„Pille danach“ – wie lange nach dem Sex wirkt sie noch?

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Wirkung der "Pille danach"
  3. 3. Wie lange nach dem Sex wirkt die "Pille danach"
  4. 4. Eisprung und die "Pille danach"
  5. 5. Schwanger trotz "Pille danach"?
  6. 6. "Pille danach" ohne Rezept
  7. 7. Kosten der "Pille danach"
  8. 8. "Pille danach" aus der Apotheke
  9. 9. Nebenwirkungen der "Pille danach"

Kondom gerissen, Pille vergessen - die "Pille danach" kann nach einer Verhütungspanne eine ungewollte Schwangerschaft verhindern. Dies tut sie jedoch nur dann, wenn sie korrekt eingenommen wird. Hierbei gilt: Je schneller die Notfallpille nach dem ungeschützten Sex eingenommen wird, desto besser kann sie ihre Wirkung entfalten. Für die beiden gängigsten Pillen-Präparate gelten verschiedene Zeitfenster - wie viel Zeit maximal verstreichen darf, lesen Sie hier.

Eine Frau hält eine Pille in der Hand
Um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern, sollten Frauen die „Pille danach“ so schnell wie möglich anwenden. Fünf Tage nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr ist es zu spät© iStock

„Pille danach“ – wie lange nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr muss ich sie einnehmen, damit sie noch wirkt? Es gilt: Je schneller die „Pille danach“ eingenommen wird, desto besser. Optimal ist es, wenn sie innerhalb der nächsten 24 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr angewendet wird. „ellaOne“ senkt das Risiko für eine Schwangerschaft in diesem Fall auf 0,9 Prozent („PiDaNa“ 2,3 Prozent).

 

"Pille danach" – wie lange habe ich Zeit?

Wer das empfohlene Zeitfenster von 24 Stunden überschreitet, muss sich nicht all zu große Sorgen machen. „ellaOne“ kann noch bis fünf Tage nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr wirken. Nach Ablauf der 24 Stunden-Frist ist sie allerdings nicht mehr ganz so zuverlässig. Ähnlich verhält es sich mit der zweiten Pillenart „PiDaNa“. Sie kann bis drei Tage nach dem Geschlechtsakt angewendet werden. Somit ist „ellaOne“ das überlegene Präparat, mit einem Preis von rund 30 Euro allerdings auch das teurere („PiDaNa“: ca. 18 Euro).

„Pille danach“: Wie lange Frauen die Notfallpille nach dem Geschlechtsverkehr einnehmen können, hängt maßgeblich von der Überlebensfähigkeit der Spermien ab. Diese überleben im weiblichen Körper rund fünf Tage. So lange „warten“ sie auf eine Eizelle, die sie befruchten können. Der Wirkstoff Ulipristalacetat verzögert den Eisprung um bis zu fünf Tage. Wenn sich danach die Eizelle aus dem Follikel löst und sich im Eileiter befindet, wird sie dort nicht mehr von Sperma befruchtet. Die Frau wird somit nicht schwanger.

Die
Die „Spirale danach“ verhindert eine ungewollte Schwangerschaft zuverlässiger als die „Pille danach“© iStock

Falls eine Frau hormonhaltige Präparate nicht verträgt oder nicht einnehmen möchte, gibt es eine Alternative: die "Spirale danach". Sie kann bis zu fünf Tage nach dem ungeschützten Sex eingelegt werden und wirkt selbst am Ende dieser Frist genauso zuverlässig, wie am ersten Tag. Die "Spirale danach" kann für die kommenden fünf Jahre als Verhütungsmittel genutzt werden.

„ellaOne“ verhindert mit einer Wahrscheinlichkeit von 75 bis 84 Prozent eine Schwangerschaft – sofern sie innerhalb der nächsten 24 Stunden nach dem ungeschützten Sex eingenommen wird. „PiDaNa“ wirkt mit 55 bis 60 prozentiger Wahrscheinlichkeit (innerhalb der ersten 24 Stunden). Je mehr Tage nach dem Geschlechtsverkehr vergehen, desto mehr lässt die Wirksamkeit nach. Anders ist es mit der „Spirale danach“. Sie kann bis zu fünf Tage nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingesetzt werden und wirkt zu diesem späten Zeitpunkt ebenso zuverlässig wie direkt nach dem Geschlechtsakt – nämlich zu 99 Prozent. Damit ist sie sicherer als die beiden Notfallpillen.

Eisprung und die "Pille danach"
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