jetzt auch in Deutschland angekommen.

 

Vorteile des Ploggings?

Eines der großen Vorteile des Ploggings, auch „Green Jogging“ genannt, liegt auf der Hand: Man tut etwas Gutes für die Umwelt und spart dabei auch noch Zeit. Schließlich kann man zwei Sachen auf einmal machen. Und durch das viele Bücken, die Stopps und Anläufe sowie die immer schwerer werdenden Müllbeutel eignet sich Plogging als Outdoor-Sportart hervorragend für ein Ganzkörper-Workout. 

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Müllbeutel und Co.: Was brauch man für Plogging?

Man brauch gar nicht viel, um mit dem Plogging direkt loszulegen. Einfach das normale Jogging-Outfit mit einem Müllbeutel und bei Bedarf ein paar Handschuhen kombinieren ­– damit beim Aufheben des Mülls auch in puncto Hygiene alles einwandfrei ist. Wer perfekt ausgerüstet sein will, kann zudem noch einen Müllpicker mitnehmen. Dann jedoch fällt der sportliche Aspekt weniger ins Gewicht.

 

Grünes Jogging: Zweifelhafter Umwelttrend oder neue Sportart?

Man könnte sich jetzt fragen: Joggen und Müllsammeln, warum sollte ich das tun? Die Antwort liegt auf der Hand. Denn: Themen wie Nachhaltigkeit und Klimawandel gewinnen immer mehr an Relevanz. Das zeigt sich nicht zuletzt an der„Fridays-for-Future“-Bewegung, die gerade von sich hören macht. Klimapolitik ist auch das zentrale Thema, welches in Europa vorherrschend ist. Nicht ohne Grund steht das EU-Parlament kurz vor der Abstimmung des Verbots von Einwegplastik-Produkten. Mit über 350.000 Tonnen Abfall an Einwegprodukten [1] vergiften wir mehr und mehr unsere Umwelt. 

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Plogging-Aktion: Müllsammeln für den guten Zweck

Gemeinsame Müllsammel-Aktionen gibt es schon lange. Gemeinde und Städte rufen regelmäßig zu „Aktion saubere Gemeinde/Stadt“ auf. Das Müllsammeln mit Sport zu kombinieren, ist allerdings neu. Bestimmte Gruppen rufen auch beim „Plogging“ schon zu Gemeinschaftsaktionen auf.

 

#plogging: Hier wird Ploggen zur Gemeinschaftssportart

Wenn Sie sich einer Plogger-Gruppe in Ihrer Heimatstadt anschließen möchten, kann man sich auf Social Media informieren. Über die Hashtags #plogga und #plogging auf Instagram oder über die Facebook-Seite Plogging Germany kann man sich deutschlandweit mit Ploggern austauschen und vernetzen. Initiativen und Gruppen gibt es bereits in fast jeder Stadt. Ob in Köln, Hamburg, Bremen, Berlin oder München – die Plogging-Szene wächst rasant und macht sich stark für saubere Gehwege und Parkanlagen.

Quelle:


[1] www.nabu.de

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