Pickel durch Sonne – was steckt dahinter?

Frau mit heller Haut nimmt Sonnenbad
Auch wer empfindliche Haut hat, kann sich vor Pickeln durch Sonne schützen – am besten mit parfümfreier Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor © Fotolia

Die warmen Sommerstrahlen sollen eine schöne Bräune auf die Haut zaubern – aber plötzlich entstehen Pusteln, Rötungen, Juckreiz und Pickel durch Sonne. Das kann viele Gründe haben. Vor allem helle Haut reagiert auf Sonne häufig sehr empfindlich. Mit diesen einfachen Mitteln können Sie den Sommer ohne Hautprobleme genießen.

Hitze, Sonne, Chlor- und Meerwasser: So schön der Sommer auch ist, unserer Haut muten wir in den nächsten Monaten einiges zu. Bei einigen Menschen treten juckende Knötchen, Rötungen, Schwellungen und Pickel durch Sonne auf, die immer wieder aufblühen, wenn auf das Sonnenbaden nicht verzichtet wird. Unterziehen Sie Ihren Körper deshalb jetzt einem gründlichen Check – und verstehen Sie, was Ihre Haut Ihnen sagen will.

 

 

 

Pusteln, Flecken, Pickel durch Sonne? Finden Sie heraus, was dahintersteckt – und was Sie gegen lichtbedingte Erkrankungen tun können.

Pickel durch Sonne

Was steckt dahinter?

Eine Mallorca-Akne. Dabei bilden sich vor allem im Dekolleté-Bereich viele kleine Pickel. Das liegt daran, dass sich Schweiß mit Sonnencreme vermischt und die Talgdrüsen der feinen Härchen auf der Brust verstopft.

Was kann ich tun?

Verwenden Sie Sonnenschutz-Gel anstatt milchig-weiße Cremes und verzichten Sie im Sommer möglichst komplett auf Parfum, das ebenfalls die Poren verschließen kann.

Hautrötung, Juckreiz, Bläschen

Frau mit Juckreiz
Die Beschwerden einer Sonnerallergie – Hautrötungen, Juckreiz, Bläschen – treten häufig erst Stunden nach einem Sonnenbad auf© Fotolia

Was steckt dahinter?

Eine Sonnenallergie. In den meisten Fällen handelt es sich um ein sogenanntes Sonnenekzem. Die damit verbundenen Beschwerden – Hautrötungen, Juckreiz, Bläschen – treten häufig erst Stunden nach einem Sonnenbad auf. Denn die UV-A-Strahlen, die tief in das Bindegewebe eindringen, lösen dort eine verzögerte, Allergie ähnliche Reaktion aus.

Was kann ich tun?

Wenn die Erkrankung bekannt ist, versuchen Sie, direkte Strahlung weitgehend zu vermeiden. Wichtig: Im Akutfall helfen anti-allergische Medikamente und Hydocortison-Präparate (rezeptfrei in der Apotheke). Eine andere Möglichkeit ist eine vorbereitende Lichttherapie beim Hautarzt. Einige Wochen vor dem Sommer oder einer Südreise beginnt der Arzt mit medizinischen UV-Licht-Bestrahlungen. Je nach Hauttyp sind unterschiedlich viele Sitzungen notwendig. Der Eigenschutz der Haut wird dadurch angeregt und sie gewöhnt sich an die Sonnenstrahlen. Die Krankenkasse übernimmt im Einzelfall die Kosten. Betroffene sollten bei einem Sonnenbad dennoch vorbeugend auf einen hohen Lichtschutzfaktor (mindestens 30) achten.

Juckende Quaddeln

Nesselsucht
Juckende Quaddeln sind charakeristisch für eine Nesselsucht – eine allergische Reaktion der Haut, die im Sommer gehäuft auftritt© Fotolia

Was steckt dahinter?

So äußert sich eine Nesselsucht, eine allergische Reaktion der Haut, die im Sommer gehäuft auftritt. Denn Sonne und Hitze können eine Unverträglichkeit gegenüber Nahrungsmitteln, Medikamenten oder Textilstoffen zutage fördern.

Was kann ich tun?

Allergische Reaktionen gehören in die Hände eines Arztes. Er wird per Allergietest versuchen, einen Auslöser ausfindig zu machen. Einige Unverträglichkeiten, die Hautprobleme verursachen können, lassen sich heute auch mit speziellen Präparaten behandeln.

Extrem trockene, raue, teilweise rissige Haut

Was steckt dahinter?

UV-Strahlen, Meer- oder Chlorwasser können die Schutzbarriere der Haut schwächen und die Talgproduktion hemmen. Kommt es dann zu kleinen Rissen, können Bakterien eindringen und Entzündungen auslösen.

Was kann ich tun?

Ideal sind rückfettende Salben mit Glyzerin, Harnstoff oder Nachtkerzenöl. Auch Badezusätze versorgen die Haut mit Feuchtigkeit. Haben sich bereits kleine offene Risse gebildet, behandelt der Arzt mit entzündungshemmenden Salben.

Starker Juckreiz, weiße oder rote, kreisförmige, schuppende Rötungen

Was steckt dahinter?

Möglicherweise ein Hautpilz, der sich bevorzugt in feuchtwarmem Klima und nach starkem Schwitzen entwickelt. Unbehandelt kann sich die Infektion über den ganzen Körper ausbreiten.

Was kann ich tun?

Der Arzt stellt eine Diagnose und verschreibt eine pilzabtötende Salbe (Antimyotikum), die mindestens drei Wochen lang in die Haut einmassiert wird.

Rötlichblaue Äderchen auf Nase und Wangen

Was steckt dahinter?

UV-Licht und Hitze fördern zutage, was meist genetisch angelegt ist: eine harmlose, aber störende Couperose. Sie ist Folge eines schwachen Bindegewebes.

Was kann ich tun?

Setzen Sie sich möglichst nicht der prallen Sonne aus und lassen Sie die Haut „atmen“. Vermeiden Sie also fettreiche Cremes, die Mineralöle und Silikone enthalten. Besser sind Cremes und Seren mit Zinnkraut oder Rosskastanie.

Brennende, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen

Herpes an der Lippe
Herpes – Von der Viruserkrankung sind am häufigsten Lippe und Nase betroffen. Auslöser sind neben zu viel Sonne auch Stress und Erkältungen© Fotolia

Was steckt dahinter?

Vermutlich Herpes Der Virus schlummert in fast jedem von uns und kann durch Sonnenbäder, Stress oder eine Erkältung aktiviert werden. Betroffen sind meist die Lippen oder die Nase.

Was kann ich tun?

Eine Salbe mit einem Virostatikum (rezeptfrei, Apotheke) lindert die Beschwerden und kann die Ausdehnung der Infektion frühzeitig stoppen.

Knoten, Flecken, scharf begrenzte Rötungen

Was steckt dahinter?

Das könnte weißer Hautkrebs sein. Im Gegensatz zum schwarzen, aggressiveren Hautkrebs hat er bei früher Erkennung fast 100-prozentige Heilungschancen.

Was kann ich tun?

Ihr Hautarzt entscheidet, ob die kleinen Geschwüre abgeschabt, operativ oder per Laser entfernt werden. Im Frühstadium lassen sie sich sogar mit einem speziellen Wirkstoffpflaster behandeln.

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