Plötzliche Übelkeit bei der Chemotherapie: Minzöl hilft

Carolin Banser Medizinredakteurin
Ein Fläschchen Minzöl und Minzblätter auf einem Holztisch
Gegen Übelkeit und Erbrechen während der Chemotherapie hilft japanisches Minzöl © iStock/5PH

Minzöl ist seit Jahrhunderten als Heilmittel bekannt. Eine neue Studie hat nun bewiesen, dass der Wirkstoff der japanischen Minze auch plötzliche Übelkeit und Erbrechen während der Chemotherapie abschwächen kann. PraxisVITA stellt die Ergebnisse vor.

 

Minzöl – ein pflanzliches Heilmittel

Minzöl ist ein ätherisches Öl, das aus dem Kraut bestimmter Ackerminzen hergestellt wird. Es hilft gegen Erkältungskrankheiten, Kopfschmerzen, Blähungen und Entzündungen. Forscher haben nun in einer Studie untersucht, welchen Einfluss das japanische Pfefferminzöl auf plötzliche Übelkeit hat, die während einer Chemotherapie häufig auftritt.

Plötzliche Übelkeit
Laut einer neuen Studie kann Minzöl plötzliche Übelkeit bei der Chemotherapie lindern© iStock
 

Plötzliche Übelkeit und Erbrechen: Minzöl verschafft Linderung

Das Ergebnis der Studie: Die Verabreichung von Minzöl kann bei Patienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen müssen, plötzliche Übelkeit und Erbrechen lindern. In einer Studie erhielten jeweils 50 Tumorpatienten pro Gruppe entweder das ätherische Öl der Krauseminze oder der Pfefferminze oder ein Placebo als Kapseln zusätzlich zu den Standardmedikamenten (Granisetron, Dexamethason oder Metoclopramid) verabreicht. Weitere 50 Patienten, die nur die Standardmedikation einnahmen, dienten als Kontrollgruppe. Die Patienten nahmen die Kapseln des ätherischen Öls jeweils 30 Minuten vor der Chemotherapie und im Anschluss zweimal im Abstand von jeweils vier Stunden ein. Protokolliert wurden die Häufigkeit von Erbrechen, die Intensität der Übelkeit sowie unerwünschte Arzneimittelwirkungen während der Chemotherapie. Unter beiden Minzölen kam es im Vergleich zur Kontrollgruppe zu einem deutlichen Rückgang der Intensität, wenn Patienten plötzliche Übelkeit erlitten und der Häufigkeit von Erbrechen. Unerwünschte Arzneimittelwirkungen wurden nicht beobachtet.

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