„Pille danach“ wird zum Verkaufsschlager

Bereits in der ersten Woche nach ihrer Entlassung aus der Rezeptpflicht explodierten die Verkaufszahlen der „Pille danach“. Praxisvita hat die Fakten.

Mit 13.500 verkauften Packungen ging die „Pille danach“ in der zwölften Kalenderwoche – also der ersten ohne Rezeptpflicht – deutlich häufiger über den Apothekentresen als zuvor, berichtet der Branchendienst Apotheke Adhoc basierend auf Erhebungen des Marktforschungsunternehmens IMS Health.

Rechnet man diese Verkaufszahlen auf den ganzen Monat hoch, ergibt das 54.000 Packungen – im Vergleich zu den 41.000 verkauften Packungen im März des Vorjahres wäre das ein Anstieg um 31 Prozent.

 

Bisher nur ein Präparat rezeptfrei abgegeben

Die „Pille danach“ gibt es in zwei Varianten: EllaOne (Wirkstoff: Ulipristalacetat) und PiDaNa (Wirkstoff: Levonorgestrel) – für beide Präparate wurde die Rezeptpflicht aufgehoben. Dennoch verkauften deutsche Apotheken bisher nur EllaOne ohne Rezept. Der Grund: Die PiDaNa-Packungen sind noch als verschreibungspflichtig gekennzeichnet – wegen der unklaren Rechtslage verzichteten die Apotheker darum auf ihre Abgabe ohne Rezept.

Prof. Dr. Dr. Elisabeth Merkle, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, erklärt im Interview, wie die „Pille danach“ wirkt, wie sich die beiden Präparate unterscheiden und wie riskant ihre Einnahme ist.

Hamburg, 31. März 2015

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