Pickel am Rücken – was kann ich dagegen machen?

Redaktion PraxisVITA

Im Sommer möchten wir mehr Haut zeigen – wenn da nicht die lästigen Pickel am Rücken wären. Dermatologin Dr. med. Miriam Rehbein erklärt, wie diese entstehen und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Ähneln Pickel am Rücken denen im Gesicht?

„Im Grunde ja! Sowohl im Gesicht als auch am Rücken entstehen sie durch einen Überschuss an Talg und Hautschüppchen. Diese verstopfen die Poren, was zu Entzündungen führen kann“, erklärt Dr. med. Miriam Rehbein von der „Dermatologie am Friedensengel“ in München.

Gibt es noch andere Ursachen?

„Neben erhöhten Testosteronwerten, die bei Frauen manchmal in der zweiten Zyklushälfte vorkommen, können auch Allergien und Unverträglichkeiten die Ursache für Pickel am Rücken sein“, sagt die Hautärztin. Um das herauszufinden sollte man am besten einen Allergietest beim Arzt machen.

Wie bekomme ich Pickel am Rücken weg?

„Im Grunde kann der Rücken genauso gereinigt und gepflegt werden wie unreine Haut im Gesicht. Wenn sich der Zustand aber verschlechtert, dann ab zum Arzt“, erklärt die Expertin. Und bei wenigen Pickeln ohne weitere Symptome? Hier empfiehlt sich ein regelmäßiges Rückenpeeling und eine salicylsäurehaltige Reinigung (je 1 x/Woche).

Der Pflegetipp der Expertin?

„Antibakterielle Duschbäder aus der Apotheke sind besonders sanft zur Haut“, weiß Dr. Rehbein. Idealerweise einmal täglich verwenden.

Eine gesunde Ernährung kann das Hautbild bessern
Eine gesunde Ernährung kann das Hautbild verbessern © Foxys_forest_manufacture/iStock

Welchen Einfluss hat die Ernährung?

Eine gesunde und ausgewogene Kost mit vielen Antioxidantien (z. B. in Zitrusfrüchten und Brokkoli) und Mineralstoffen (z. B. Silizium und Zink) wirkt sich positiv auf das gesamte Hautbild aus. Ein Zuviel an Zucker und Eiweiß dagegen eher negativ.

Pickel an Rücken – hilft Sport?

Bewegung hat einen positiven Einfluss auf die Haut, denn sie regt die Durchblutung und damit auch die Zellerneuerung an! Wichtig: atmungsaktive, nicht zu enge Sportkleidung tragen. „Zu viel Reibung würde Irritationen und damit auch Entzündungen begünstigen“, sagt die Medizinerin.

Was kann der Hautarzt tun?

„Je nach Schweregrad gibt es verschiedene medikamentöse Therapien – von antibiotischen, entzündungshemmenden Cremes über antibiotische oder Vitamin-A-haltige Tabletten. Zusätzlich bieten Kosmetikerinnen oder Hautärzte Ausreinigungen und chemische Peelings an. Je nach Behandlung liegen die Kosten zwischen 50 und 350 Euro.“

 
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